Staufische Burgen prägen unser Landschaftsbild

Vorsitzender Bernhard Stolz bedankt sich bei Otto Reichert (links) für einen gelungenen Vortrag
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Bürgstadt. Als Auftakt für die Informationsreihe 2017 des Heimat- und Geschichtsvereins hielt vor 90 interessierten Zuhörern im Pfarrsaal Vorstandsmitglied Otto Reichert einen bebilderten Vortrag zum Thema „Auf den Spuren der Staufer“. Der Referent ging dabei in kurzweiligen Rückblicken auf das Zeitgeschehen des Mittelalters und Hochmittelalters ein und schilderte die auf den Tod von Kaiser Heinrich V. folgende Beendigung der Herrschaft der Salier. Nun entwickelte sich der Aufstieg des Geschlechtes der Staufer, die wohl aus dem Elsässischen stammend ihren Machtbereich über die südlichen Teile des heutigen Deutschland und des benachbarten Auslands ausdehnten. Dass diese Expansions- und Besetzungspolitik und das Streben nach der Königswürde nicht ohne Widerhall bleiben konnte, lag auf der Hand. Auseinandersetzungen mit adeligen Nachbarn, Bischöfen und sogar den Päpsten waren ständige Begleiter der staufischen Zeitepoche. Der allgemein wohl bekannteste Staufer war Friedrich I., der als Kaiser mit dem Beinamen „Barbarossa“ den obersten staufischen Machtgipfel besetzte. Er starb 1190 auf seinem dritten Kreuzzug in Kleinasien. In der Zeit der Staufer entstanden viele Burgen in einem besonderen Baustil, die vor allem Machtbeweise waren und Repräsentationszwecken dienten. In unserer Region entstanden z.B. von Wertheim bis Aschaffenburg fast alle Burgen und auch Kirchenbauwerke. Einzelne Burgen wurden auch als Lehen von den Staufern genutzt. Diese Burgen waren vor allem Bollwerke gegen die Bischöfe von Mainz, Fulda und Würzburg, wobei Bürgstadt in dieser Zeit eine strategisch wichtige Rolle spielte. Besonders aufschlussreich waren die Ausführung des Referenten zu dem Ergebnis, dass die heutige Burgendichte im Wesentlichen auf die Stauferzeit zurück zu führen ist und somit landschaftsprägende Zeugen für unsere heutigen Region sind. Aber auch die Herrschaft der Staufer hatte ein Ende. Nach dem Tode Kaiser Friedrich II. im Jahre 1250 brach die staufische Machtstellung zusammen und endete letztlich mit der am 29.10.1268 erfolgten Hinrichtung Konradins, des letzten Staufers. Die Zeit des Interregnums, der kaiserlosen Zeit, folgte.
Fazit der Erschienenen: es war wieder ein sehr interessanter und aufschlussreicher Vortrags-abend des Heimat- und Geschichtsvereins.

Autor:

Bernhard Stolz aus Bürgstadt

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