Künstlerentwurf für die Pfarrkirche St. Joh. d. Täufer Eisenbach

Wo: St Johannes der Täufer, Odenwaldstraße, 63785 Obernburg am Main auf Karte anzeigen

Infoveranstaltung im Haus der Begegnung vom 01.12.2015

Die Entscheidung des Künstlerwettbewerbs fiel auf den Entwurf der Künstler Susanna und Bernhard Lutzenberger. Drei Künstler wurden aufgefordert, in einem Wettbewerb ihren Entwurf für die Renovierung der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer zu erarbeiten. Zwei Künstler waren auch aus unserer Region dabei, die sich dieser Herausforderung stellten. Der Wettbewerb war anonym und es stellte sich schnell heraus, dass die Kunstkommission in Würzburg sowie auch die Kirchenverwaltung sich für das Künstlerehepaar Lutzenberger & Lutzenberger entschieden hat.
Herr Pfarrer Manfred Jarosch begrüßte die sehr zahlreich interessierten Besucher. Herr Architekt Hohm stellte das Künstlerehepaar Lutzenberger & Lutzenberger vor und hatte sie gebeten, ihren Entwurf zu präsentieren und zu erläutern. Frau Lutzenberger berichtete, dass auch der Altarraum ganz neu gestaltet, der Altartisch sowie der Ambo weiter nach unten platziert wird. Die Altarinsel ist eine zweistufige Insel im Chorraum. Hiermit erschließt sich der Kirchenraum neu – es gibt eine „neue Mitte“. Die liturgischen Orte sollen die neue Mitte markieren – deshalb auch einen blockhaften Stein …….. farblich nicht so hell ……
Altar und Ambo stehen bewusst auf der Ebene der Gemeinde. Also ist der Altarraum bis auf den Hochaltar zukünftig leer, außer geplanten Stühlen für die Messdiener.

Weiterhin begründeten die Künstler auch die neu gewählte Anordnung und Ausrichtung der Kirchenbänke. Die Bänke in den Seitenschiffen werden zum Altartisch hin gedreht und sollen so angeordnet werden, dass man also seitlich zu den Seitenaltären sitzt. Vor die Seitenaltäre kommt direkt eine Bank, so dass man untertags da auch direkt vor dem Altar ein „stilles Gebet“ verrichten kann. Im Hauptschiff sollen die Bänke so angeordnet bleiben wie bisher. Also breites Seitenschiff – hinten sieht man den „alten Teil“
Hierzu entstand eine längere, rege Diskussion aufgrund der geänderten Ausrichtung auf den Volksaltar und auf die Nebenaltäre. Eine Bürgerin gab zu bedenken, dass man bei den Maiandachten dann seitlich zum Marienaltar sitzt. Eine andere Bürgerin brachte Einwände, dass die Seitenaltäre nicht genügend berücksichtigt werden. Eine weitere Publikumsmeldung gab zu berücksichtigen, dass die Wege auch zu den Seitenaltären behindertengerecht sein sollen, damit die Rollstuhlfahrer auch in Begleitung einer Betreuung ihren Platz haben, wo sie ungestört beten können. Der Bewegungsradius des Rollstuhles sollte unbedingt berücksichtigt werden. Die Rollstuhlfahrer fühlten sich sehr wohl am Marienaltar. So wurde auch von einer interessierten Gläubigen der Einwand vorgebracht, dass nicht die nötige Ruhe und Konzentration zum Gebet gegeben ist, wenn man sich im Seitenschiff gegenüber sitzt. Man fühle sich somit nur beobachtet.
Weiterhin wird der mögliche neue Standort der St. Barbara-Figur, die sich momentan links vom Ambo an der Außenwand befindet, diskutiert. Auch hierzu gibt es unterschiedliche Meinungen. Es wird erwähnt, dass eine Vielzahl der Figuren von Eisenbachern gespendet wurde und diese auch wieder in die Gestaltung der Kirche mit einbezogen werden sollen.

Im Hauptschiff sollte auch kein Podest sein, wenn ich in die Bank einsteige - der Holzunterbau sollte mit dem Marmor bündig sein – so der Vorschlag von Zimmermeister Werner Appel, gerade auch für gehbehinderte Personen. Ein Podest wäre nur eine Stolperfalle. Außerdem gab er die Anregung zu überlegen, ob man den Altartisch und den Ambo nicht aus dem gleichen Gestein, nämlich aus Sandstein, (so wie der Taufstein auch ist) nehmen sollte. Es ist schließlich ein Gestein was auch typisch für unsere Region ist.
Der Taufstein ist ein Sandstein und kommt nach vorne. Wenn ich von hinten komme, entfaltet sich der Raum langsam nach vorne in der Entwicklung zum Volksaltar hin, so die Aussage von Frau Lutzenberger.
Ebenso wurde die Farbgebung und die etwaige Rücknahme der Stuckarbeiten angesprochen. Hierzu erklärt Architekt Hohm, dass ein Befundbericht von der Restauratorin Evelyn Büttner aus dem Jahr 1984 existiert, welcher die Original-Farben weitestgehend bestimmt hat. Auf diesen Befund soll sich die neue Farbgebung beziehen.

Die beiden Künstler gehen auf die Anregungen und Bedenken des Publikums ein und erklären ihre Absicht diese zu berücksichtigen. Sie erwähnen, dass auch eine 1 : 1 – Simulation als Bemusterung stattfindet, wenn die Rohbauarbeiten weitestgehend hinsichtlich der Stufenanlage abgeschlossen sind. Dann bietet sich auch die Möglichkeit, die Ausrichtung der Bänke zu simulieren.
Der bisherige Entwurf soll jedoch beibehalten und unter Berücksichtigung verschiedener Anregungen und in Abstimmung mit dem Diözesanbauamt Würzburg weiterentwickelt und bearbeitet werden.

Erica Neider

weitere Informationen: www.eisenbach.pg-lumen-christi.de/kirchenrenovierung

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