Tauben-Alarm in Biberach
Kritik an OB: „Was machen Politiker an ihren eigenen Häusern?"
- hochgeladen von Sabine Müller-Frey
Biberach erstickt im Tauben-Chaos! Nach einem Bericht über „tierische Probleme“ kocht in der Altstadt die Stimmung hoch. Immer mehr Bürger wenden sich verzweifelt an die Presse – sie fühlen sich allein gelassen. Ihr Vorwurf: Hausbesitzer und Politiker schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu – und tun selbst zu wenig!
„Wenn der Nachbar nicht will, bringt alles nichts!“
Eine Anwohnerin in der Radgasse bringt es auf den Punkt: „Hausbesitzer dulden verwilderte Tauben auf ihren Dächern und in den Winkeln der Altstadt. Wenn der Nachbar nicht will, nutzen Investitionen in Abwehrmaßnahmen wie Spikes leider wenig.“ Heißt: Einer investiert in teure Abwehrsysteme – doch wenn nebenan weiter gebrütet wird, flattern die Tiere einfach rüber. Das Ergebnis? Kot, Gestank und Dauer-Gurren.
Leerstand als Brutstätte?
Besonders leerstehende Häuser stehen im Fokus. Ein weiterer Betroffener schildert drastische Szenen: „Am Klohaus wird einem buchstäblich grün vor Augen. Aber auch Richtung Radgasse“. Unbewohnte Gebäude bieten ebenfalls ideale Nistplätze – ungestört, warm, trocken. Ein Blick in andere Städte zeigt, wohin das führen kann: In der Karlsruher Südstadt klagen Anwohner über verwahrloste Immobilien, in denen sich Tauben, Ratten und sogar Kakerlaken breitmachen.
Viele Biberacher fürchten: Droht hier das gleiche Szenario?
Tierschutz fordert: Auch Politiker müssen handeln! Deutliche Worte kommen von Silvia Förger vom Verein „Tiere verdienen Respekt“: „Auch Kommunalpolitiker müssen an ihren eigenen Häusern Maßnahmen ergreifen, die Population einzudämmen.“ Sie empfiehlt eine bewährte Methode: Austausch der Eier im Nest, um die Population tierschutzgerecht zu regulieren. Doch genau hier sehen Bürger ein Problem: Wer kontrolliert eigentlich, ob alle – auch Mandatsträger – ihre Pflicht erfüllen?
OB Zeidler: „Mit den Tauben leben“?
Die Haltung von Oberbürgermeister Norbert Zeidler sorgt für Kopfschütteln. Seine Empfehlung, man müsse mit den Tauben quasi zusammenleben, empfinden viele als „unzumutbar“. Währenddessen hat die CDU Biberach im Gemeinderat Abhilfe gefordert. Doch konkrete Maßnahmen? Fehlanzeige, sagen Kritiker.
Was Hausbesitzer wirklich müssen. Viele wissen es offenbar nicht – oder wollen es nicht wissen. Dabei ist die Rechtslage klar: Verantwortung für Abwehr: Eigentümer müssen Maßnahmen ergreifen, um Nistplätze auf Dach, Dachrinne, Fenstersims oder Balkon zu verhindern. Haftung bei Duldung: Werden Nachbarn beeinträchtigt, kann nach § 1004 BGB Unterlassung gefordert werden. Füttern verboten: Wer Tauben füttert oder ihre Ansiedlung duldet, haftet für die Folgen. Heißt im Klartext: Wegschauen kann teuer werden!
Bürger fühlen sich im Stich gelassen
Viele Anwohner wünschen sich ein koordiniertes Vorgehen – klare Regeln, Kontrollen und einheitliche Maßnahmen statt Einzelkämpfer mit Spikes auf dem Dach. Ein Altstadtbewohner sagt bitter: „Solange nicht alle mitziehen – auch die Stadtspitze – wird sich nichts ändern.“
Bleibt die Frage:
Wird Biberach jetzt aktiv – oder bleibt alles beim Gurren und Grün?
Autor:Sabine Müller-Frey aus Wenschdorf |
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