REISETIPP
Wellnessen mit dem Charme der Belle Èpoque von San Pellegrino Terme

Das Thermalbad in San Pellegrino Terme in der italienischen Lombardei nähe Mailand.
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  • Das Thermalbad in San Pellegrino Terme in der italienischen Lombardei nähe Mailand.
  • hochgeladen von Sylvia Kester

Mein Lebensmotto lautet:
"Deine erste Pflicht ist es, dass es dir gut geht. Denn wenn es dir gut geht, geht es auch allen anderen um dich herum gut!" Dem ist doch nichts hinzuzufügen.

Entsprechend habe ich mich sehr darauf gefreut es mir beim Wellnessen gut gehen zu lassen.

Schon Sebastian Kneipp sagte einmal „Gesund bleiben und lang leben will jedermann, aber die wenigsten tun etwas dafür. Wenn die Menschen nur halb soviel Sorgfalt darauf verwenden würden, gesund zu bleiben und verständig zu leben, wie sie heute darauf verwenden, um krank zu werden, die Hälfte ihrer Krankheiten bliebe ihnen erspart.“

Ich bin schon ein Mensch der es sehr sehr zu schätzen weiß, wenn es mir gut geht. Vielleicht hängt es mit dem Alter zusammen, dass man einfach eine andere Sichtweise auf die eigene Lebensqualität bekommt. Und Dinge die mir nicht gut tun versuchen zu vermeiden oder aber aus der Welt zu schaffen. Erschwerend kommt mit fortschreitendem Alter hinzu: Dein Körper nimmt dir jetzt doch öfters auch mal was krum. Im Durchhalten nächtlicher Gelage, ist man nicht mal mehr weniger als mäßig gut, es geht schon eher Richtung grottenschlecht.

Dazu haben manche Rücken, andere haben`s an den Füßen - bei einigen ganz Bedauernswerten ist es nicht nur das, die haben gleich "Körper"...

Deshalb, ist es wirlich nicht schlecht, es eben diesem auch ab und zu mal gut gehen zu lassen. Er hat es sich verdient!

Aber mal ehrlich, "Kneippen" hört sich jetzt nicht unbedingt glamourös an - muss es aber auch nicht. Denn, wenn "seinem Körper Gutes tun" so umgesetzt werden kann, wie in der Thermalterme von San Pellegrino, in der italienischen Lombardei, dann kann es von mir aus heißen wie es will...

Über die Region Bergamo berichtete ich übrigens bereits im 1. Teil in einem Blogbeitrag auf meinem Kunst- und Reiseblog. Im zweiten Teil stelle ich Ihnen das Thermalbad in San Pellegrino vor.

Früh am Tag ging es schon los - von Bergamo aus, wo ich übernachte, ins 24 km entfernte San Pellegrino Terme. Der knapp 5000 Einwohnerort liegt mitten in den italienischen Nordalpen im Val Brembana, am Fluß Brembo. Netterweise hatte sogar Bürgermeister Vittorio Millesi, sich eine Stunde für uns Presseleute Zeit genommen, um unsere Fragen zu beantworten.

Um 1900 herum, war San Pellegrino Terme ein mondäner und nobler Kurort vergleichbar mit Baden-Baden oder dem tschechischen Karlsbad, vor allem in Bezug auf sein Heilwasser. Einrichtungen wie die Badeanstalt, das Casino und das Grand Hotel hat man im Libertystil erbaut, also ganz nach meinem architektonischen Geschmack. Auch viele bekannte Persönlichkeiten der damaligen Zeit, verbrachten hier ihren Urlaub. Die Glanzzeiten als vornehmer Kurort sind allerdings schon lange vorbei.

Der Erste Weltkrieg hat dem aufschwingenden Tourismus damals ein jähes Ende gesetzt. Nur die grosszügige Kuranlage und das leer stehende Grand Hotel im opulenten Belle-Époque-Stil zeugen noch vom Glanz und Glamour der vergangenen Tage. Dies, so der Bürgermeister, versuche man seit 5 Jahren nun zu ändern. Es soll wieder ein attraktives Reiseziel werden. Und dazu trägt vor allem auch die QC Terme bei.
Und ich muss sagen: du bist überwältigt wenn du davorstehst!

Das ändert sich auch nicht mit Eintritt in die Räumlichkeiten, in die auch das ehemalige Casino integriert wurde. Wow! Man fühlt sich auf Anhieb zurückversetzt in die Belle Époche – wenn noch Leonardo di Caprio um`s Eck käme… es würde mich nicht wundern!

Auch wenn der damalige Keiderstil den heutigen weißen Bademänteln weichen musste, dieser Wellnesstempel ist für Entspannungsliebhaber ein wahr gewordener Traum. Von den Anwendungsbereichen im Spa konnte ich, aufgrund der Besucher, natürlich keine Fotos machen. Aber ich kann Ihnen versichern, die Kombination aus ultramodernem Neubau und Historie ist wirklich gelungen.

Entspannende Ruheräume sind thematisch eingerichtet und auch im Saunabereich hat man die Qual der Wahl zwischen Salz-, Heu, Chinotto-, Panorama, Bio- oder Kinosauna. (Benutzung allerdings nur in Badebekleidung). Es gibt verschiedene Dampfbäder, Wassermassagen und sogar ein Unterwassermusikbad. Um hier nur mal einen kleinen Auszug zu nennen.

Sie können Kneippen, eine Massage buchen oder einfach nur im Ruheraum mit echtem Kamin, auf kuscheligen Schaukelstühlen und entspannter Musik relaxen. Insgesamt sind 36 Anwendungsbereiche im Thermalrundgang vorhanden.

In der Umkleide wurde ebenfalls an alles gedacht, Abschminckutensilien, Düfte, Cremes sogar Glätteisen werden der Damenwelt zur Verfügung gestellt. Leider hatten wir nur einen 3-stündigen Aufenthalt und ich kann hier nur ein bedingtes Feedback geben. Aber allein diese Architekturkunst näher zu bewundern, dafür hat sich für mich der Besuch schon gelohnt.Infos:

Preis-Leistung pro Tag mit zwischen 40-50 Euro p. P. inkl. Bademantel, Handtücher und FlipFlops ist stimmig. Sie benötigen also keinerlei eigenes Equipement. Ein Tipp: Die Bademäntel haben leider keine Taschen. Wenn Sie also etwas verstauen wollen, nehmen Sie sich einen Beutel mit.

Gegen einen Aufpreis von 24 Euro ist auch ein Antipasti-Buffet mit Getränken inbegriffen.

Übrigens: Das Grand Hotel wird derzeit ebenfalls restauriert und auch dieses ist ein Schmuckstück in etwas größerer Dimension. Bürgermeister Millesi meinte noch, falls wir Deutsche Investoren dafür begeistern könnten – er würde sich freuen…

Infos:
QC Terme San Pellegrino

Und den 1.Teil in einem Blogbeitrag über die Region Bergamo sowie weitere Tipps finden Sie HIER auf meinem ReiseBlog kunstecht & travel

Offenlegung: Das Fremdenverkehrsamt Visit Bergamo hat mir die Reise ermöglicht. Vielen Dank, auch für die tolle Organisation!

Autor:

Sylvia Kester aus Elsenfeld

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