Grüße aus dem Mesolithikum.
Zehntausend Jahre altes Steinzeitwerkzeug landet im Museum Bürgstadt
- hochgeladen von Bernhard Stolz
Das Mesolithikum ist mit dem Ende der letzten Eiszeit und dem Beginn des Holozäns und dem Interglazial (Zwischenwarmzeit) verbunden. Vor ca. 11.000 Jahren veränderte sich das Klima schlag-artig. Die Eismassen verschwanden, Tundra und Permafrost machte Bäumen Platz, es gab wieder Waldtiere, Vögel und Fische.
Damals siedelte sich die sog. Maglemosekultur im Nordseeraum an. Es waren Jäger und Sammler, hochspezialisiert auf Jagd und Fischfang, die es verstanden mit Werkzeugen aus Feuerstein Einbäume und Paddeln herzustellen.
Die Eismassen schmolzen unaufhörlich. Von der Last des Eises befreit hob sich die skandinavische Landmasse um 100 m und der Meeresspiegel stieg im Mittel um 130 m, was riesige Überschwem-mungen verursachte. Die Ostsee entstand und das Doggerland wurde überflutet und machte England zur Insel. Mit Doggerland ging auch diese Kultur in den Fluten unter.
Das Museum Bürgstadt ist nun glücklicherweise um ein Exponat reicher: Eine begeisterte Besucherin unseres Museums, Frau Mechthild Axmann aus Dortmund, vermachte dem HGV Bürgstadt ein gefundenes Steinwerkzeug aus dieser untergegangenen Kultur, welches das stattliche Alter von über 10.000 Jahren aufweisen kann und im Museum (Öffnungszeiten Donnerstag – Sonntag 14 – 17 Uhr) bei freiem Eintritt zu besichtigen ist.
Autor:Bernhard Stolz aus Bürgstadt |
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