Einkochen eine alte, aber nicht veraltete Methode der Vorratshaltung
- Ein eingemachtes Glas Rotkohlsalat ist eine schnelle und gesunde Möglichkeit eine Mahlzeit zu ergänzen.
- Foto: Corina Klein
- hochgeladen von Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Karlstadt
Haltbarmachen ist in. Dies zeigte der ausgebuchte Einkoch-Workshop, der im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Garten im Klimawandel“ stattfand. Eingeladen hatten das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Karlstadt, der Agenda 21-Arbeitskreis Umwelt und die VHS zum Kurs „Vorratsküche - Durch Einkochen Obst, Gemüse und Ge-richte länger haltbar machen - Meal Prep“ eingeladen.
16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren in die Schulküche AELFs Karlstadt gekommen, um unter der Anleitung von Hauswirtschaftsreferentin Carmen Wenzel das Einkochen von Gemüse praktisch zu erlernen. Nicht nur Obst oder verschiedenen Gemüsesorten, sondern auch eine Menge anderer Köstlichkeiten bin hin zu Suppen lassen sich auf diese Art und Weise konservieren.
„Wer einen eigenen Garten hat, kennt das Problem“, so Ilse Krämer Agendabeauftragte des Landkreises Main-Spessart, „die Ernteerfolge sind manchmal größer als der aktuelle Bedarf. Das Einkochen ist hier eine gute Lösung“.
War das Einkochen bei den früheren Generationen noch eine allseits bekannte und gängige Methode, um auch im Herbst und Winter noch das eigene Gemüse auf den Teller zu bringen, ist diese Vorratshaltung mittlerweile durch das Einfrieren etwas in Vergessenheit geraten.
„Doch möchte man eine große Gemüse- oder Obstmenge haltbar machen, ist das Einkochen besser geeignet, weil man das Eingemachte energiesparend und ohne Platzprobleme für längere Zeit lagern kann“,
unterstreicht Corina Klein, Ernährungsfachfrau vom AELF die Vorteile dieser Vorratshaltung. Auch ist der Inhalt schnell für eine Mahlzeit zu verwenden, da ein zeitaufwändiges Auftauen entfällt. Wer keinen Einkochautomat besitzt, kann sich auch mit einem Dampfdrucktopf oder dem Backofen behelfen.
Die Referentin gab wichtige Hintergrundinfos und zeigte praktisch, wie das Einkochen sicher gelingt und die Ergebnisse auch kulinarisch überzeugen. Gemeinsam wurden ein Rotkrautsalat und ein pikanter Kürbis zubereitet und eingekocht. Eine wichtige Regel, die gern vergessen wird, gab die Referentin für den Einkocherfolg mit auf den Weg: Wird das Lebensmittel heiß in die Gläser gefüllt, muss das Wasser (egal ob Schnellkochtopf, Einkochautomat oder Backofen) auch heiß bzw. warm sein. - Ist das Lebensmittel kalt, muss das Wasser auch kalt sein.
Die Teilnehmer erhielten nicht nur praktische Anleitung, sondern auch nützliche Rezepte. „Ich freue mich schon, die Ideen jetzt zuhause umzusetzen“, zeigte sich eine Teilnehmerin begeistert von der Veranstaltung.
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.