Photovoltaik in Goldbach
Erstes ELA-Projekt wird gebaut

Das erste Projekt des Energiewerks Landkreis Aschaffenburg - kurz ELA - trifft auf beachtlichen Zuspruch in der Goldbacher Bevölkerung. Innerhalb von nur 47 Stunden wurde die zum Crowd Funding ausgeschriebene Summe von 500.000 Euro erreicht. Von Dienstag, den 1. September 2026 ab 18:00 Uhr bis Donnerstag, den 3. September 2026 um 17:00 Uhr haben sich 127 Personen an der Finanzierung beteiligt und werden in den kommenden zehn Jahren eine attraktive Verzinsung von fünf Prozent für ihr Darlehen erhalten.

Die 500.000 Euro sind als wesentlicher Teil des Eigenkapitals in die „Solarenergie Landkreis Aschaffenburg GmbH & Co. KG“ eingeflossen, die künftig die Photovoltaik-Anlage am Goldbacher Stumpertsacker betreiben wird. Über die Hälfte ihrer Anteile liegen in kommunaler Hand, so dass die Wertschöpfung in der Region verbleiben wird. Beteiligt sind unter anderem das ELA, der Markt Goldbach sowie das Elektrizitätswerk Goldbach-Hösbach - kurz EWG.

Landrat Dr. Alexander Legler bilanziert: „Dass mittels Bürgerbeteiligung in weniger als zwei Tagen die beachtliche Crowd-Funding-Summe erreicht werden konnte, ist eindeutiger Beleg dafür, dass unsere Grundidee zur Gründung des ELA genau richtig war. Die Menschen müssen aktiv in die Energiewende einbezogen werden und von den Einnahmen profitieren können. Unsere Projekte sind Projekte aus der Region für die Region und damit immer auch für die Menschen vor Ort. Auf diese Weise lassen sich die Menschen für erneuerbare Energien begeistern: Die Kommunen geben bei der Ausgestaltung das Ruder nicht aus der Hand, sondern gestalten die Energiewende gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern, die auch finanziell von den einzelnen Vorhaben als nachhaltige Kapitalanlagen profitieren können.“

Die Photovoltaik-Anlage als dem ersten Projekt des ELA wird voraussichtlich Anfang Oktober in Betrieb gehen und im Peak eine Leistung von 4,83 Megawatt erreichen können. Ausgestattet mit einem Batteriespeicher, der eine Kapazität von 5.000 Kilowattstunden umfasst sowie eine Leistung von 2.500 Kilowatt, soll die Anlage künftig rund 4.800 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen und damit rund 1.000 Vier-Personen-Haushalte versorgen können. Stellt man diese Leistung einer fossilen Stromerzeugung gegenüber, errechnet sich eine Einsparung von fast 3.200 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr. In den kommenden Wochen werden noch die Trafo- und Übergabestation sowie der Speicher verbaut werden.

Das ELA ist ein gemeinsames Kommunalunternehmen von Landkreisgemeinden sowie dem Landkreis selbst und arbeitet auf Landkreisebene an der Energiewende sowie einer möglichst weitreichenden Souveränität in der Stromversorgung. Kerngedanke ist es, dass die Kommunen maßgeblich das Steuer in der Hand behalten und gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern von den Einnahmen profitieren. Dafür erarbeitet das ELA konkrete Projekte bis hin zur Baureife. Durch die Veräußerung an Projektgesellschaften, an denen sich die örtliche Gemeinschaft beteiligen kann und die dann zum Bauherrn sowie Betreiber der Anlagen werden, bleibt die Wertschöpfung in der Region - ganz unter dem Motto „aus der Region, für die Region“.

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