CDU-Kreisverband NOK
Kreisvorstand diskutierte Themen im Handwerk

Die Kreisvorstandsmitglieder mit Gastgeber Matthias Müller (Mitte), Kreisvorsitzenden Markus Haas (4.v.li.) und Landrat Dr. Achim Brötel (7.v.re.).
  • Die Kreisvorstandsmitglieder mit Gastgeber Matthias Müller (Mitte), Kreisvorsitzenden Markus Haas (4.v.li.) und Landrat Dr. Achim Brötel (7.v.re.).
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Handwerksvertreter und CDU-Kreisvorstand schlagen in Schefflenz Brücke zwischen politischer Regulierung und beruflicher Realität

Der CDU-Kreisvorstand des Neckar-Odenwald-Kreises hat sich in Schefflenz mit Vertretern des Handwerks über Energiepolitik, Fachkräftemangel und die Folgen der Landtagswahl ausgetauscht. Gastgeber war der stellv. Kreishandwerksmeister und Obermeister der Innung Sanitär-Heizung-Klima (SHK), Matthias Müller. CDU-Kreisvorsitzender Markus Haas betonte zum Auftakt: „Gerade bei Themen wie Energie, Heizung und steigenden Kosten braucht es den direkten Austausch mit der Praxis.“

Matthias Müller schilderte die Lage im SHK-Handwerk deutlich. Vor allem ständig wechselnde gesetzliche Vorgaben sorgten in den Betrieben und bei vielen Kunden für Verunsicherung. „Ein großes Problem ist die regelmäßige Veränderung der Vorgaben“, sagte Müller. Viele Bürger wüssten deshalb nicht mehr, „welche Heizlösung langfristig sinnvoll ist“. Zugleich widersprach er pauschalen Urteilen über Wärmepumpen im Gebäudebestand: „Grundsätzlich stimmt es nicht, dass eine Wärmepumpe bei Sanierungen nicht sinnvoll ist.“ Entscheidend sei dagegen immer die fachlich richtige Berechnung des Einzelfalls.

Mit Blick auf die Entwicklung des Berufsbilds erklärte Müller: „Der Heizungsbauer wird immer mehr zum Elektroniker.“ Damit stiegen auch die Anforderungen an Ausbildung und Nachwuchsgewinnung. Besonders kritisch sei die Fachkräftesituation. Von 90 Prüflingen bestünden derzeit nur rund 25 die Abschlussprüfung. Positiv bewertete Müller den steigenden Frauenanteil im Handwerk: Frauen stünden ihren männlichen Kollegen „in nichts nach“. Erfolgreiche Nachwuchsgewinnung gelinge vor allem dann, wenn Betriebe frühzeitig in die Schulen gingen und auch Eltern in die Berufsorientierung einbezogen würden.

Im zweiten Teil der Sitzung analysierte der Kreisvorstand die Landtagswahl. Haas erklärte: „Zehn Tage nach der Landtagswahl traue ich mich nicht zu sagen, dass wir die Wahl verloren haben – wir haben gleich viele Sitze.“ Zugleich verwies er darauf, dass die CDU landesweit deutlich mehr Erststimmen als die Grünen erzielt habe. Im Neckar-Odenwald-Kreis erreichte die CDU mit 39,2 Prozent der Erststimmen eines ihrer stärksten Ergebnisse im Land. Haas dankte den Wahlkämpfern ausdrücklich: „Ohne dieses Engagement wären Flyer verteilen, Infostände besetzen oder Veranstaltungen durchführen schlicht nicht möglich.“ Und weiter: „Ihr habt wesentlich dazu beigetragen, dass wir hier im Kreis ein so starkes Ergebnis erreicht haben.“

Auch Minister Peter Hauk ordnete das Ergebnis als Wahlkreiskandidat selbstbewusst ein: „Wir haben ein starkes Ergebnis erzielt und müssen mit breiter Brust in die Verhandlungen mit den Grünen gehen.“ Er machte deutlich, dass der grüne Spitzenkandidat nun an dessen konservativ formulierten Wahlkampfversprechen gemessen werde. „Das ist die Grundlage für Koalitionsverhandlungen.“ Mit Blick auf die Zukunft der CDU im Land stellte er klar: „Manuel Hagel war der richtige Spitzenkandidat – und er ist auch für die Zukunft der Richtige!“

Zweitkandidat Mark Fraschka, der die Pressearbeit von CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel verantwortet, gab einen vertieften Einblick in die Stimmungslage des Wahlkampfes. Er ordnete verschiedene Analysen sowie Hinweise des Kreisvorstands ein und beschrieb die Herausforderungen, die sich im Hintergrund ergeben hätten. „Die Darstellungen waren zudem auffallend oft sehr einseitig“, beschrieb er die Presselage im Wahlkampf.

Zum Abschluss hob Haas die Bedeutung des Austauschs zwischen Politik und Praxis hervor. Die Diskussion in Schefflenz habe gezeigt, wie eng Energiepolitik, berufliche Realität im Handwerk und politische Entscheidungen zusammenhängen. „Nur wenn wir die Erfahrungen vor Ort ernst nehmen, können wir zu tragfähigen Lösungen kommen“, so Haas.

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