Fürstliche Abteikirche-Glocken
Restaurierte Kirchenglocke erklingt an Ostern
- Foto: Fürstenhaus zu Leiningen
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Das Glockengeläut der Fürstlichen Abteikirche in Amorbach wieder komplett:
Am 24.03.2025 schwebt die frisch restaurierte Kirchenglocke wieder ein
Seit 700 Jahren rufen die Glocken der Kirche in Amorbach Christen zum Gottesdienst und zum Gebet.
Die lange verstummte über 550 Jahre alte Glocke der Fürstlichen Abteikirche wird am 24.03.2025 wieder ihren angestammten Platz im Kirchturm finden. Mit ihren 270 Kilogramm zählt sie zwar zu den kleineren Glocken der Abteikirche, doch ihre Rückkehr stellt einen bedeutenden Moment für die Vervollständigung des Geläuts der Kirche dar, das aus acht Glocken besteht.
So beherbergt der Nordwestturm zwei gotische Zuckerglocken. Sie sind die ältesten und stammen beide aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, die schwerere (350 kg) trägt zwei Inschriften in lateinischer Sprache und figürlichen Schmuck: „Nimm mich an o Jungfrau, als angenehmes, dir geweihtes Geschenk – und lass es dir angelegen sein, durch mich den Deinen drohende Schäden zu erleichtern. Ebenso den gekrönten Christus mit der Schrift: O König der Herrlichkeit, komme mit dem Frieden“.
In Südwestturm hängen drei gotische Glocken, die im Jahr 1468 unter Abt Johannes Blenckener angeschafft wurden, darunter auch die zurückgekehrte Glocke. Sie trägt die Inschrift: „Im Namen des Herrn 1468 ist diese Glocke gegossen worden. Meine Aufgabe ist es, sämtliche Gefahren der Luft zu vertreiben.“ Diese Glocke trägt den Namen „Scholastika“ und ist besonders kunstvoll verziert. Auf ihrem Mantel finden sich zwei Plaketten, die das Jesuskind mit dem Kreuz und die Einhornjagd als Symbol der Menschwerdung Christi zeigen. Auch die beiden anderen großen Glocken tragen bedeutende Inschriften: Die schwerste von ihnen, mit einem Gewicht von 1100 Kilogramm, verkündet in lateinischer Sprache: „1468 wurde das Werk dieser Glocke vollendet; Beatrix geheißen, die Blitze vertreibend und ich verkünde die Feste.“ Die kleinere, mit einem Gewicht von 750 Kilogramm, trägt die Inschrift: „Im Jahre des Herrn 1468 wurde ich gegossen, Anna genannt. Den Trägen bin ich… die … werden durch meinen Klang nicht belästigt.“
Auf den südlichen Querhausdachreitern verbergen sich drei weitere funktionsfähige kleine Glocken aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die größte wurde von Abt Erhard Leyendecker angeschafft und trägt die Inschrift: „Hans Henschael zu Mainz goss mich im Jahre 1631“. Eine Rundplakette zeigt die Anbetung der Hirten und einen hl. Bischof (St. Martin?). Die mittlere, von Abt Engelbert Kinbacher angeschaffte, im Jahre 1745 von Georg Christoph Roth in Mainz gegossene und die kleinste von Abt Hyazinth Breuer angeschaffte und 1757 von Johann Martin Roth, Mainz gegossene Glocke.
„Wir sind stolz, dass die restaurierte Glocke nun wieder ihren Platz neben ihren Schwestern in der Abteikirche gefunden hat und erstmals an Ostern wieder in ihrer vollen Pracht erklingen wird, und danken allen, die uns bei diesem wichtigen Projekt unterstützt haben“, erklärt Andreas Fürst zu Leiningen.
Autor:Fürstenhaus zu Leiningen aus Amorbach |
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