KDFB Bürgstadt - religiöser Besinnungstag 23.07.2014

Wo: KDFB, Mühlweg, 63927 Bürgstadt auf Karte anzeigen

Da hast DU mein Klagen in Tanzen verwandelt!
"Freude und Jubel, Bitte und Dank, Trauer und Schmerz, Not und Verzweiflung -
gezeigt an den Psalmen als allumfassendes Gebet"

In Vertretung der Vorsitzenden Hildegard Bucher begrüßte Judith Herwig die
Referentin, Frau Kerstin Gerlach (Pastoralreferentin, Großheubach) und die
zahlreich erschienenen Teilnehmerinnen inkl. kurzer Hinführung zum Thema
sowie Einstimmung mit einem Kanon.

Frau Gerlach begann ihr Referat mit einem Grund-Überblick und Aufbau/
Zeitgeschichtliches innerhalb der Bibel und der These: Die insgesamt ca.
150 Psalmen haben ihre Schönheit und Bedeutung auch nach 3000 Jahren
Geschichte nicht verloren - die Bibel ist wie eine kleine Bibliothek!
Psalmen sind lobpreisende Antwort auf alles, was ich/wir erfahren: Lob und
Klage, Freude und Trauer, Bitte und Dank, Gottesferne und Verzweiflung -
alles hat Platz im Angesicht Gottes. Der Psalm ist eine Art "Grundausstattung",
auch für Zeiten, in denen man nicht mehr beten kann - eine Art "Treppen-
geländer zum Entlang-Hangeln".

Als Beispiel von heute nannte die Referentin den Künstler und Theologen
Sieger Köder zu Psalm 18,30 = wirkliche Lebenserfahrung.
Auch in der Dichtkunst zeigt sich das immer wieder; Fazit: Vor Gottes Auge
ist Jeder ein Poet!

Im 2.Teil des Referates widmete sich Frau Gerlach dem Schwerpunkt KLAGE
u.a. mit Beispielen in den Psalmen 9,18,21,40,55,124, 142 - insbesondere
Psalm 30 als Danklied eines Einzelnen: einleitende Zusammenfassung/
Aufruf an den Kreis der Zuhörer/Rückblick auf die Not/Bericht von der Rettung
und erweiterndes Lob-Gelübde..." da hast DU mein Klagen in Tanzen ver-
wandelt!"
Auf die Frage: "Was wäre für SIE heute eine Art "Wohlfühlmoment" bzgl.
IHRER Gotteserfahrung?" gab es Antworten wie z.B. Gott wie ein Wohlfühlbad
empfinden; mit wohlwollend gesinnten Menschen umgeben sein; wie ein gutes
Buch; sich in der Natur am Main entlang mit dem Fahrrad bewegen; Dankbar-
keit am Ende des Tages, dass kein Unglück geschehen ist.

Abschließend folgte ihr Ratschlag für aktuellen Umgang mit den Psalmen heute:
Das Beten der Psalmen auf eigene positive/negative Lebenserfahrungen be-
ziehen und darüber nachdenken; gezielt passende Psalmtexte auswählen und
täglich damit umgehen = Gutes tun für die Seele!

Mit dem Wunsch, viele gute Erfahrungen der Gottesnähe beim Beten von
Psalmen machen zu können, beendete Frau Gerlach ihren Vortrag.

Mit dem herzlichen Dank für diesen hochinteressanten und bereichernden
Vormittag sowie einem selbstgefertigten Präsent von Juliane Reichert und
dem Schlusslied "Lobet und preiset ihr Völker den Herrn" ging eine begeisternde
Veranstaltung zu Ende!
(Walgildis Keilbart, Schriftführerin)

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