Ein Leben lang Haltung zeigen
SPD gratuliert langjährigem Mitglied
- v. l. n. r. Michail Fotokehagias, Peter Frost und Anna Becker
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Am 15. Juli gratulierten Vertreterinnen und Vertreter des SPD-Ortsvereins Elsenfeld dem langjährigen Mitglied Peter Frost zu seinem 85. Geburtstag. In einer bewegenden Gesprächsrunde mit dem Ortsvereins-Vorsitzenden Michail Fotokehagias und der Ortsvereins-Stellvertreterin Anna Becker wurde nicht nur zurückgeblickt auf ein beeindruckendes Leben voller Engagement, sondern auch über Grundwerte, politische Standfestigkeit und die Herausforderungen unserer Zeit gesprochen.
Peter Frost ist seit 1995 SPD-Mitglied, doch seine Prägung reicht weiter zurück: Als langjähriger Gewerkschafter und Bergmann, der zehn Jahre unter Tage gearbeitet hat, kennt er Solidarität nicht nur als Schlagwort, sondern als existenzielle Erfahrung. „Unter Tage passt einer auf den anderen auf, daher kommt das Wort Kumpel“, so Frost im Gespräch. Schon früh wurde er politisch aktiv, nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Überzeugung.
Seine Haltung zur SPD ist realistisch und reflektiert. Auch wenn ihn manche politische Entscheidung „da oben“ nicht immer überzeugt habe, sei er stets geblieben, „weil ich etwas verändern will, nicht weil mir alles gefällt.“ Für ihn ist es eine Frage des Rückgrats, auch in schwierigen Zeiten Verantwortung zu übernehmen. Parteiaustritte oder Rückzug seien für ihn nie eine Option gewesen: „Man muss sagen, was einen bewegt, und wenn es nicht passt, versucht man es zu ändern.“
Frosts Einsatz beschränkte sich nicht auf Politik und Gewerkschaft. Über Jahrzehnte hinweg engagierte er sich ehrenamtlich im Fußballverein Elsava 1913 Elsenfeld e.V. und unterstützte Kinder- und Jugendmannschaften. „Was von Herzen kommt, muss freiwillig und unentgeltlich sein“, so sein Leitsatz.
Auch gesellschaftliche Entwicklungen nimmt Peter Frost wach und kritisch wahr. Über Social Media-Debatten, Politikverdrossenheit und gesellschaftliche Spaltung spricht er klar und unaufgeregt, mit dem nüchternen Blick eines erfahrenen Realisten, der sein Leben lang „geradeaus gesagt hat, was Sache ist“.
Sein Wunsch an die SPD? Weniger Zögern, mehr Mut. „Man muss Positionen vertreten und dabei Haltung zeigen, ohne jemanden zu beleidigen, aber auch ohne sich zu verstecken.“ Für ihn ist klar: Die SPD müsse wieder stärker hörbar werden, auch auf kommunaler Ebene. „Wir dürfen nicht so leise sein.“
Mit einem herzlichen Dank für sein Engagement und einem gemeinsamen Rückblick auf ein außergewöhnliches Leben verabschiedeten sich die Genossinnen und Genossen, voller Respekt vor einem Mann, der sich nicht nur erinnert, sondern sich bis heute aktiv einmischt und der nicht aufgibt, an das Gute im Miteinander zu glauben.
Autor:SPD-Elsenfeld aus Elsenfeld |
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| elsenfeld@spd-unterfranken.de | |
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