Dritte Alphornmesse in Mömlingen

Über 30 Alphornbläser/innen beim Gottesdienst am Mömlinger Wanderheim
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Zum dritten Male durften am Mömlinger Wanderheim Einheimische und viele Fremde die Alphornmesse erleben. Wenn auch ein wenig Nieselregen niederkam, das Wetter passte. Der Duft nach Heu lag in der Luft und beim Erklingen der über 30 Alphörner fühlte man sich wie im Urlaub auf einem Alpengipfel, dem Himmel nahe. Die Alphornmesse, organisiert von der Familie Berninger, war eingebettet in das Waldfest des Wanderverein „Alpenrose“.
Zelebrant war in diesem Jahr Mariusz Kowalski, ehemaliger Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft, jetzt Pfarrer in Kahl. „Pfingsten beschließt das Osterfest. Was wir gefeiert haben, soll unser Leben prägen und uns ermutigen, Gottes Gegenwart in der Welt zu suchen und zu finden“, sagte er in seiner Begrüßung.

Wandel, Werte und Wurzeln
„Welche Eigenschaft braucht ein Mensch heute?“ Diese Frage stellte Kowalski in seiner Predigt und gab gleich die Antwort: flexibel, biegsam und angepasst, beständig ist nur der Wandel. Alles scheint ersetzbar, auch der Mensch.
Doch was ist von bleibendem Wert? Der Katholischen Kirche wird oft vorgeworfen, dass sich nichts ändere. Sicher hat Wandlungsfähigkeit auch Gutes. Fatal aber ist es, wenn Veränderung um jeden Preis geschieht. Wo haben wir unsere Wurzeln? Jesus sagt: „Wer Durst hat, der trinke.“ Gebet, Bibel, Sakramente sind z. B. Quellen, aus denen wir trinken können. Wer auf die Feier der Messe verzichtet, boykottiert Jesus, der sich uns in Brot und Wein schenken will. Ist Ausschlafen, Vereinsveranstaltung oder Brunch wichtiger als die Eucharistie?
Wenn man bei Gott etwas sein will, muss man ein Beter sein! Gebet, Engagement und Nächstenliebe ist das, was uns als Christen auszeichnet. Das Problem der Kirche liegt in der Anpassung an die Botschaft. Wir spüren diese Veränderung, aber dies ist doch kein Untergang. Das Entscheidende ist, dass die Wurzeln im Boden bleiben. „Ich wünsche der Kirche und euch Standfestigkeit im Glauben, nicht nur zu Pfingsten“, so der Seelsorger.
Diakon Thomas Seibert, der assistiert hatte, dankte Kowalski. Man spüre seine Leidenschaft für Gott und die Seelsorge. „Nehmt etwas von dieser Botschaft mit. Ihr dürft davon erzählen und darauf vertrauen.“
Initiator Ralf Berninger dankte Pfr. Kowalski. Er dankte Elmar Gassner für das Dirigat, dem Wanderverein, allen Helfern, seiner Familie und den Alphornbläsern, die aus ganz Süddeutschland angereist waren. Stefan Lampert dankte als Vorsitzender des Wandervereins allen Mitwirkenden und lud zum Festbetrieb ein.

Autor:

Friedrich Frank aus Mömlingen

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