Mit dem Hochspessartbus fuhren wir nach Rothenbuch und starteten zu unserer 3. + 4. Etappe auf dem Spessartweg. Der Weg führte uns gleich bergauf hinaus aus Rothenbuch. Auf der Anhöhe angekommen, konnten wir noch einmal einen Rundblick über Rothenbuch schweifen lassen. Nun leiten die Markierungen des Spessartwegs über das drei Meter hohe Niklaskreuz aus rotem Bundsandstein zur etwa 500 Meter hoch gelegenen Weikertswiese bei Rechtenbach, der größten unbebauten Rodungsinsel im Spessart mit rund 86 Hektar. Die frühere Fohlenweide ist heute ein ökologisch wertvolles Schutzgebiet. Bei strahlendem Sonnenschein hielten wir etwas abseits des Weges an der SPD-Hütte unsere Mittagsrast. Über die "Klapper", einem historischen Hohlweg, ging es nach Lohr a. Main. Dort erwartete uns die Stadtführerin und wir stiegen auf den Bayersturm, um von dort oben einiges über die Stadt Lohr zu erfahren. Nach dem Abstieg ging es durchs Fischerviertel über die Mainbrücke am Main entlang in den Ortsteil Steinbach. Sehenswert ist die herrliche Barockkirche. Teile stammen aus dem 16. Jh., die barocken Bauten entwarfen Balthasar Neumann und Joseph Greising. Gegenüber liegt das Schloss der Freiherren von Hutten. Am nächsten Tag wanderten wir durchs wunderschöne Buchental vorbei an zahlreichen Mühlen bis zur Buchenmühle mit Blick auf die bekannte Wallfahrtskirche Mariabuchen. Beim Aufstieg nach Rettersbach kamen wir von innen ins Schwitzen und im Weiler angekommen setzte von außen noch der Regen ein. Schließlich erreichten wir Halsbach, daliegt versteckt in einer Mulde auf der Fränkischen Platte, einem Hochplateau liegt. Kurz vor Gemünden hoch über dem Main steht die Ruine Schönrain, die einst als Frauenkloster gegründet wurde. Der Wanderweg zur Burgruine Schönrain lohnt sich schon allein wegen des herrlichen Ausblickes, den man von der Ruine aus auf das Maintal hat. Wir machten Mittagsrast, die Sonne löste den Regen ab. Motiviert wanderten wir unsere letzten Kilometer wir vorbei an Massenbuch. Hier hatten wir eine tolle Aussicht und unser Ziel vor Augen. Von hier ging es erst noch einmal bergauf und dann steil bergab an den Main nach Gemünden. Über der Drei-Flüsse-Stadt erhebt sich die Ruine Scherenburg, die im Sommer einen romantischen Schauplatz für Freilichtspiele bietet. Am Marktplatz endet der Spessartweg 1. An der Wandertafel konnten wir die Wanderung noch einmal Revue passieren lassen, gemütlich im Biergarten verweilen, bis wir mit der Bahn unsere Rückreise antraten.
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