Schulaustausch im Baskenland
HSG-Roboterbauende in Bilbao
- hochgeladen von Dirk Simon (Presse HSG)
HSG-Schüler erkunden Bilbao beim Gegenbesuch des Erasmus-Projekts „Smart European Makers”
Vom 27. Februar bis 7. März reisten HSG-Schüler gemeinsam mit Frau Ühlein und Frau Spinnler ins spanische Baskenland – als Gegenbesuch für eine Gruppe aus Erandio, die bereits in der ersten Schulwoche nach den Herbstferien in Aschaffenburg zu Gast gewesen war. Vom Aschaffenburger Hauptbahnhof ging es per Flug nach Bilbao; am Flughafen blieb sogar Zeit, den neuen SkyTrain auszuprobieren und das Treiben auf dem Vorfeld zu beobachten.
Ankommen, Erkunden, Eintauchen
Nach der Landung wurden die Schüler in der Partnerschule in Erandio, einem nördlichen Stadtteil Bilbaos, von ihren Austauschpartnern empfangen und anschließend von den Gastfamilien in die Wohnviertel mitgenommen. Die Stadtteile lagen zwar weit auseinander, dank der gut ausgebauten Metro fanden sich die Gruppen aber regelmäßig abends in Astrabudua zusammen.
Das erste Wochenende gehörte den Familien: Guggenheim-Museum, Stadion und Theater im Stadtzentrum, dazu ein Wasserball-Spiel am Samstagnachmittag – und am Sonntag ein Ausflug an die Atlantikküste. San Juan de Gaztelugatxe, die Felseninsel bekannt aus Game of Thrones, und die Surferstadt Mundaka sorgten für unvergessliche Eindrücke. Abends traf sich die Gruppe meist in Astrabudua, dem gemeinsamen Wohnviertel.
Schule, Technik, Kunst
Der erste richtige Schultag offenbarte klare Unterschiede zur HSG: Nur rund 400 Schülerinnen und Schüler besuchen die Partnerschule, eine Mensa gibt es nicht – die Pause verbringt man stattdessen im nahe gelegenen Supermarkt. Nach einer Schulführung in zwei Gruppen startete das gemeinsame Projekt: Aus Arduino-Bausätzen entstanden funktionierende Feuchtigkeitssensoren – Technik zum Anfassen.
Tags darauf führte der Weg zu DigiPen, einer Hochschule für Videospielentwicklung, wo im Workshop ein eigenes Jump-‘n’-Run auf Basis des Klassikers „Flappy Bird” programmiert wurde. Am Nachmittag folgte das Guggenheim-Museum: Auf 11.000 m² begegnet man zeitgenössischer Kunst zu Themen wie Klimawandel und Lebensstil. Vor dem Eingang wartet „Puppy” – ein riesiger Hund aus Blumen und Pflanzen – als beliebtes Fotomotiv.
Geschichte, die bleibt
Besonders eindrücklich war der Besuch in Gernika, dem politischen Herz des Baskenlandes. Die Stadt wurde im April 1937 von der deutschen Condor-Legion im Auftrag Francos bombardiert – hunderte Zivilisten kamen ums Leben. Ein Ort, der nachdenklich stimmt und noch lange nachwirkt.
Heimwärts
Die Woche verging wie im Flug. Ungewöhnlich für Bilbao, das sonst für sein nasses Atlantikklima bekannt ist: Die Tage waren durchgehend warm und sonnig. Erst am Abreisetag zeigte das Wetter sein gewohntes Gesicht. Nach dem Abschied von den Gastfamilien trat die Gruppe die Heimreise Richtung Untermain an – im Gepäck neue Freundschaften, technisches Know-how und bleibende Eindrücke.
Autor:Dirk Simon (Presse HSG) aus Erlenbach a.Main |
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