Regionalplan-Aktualisierung beschlossen
Flächeneffizientes Bauen und eine Mobilität der kurzen Wege
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In seiner letzten Sitzung der Amtsperiode hat der Planungsausschuss am Freitag, den 6. Februar 2026 als besonderen Meilenstein seiner Arbeit die Kapitel „Siedlungsstruktur“ und „Mobilität“ des Regionalplans neu gefasst. Damit legt der Regionale Planungsverband zukunftsweisende Grundlagen für eine intensiv abgestimmte, nachhaltig ausgerichtete und generell zukunftsorientierte Entwicklung der Region des Bayerischen Untermains.
„Mit dem Beschluss der beiden überarbeiteten Kapitel schaffen wir eine zukunftsweisende und praxisnahe Grundlage für die Entwicklung unserer Region in den kommenden Jahren. Wir unterstützen eine klimafreundliche Siedlungsentwicklung, die Freiflächen schützt, den Ausbau bestehender Siedlungszentren ermöglicht und gleichzeitig eine moderne Mobilitätsstruktur mit kurzen Wegen fördert und darüber hinaus eine bedarfsgerechte Flächenentwicklung für mehr Wohnraum und Wirtschaftswachstum nicht ausschließt.“, betonte Landrat und Verbandsvorsitzender Dr. Alexander Legler im Rahmen der Sitzung.
Den neuen Entwurf der beiden Kapitel hatte der Planungsausschuss in seiner Sitzung vom 25. Juli 2025 beschlossen. Im Anschluss wurde er vom 19. September 2025 bis 20. Oktober 2025 öffentlich ausgelegt und erhielt eine breite Zustimmung. Zahlreiche Kommunen sowie Träger öffentlicher Belange hatten daraufhin Stellung genommen. Die Rückmeldungen fielen dabei überwiegend positiv aus. Besonders hervorgehoben wurden die Praxisnähe der Festlegungen und deren potentiell positive Wirkung auf das Klima und die Umwelt. Gleichzeitig begrüßen die Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft wie die Industrie- und Handelskammer die ambitionierten Mobilitätsziele als Beitrag zur Stärkung der Wirtschaft am Bayerischen Untermain.
Das überarbeitete Kapitel zur Siedlungsstruktur enthält neue Leitlinien zur Wohndichte, Klimaanpassung und ressourcenschonender Flächennutzung. Zentraler Gedanke ist es, die Siedlungsentwicklung stärker an der bestehenden Infrastruktur auszurichten um eine „Region der kurzen Wege“ zu schaffen. Dabei ist es das Ziel, möglichst viele unbebaute Freiflächen zu erhalten, indem die Dichte in bereits bebauten Gebieten maßvoll erhöht, gemischte Nutzungsformen gefördert und in diesem Zuge vielfältige Wohnformen ermöglicht werden.
Die neuen Regelungen im Regionalplan bieten den kommunalen Entscheidungsträgerinnen und -trägern einen verbindlichen Rahmen und lassen zugleich Gestaltungsspielräume für individuelle Entwicklungskonzepte.
Das Kapitel zur Mobilität wird seinem Anspruch gerecht, das Rückgrat einer nachhaltigen Entwicklung zu sein, und greift dafür auf die Empfehlungen des REMOSI-Gutachtens zurück. Dafür werden die Sicherung von Trassen für den Ausbau und die Elektrifizierung von Bahnstrecken definiert und neue Haltepunkte sowie Radschnellverbindungen und Radwegebrücken vorgesehen. Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen zum Güterverkehr, den öffentlichen Verkehrsmitteln, der Straßeninfrastruktur, der Binnenschifffahrt und dem Luftverkehr ausgeführt.
Mit diesen Festlegungen sollen Verkehrsströme effizienter gelenkt, Straßen entlastet und die Region insgesamt klimafreundlicher und konkurrenzfähiger aufgestellt werden. Der Regionalplan wird den Gebietskörperschaften künftig auch dabei helfen, Fördermittel gezielter für sich zu gewinnen.
Die enge Verzahnung der beiden Kapitel „Siedlungsstruktur“ und „Mobilität“ bildet das Fundament einer nachhaltigen Regionalentwicklung am Bayerischen Untermain. Mit klaren Leitplanken und doch flexiblen Handlungsspielräumen bietet der Regionalplan den Kommunen und regionalen Akteurinnen und Akteuren die Orientierung für eine klimafreundliche Entwicklung der Region in den kommenden Jahren.
Autor:Landratsamt Aschaffenburg aus Landkreis Aschaffenburg |
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