Staatliche Realschule Elsenfeld
Peer Think Präventionsprojekt
- Frau Richter an der Station "Lichtblicke";
- Foto: Rainer Schäfer
- hochgeladen von Staatliche Realschule
Peer Think: Prävention vor sexueller Gewalt
An drei Stationen konnten am 20 und 21. Mai die 6. Klassen eine Schulung zur Vorbeugung und zum Erkennen von sexueller Belästigung absolvieren. In jeweils einer Schulstunde konnten Vertreterinnen und Vertreter der Caritas, des Landratsamtes Miltenberg und der Polizeiinspektion Obernburg in jeweils einer Unterrichtsstunde die Sinne der Kinder schärfen, um hier richtige Einordnungen zu treffen.
An der Station „Lichtblicke“ der Caritas wurden die Schülerinnen und Schüler von Frau Richter mit Situationen und Aussagen konfrontiert, in denen sie entscheiden mussten, ob dies noch in Ordnung ist oder schon eine sexuelle Belästigung darstellt. Außerdem zeigte die Kursleiterin Daten, Fakten und Hintergründe zur sexuellen Gewalt auf. Darüber hinaus sollten die Schülerinnen und Schüler gewisse Handlungen einschätzen, z.B. ob das Herunterziehen der Badehose im Schwimmbad sexuelle Gewalt darstellt.
An der Station der Polizei Obernburg konnten Frau Amendt und Herr Fischer das Cybergrooming und Sextation sowie weitere digitale Belästigungen aufzeigen. Hierzu zeigte man Videos mit Kindern, die glaubten, mit einem gleichaltrigen Flirtpartner zu chatten, in Wirklichkeit steckten aber ein wesentlich älterer Mann, der ein Treffen wollte und eine Bande im Ausland dahinter, die Geld forderten, nachdem sie Nacktbilder erhalten hatten. Wichtige Infos zur Hilfe in solchen Situationen zum Eigenschutz waren, dass kein Geld gezahlt werden darf, man Hilfe bei Eltern und Polizei holen soll. Nicht mit Fremden zu chatten und keine intimen Bilder zu versenden gehören selbstverständlich zu den weiteren Präventivmaßnahmen.
Bei Sozialarbeiterin Frau Hildenbrand ging es um Situationen im Internet und wie man darauf reagieren sollte, z.B. auf Anfragen während eines Videospiels. Vor solchen und anderen Täterstrategien warnte man die Kinder eindringlich. Darüber hinaus tauschten sich die Jugendlichen mit der Referentin über ihre eigenen Erfahrungen der Schüler mit verschiedenen Situationen im Internet aus.
Alle waren sich einig, dass dieses Projekt einen wertvollen Beitrag im Rahmen der Alltagskompetenzen darstellt und zum Schutz vor sexueller Gewalt dient. Ein Dank geht an Jugendsozialarbeiterin Sandra Uhl, die das Vorhaben initiierte.
Gerne wiederholen wir es in etwas breiterem zeitlichen Rahmen im kommenden Schuljahr.
Realschule Elsenfeld
Autor:Staatliche Realschule aus Elsenfeld |
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