Obst- und Gartenbauverein Wörth a. Main
Vereinsausflug in die Wilhelma
- Seerosenteich
- Foto: Obst- und Gartenbauverein Wörth a. Main
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Wilhelma: Botanik und wilde Tiere
Am 20. September starteten der OGV Wörth einen Busausflug zur Wilhelma bei Stuttgart. Die Wetterprognosen waren günstig. 2 Stunden Fahrt brachten uns nach leichten Verkehrsbehinderungen ans Ziel. Wir hatten eine Führung bestellt mit dem Schwerpunkt botanische Sehenswürdigkeiten.
Das riesige Gelände wurde um 1840 als maurischer Landschaftsgarten angelegt. Für den später eingerichteten Tiergarten mit seinen weitläufigen Gehegen wird er in der Welt beneidet.
Das Wandeln in dem schön angelegten Park mit seinen über 150- jährigen Baumbestand und den weitläufigen Blumenbeeten ließ uns das Herz höherschlagen. In großen Gewächshäusern bewunderten wir Pflanzen aus tropischen Regionen. Auch die lichtdurchfluteten Gewächshäuser aus Glas und filigranen Gusseisenelementen, was zur Zeit des Eifelturmbaus modern war, stehen wie ein Großteil der Bauten und Parkanlagen unter Denkmalschutz. Unser Führer macht uns auf die abgesicherten Tiergehege aufmerksam. Sie sind in den schönen üppigen Anpflanzungen in den künstlichen Urwald kaum sichtbar eingefügt. Wir entdeckten den kleinsten Affen der Welt in den Zweigen. Bunten Vögeln sitzen auf schwankenden Lianen. Kleine Wasserfälle im dichten Grün und die hohe Luftfeuchtigkeit übermitteln uns eine besondere Stimmung.
Auch außerhalb der Gebäude macht uns die Wanderung durch das bewegte Gelände viel Freude. So hören wir auch, dass die Wilhelma in einem ihrer Gewächshäuser 100 verschiedene, teils wilde, Kaffeepflanzen aus aller Welt beherbergt. Sie ist damit führend in Erhaltung der Vielfalt dieser Spezies.
So wurden wir durch verschiedene botanische Raritäten geführt, wobei immer ein Blick auf die verschiedenen Tiere in ihren naturnahen Gehegen ins Blickfeld kommen. Unser Führer kannte sie alle und klärte uns auf, dass die Tiere im Zoo selten aus der Wildbahn kommen, sondern in einem Zoo geboren werden, und daher an das Leben im Zoo gewöhnt sind. In der Wildnis würden die gar nicht zurechtkommen. Auch werden Zootiere in der Regel erheblich älter als in der Wildnis da sie optimal medizinisch versorgt werden.
Unsere letzte Station war dann auch das Gehege der Bonobos, die zu den Menschenaffen gehören, zu denen unser Guide ein freundschaftliches Verhältnis hatte. Obwohl durch eine dicke Glaswand getrennt konnte man den Respekt und Wertschätzung zwischen Mensch und Tier erfahren.
Nun hatten wir noch gute 2 Stunden Zeit um uns andere oder besonders schöne Stellen anzusehen. Das führte uns zum mitten im Park angelegten Seerosenteich. Ein Höhepunkt des Tages mit seinen blühenden Wasserpflanzen, eine reine Augenweide und ein Ort zum Verweilen.
Die Zeit geht schnell vorbei. Man wäre gerne noch länger geblieben. Es gab noch viel zu entdecken. Der Bus wartet aber nicht
In guter Stimmung gings zurück nach Wörth.
Peter Lehmann
Autor:Obst- und Gartenbauverein Wörth am Main aus Wörth a.Main |
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