Suchthilfezentrum Köln Perlengraben
KSK-Politiker warnt vor Überforderung
- Torsten Ilg Politiker von der KSG warnt vor einer Überforderung der Kölner Stadtbezirke bei der Drogenpolitik
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- hochgeladen von Sabine Müller-Frey
Das geplante Suchthilfezentrum am Perlengraben droht zur politischen Achillesferse von Oberbürgermeister Torsten Burmester zu werden.
Nach Auffassung von Torsten Ilg, Bezirksvertreter der KSG und Co-Fraktionsvorsitzender der FDP/KSG-Fraktion Rodenkirchen, steht die Stadt Köln bereits jetzt unter erheblichem finanziellem Druck. Ein Projekt dieser Größenordnung könne die kommunalen Finanzen zusätzlich massiv belasten.
„Das Land Nordrhein-Westfalen stiehlt sich zunehmend aus der finanziellen Verantwortung, während die Kosten bei der Stadt Köln hängen bleiben“, erklärt Ilg.
Zugleich warnt Ilg vor wachsenden Konflikten in den Veedeln. Schon jetzt gebe es erhebliche Vorbehalte gegen mögliche weitere Außenstellen solcher Einrichtungen – unter anderem in Kalk und anderen diskutierten Stadtteilen.
„Die Sorgen und Widerstände der Bürgerinnen und Bürger müssen ernst genommen werden. Es droht ein gesellschaftliches und finanzielles Desaster, wenn Politik und Verwaltung die Menschen vor Ort übergehen“, so Ilg weiter.
Kritisch sieht der Kommunalpolitiker zudem den häufig gezogenen Vergleich mit dem sogenannten Schweizer Modell. Dieser sei aus seiner Sicht irreführend.
„In der Schweiz werden vergleichbare Programme überwiegend durch die Kantone finanziert. Köln hingegen soll große Teile der Last alleine tragen. Deshalb ist das keinesfalls eins zu eins vergleichbar.“
Abschließend betont Ilg, dass er das Abstimmungsverhalten seiner Fraktion im Rat respektiere, gleichzeitig jedoch großes Verständnis für die Kritik und die Proteste aus den betroffenen Stadtteilen habe.
Torsten Ilg
Bezirksvertreter KSG
Co-Fraktionsvorsitzender FDP/KSG-Fraktion Rodenkirchen
Autor:Sabine Müller-Frey aus Wenschdorf |
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