Bürgerspaziergang mit Impulsen
Gemeinsam!

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"Gemeinsam einen Schritt weiter gehen" – das war das Motto für das „EngelbergExperiment“. Einem Waldspaziergang mit Impulsen rund um das Thema „Vertrauen“. Mehr als 40 Teilnehmende fanden sich ein, um gemeinsam in unserer Gesellschaft voran zu kommen. Zumindest an diesem Tag machten alle Beteiligten einen Schritt in Richtung „Haltung zeigen und Verantwortung übernehmen“.
Ausgangspunkt war ein Bürgerworkshop zur Entwicklung einer zeitgemäßen Haltung als Bürgerinnen und Bürger im November 2025. Dann diskutierte das EngelbergGespräch das Thema „Vertrauen – in unsicheren Zeiten“. Für Rebecca Lang und Christine Hartlaub war es der entscheidende Impuls, um den Stationenlauf „Gemeinsam einen Schritt weiter gehen“ auszurufen.
Station 1: Vertrauen finden (Rebecca Lang)
Der Einstieg diente dem Kennenlernen und regte zugleich ein Nachdenken über die eigene Vertrauensbasis an. Zu Beginn war es noch leicht darauf zu antworten, ob man eher die „geordnete Struktur“ oder das „kreative Chaos“ liebt. Zwiespältig wurde es, als die Frage nach „Sex am Morgen“ oder „Sex am Abend“ gestellt wurde. Vertrauen ist eben eine Frage von Situation und Person – und damit eine Frage von Beziehung. Mit einem Gesprächsimpuls zu Erfahrungen mit Vertrauen und Misstrauen ging es dann vom Parkplatz Kloster Engelberg in den sonndurchfluteten Spessartwald.
Station 2: Haltung zeigen (Christine Hartlaub und Rebecca Lang)
Dort war auch schon bald die nächste Station vorbereitet: „Haltung zeigen“. In kleinen Workshops und Übungen waren die Teilnehmenden eingeladen sich mit sich selbst und unserem gesellschaftlichen Zusammenleben auseinander zu setzen. Immer mit einer Aufforderung die eigene Haltung zu bestimmen. Themenfelder waren: Zivilcourage, Glück, Solidarität, Kirche, Demokratie, Bürgerschaftliches Engagement und Konsum. Unter anderem wurde mehr Eigenverantwortung in Erziehungsfragen, in der Höhe der Steuern, in der Gesundheitsvorsorge, der Nachbarschaftshilfe und dem Umweltschutz gefordert. Zugleich ergab eine Abstimmung, dass sich die allermeisten Teilnehmenden über ihre aktuelle Engagementbereitschaft hinaus in die gesellschaftliche Entwicklung einbringen wollen.
Station 3: Schöner streiten (Joachim Schmitt)
Nach einer kleinen Einführung in das "1x1 der Streitkultur" waren die Teilnehmenden eingeladen, sich im konstruktiven Streit zu üben. Dabei ging es nicht um die privaten Verhältnisse, sondern um die großen und manchmal kleinkarierten Spaltungsfragen unserer Gesellschaft: Sozialist-Kapitalist, Coronleugner-Coronaschützer, Militarist-Pazifist, Lastenradler-Vollgasfahrer, Gendersprachler:in-Traditionssprachler, Grenzschützer-Lebensschützer. In verteilten Rollen wurde eskaliert, deeskaliert, geklärt und versöhnt. Es war eine kleine Übung, um mit den großen Konflikten unserer Zeit im Zusammenspiel mit Nachbarn und Kollegen etwas besser umgehen zu können.
Station 4: Spuren hinterlassen (Christine Hartlaub)
Nach einer Picknickpause ging es in den Endspurt. Auf dem Weg sammelten die Teilnehmenden schon diverse Zutaten für ein kleines „Natur-Kunstwerk“. Aus Zweigen, Steinen, Blüten und Flechtwerk wurde nach und nach ein „Land-Art“ geschaffen, das die Teilnehmenden und alle zukünftigen Passanten an die Erfahrungen und Reflexionen des Tages erinnert. Auf diese Weise wurde ein kraft- und liebevolles Gebilde geschaffen, das sich aus dem zusammensetzt, was „Gemeinsam“ an diesem Tag entstanden ist.
Station 5 Licht anzünden (Marcus Schuck)
Der Schlusspunkt fand im Franziskusgarten vom Kloster Engelberg statt und wurde von der Singgruppe Roßbach mitgestaltet. Mit berührenden Liedern und nachdenklichen Texten wurden die Teilnehmenden eingeladen, ihr ganz persönliches „Licht der Hoffnung“ in die Welt zu stellen. Viele im stillen Gedenken, aber auch in ausgesprochener Dankbarkeit fand so ein intensiver Waldspaziergang sein Ziel. In diesem Moment war auch spürbar, dass die Erfahrungen bei der einen oder anderen Person über den Moment hinaus etwas in Bewegung gebracht haben.
Natürlich verblieben die meisten noch zur Einkehr im Biergarten der Klosterschänke. Es war ein Genuss bei Kaffee, Wasser oder Bier weiter im Austausch zu sein. Gemeinsam!
Weiterführende Impulse (KAB sozial & gerecht)
Hier findet sich das Manifest für zivilgesellschaftliches Engagement wie es im Bürgerworkshop entwickelt wurde: „Haltung zeigen – Verantwortung übernehmen“ Teil 1: Wie wir unser Gemeinwesen und Zusammenleben stärken. Unterschriftsbekundung gerne via eMail an kontakt@sozialundgerecht.com
Hier findet sich die Einladung zur Gründung einer "Projektgruppe Bürgerbeteiligung im Landkreis Miltenberg" am 9. Mai im Bürgerhaus Obernburg (B-OBB).

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