Polizeibericht
Main-Spessart | Granatenfund, Falsche Spendensammler an Supermärkten, Brand in Wohnung, Mercedesstern von einer Motorhaube entwendet, Spiegelberührung im Gegenverkehr
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Pressebericht des PP Unterfranken vom 30.07.2026 - Bereich Main-Spessart
Granatenfund - Finder verhält sich richtig - Kampfmittelräumdienst eingeschaltet
GRÄFENDORF, OT SCHONDERFELD, LKR. MAIN-SPESSART. Ein Mann hat am Mittwochnachmittag in der Saale einen Gegenstand gefunden, der sich später als Granate entpuppte. Ein Einsatz des Kampfmittelräumdienstes war die Folge.
Der Finder war gegen 16:00 Uhr im Bereich der Saalebrücke baden, als er dabei einen Gegenstand fand, den er zunächst für eine alte Flasche hielt. Als der Badende erkannte, dass es sich offenbar um eine Granate oder etwas ähnliches handelte legte er sie vorsichtig auf den Boden und verständigte verantwortungsbewusst die Polizei.
Nach Sichtung des Fundes und Einschätzung der Beamten wurde der Kampfmittelräumdienst hinzugezogen, der den Gegenstand als Granate aus dem 1. Weltkrieg identifiziert hat. Die Experten haben die Granate an sich genommen, um sie unschädlich zu machen.
Die Polizei Gemünden möchte den Finder und sein Verhalten ausdrücklich loben. Generell gilt bei Fundmunition:
• Berührungsverbot: Lassen Sie den Gegenstand am besten exakt so liegen, wie Sie ihn vorgefunden haben.
• Abstand halten: Entfernen Sie sich umgehend mehrere Meter von der Fundstelle.
• Stopp bei versehentlichem Aufheben: Haben Sie das Objekt bereits aufgehoben, legen Sie es vorsichtig und sachte wieder ab. Niemals werfen!
• Erschütterungen vermeiden: Stellen Sie Arbeiten im Umkreis (z. B. Graben mit dem Spaten, Arbeiten mit Detektoren) sofort ein.
• Notruf wählen: Alarmieren Sie unverzüglich die Polizei über die 110 oder kontaktieren Sie die örtliche Polizeidienststelle. Diese verständigt direkt den professionellen Kampfmittelräumdienst
• Vor Ort warten: Bleiben Sie in sicherer Entfernung am Ort, um die eintreffenden Einsatzkräfte einzuweisen.
Falsche Spendensammler an Supermärkten - Polizei sucht mögliche Geschädigte
GEMÜNDEN A. MAIN, LKR. MAIN-SPESSART. Am Mittwochnachmittag waren mutmaßliche Betrüger im Bereich von Supermärkten unterwegs. Die Polizei ermittelt in der Sache.
Gegen 14:00 Uhr wurden der Polizei Gemünden verdächtige Personen in der Würzburger Straße im dortigen ALDI mitgeteilt. Offensichtlich hatten die zunächst Unbekannten Personen angesprochen und um Spenden gebeten.
Bei Eintreffen der verständigten Polizei konnten die Beamten noch eine 20-jährige Deutsche feststellen, die in Verdacht steht Teil der Gruppe gewesen zu sein, die versucht haben soll betrügerisch Geld zu erlangen. Gegen die Frau wird nun ermittelt. Sie wurde nach den notwendigen polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.
In diesem Zusammenhang suchen die Ermittler nach einem noch unbekannten älteren Paar. Wie sich in den weiteren Ermittlungen herausgestellt hat, sollen der Mann und die Frau den mutmaßlichen Betrügern im angrenzenden Tegut Geld überreicht haben.
Das noch unbekannte Paar und auch mögliche weitere Zeugen und Geschädigte werden gebeten, sich bei der Polizeistation Gemünden unter Tel. 09351/9741-0 zu melden.
Die Polizei nimmt den Fall zum Anlass und gibt Tipps gegen Spendenbetrug:
• Beim Spenden gilt auch, was in vielen Lebensbereichen richtig ist: Übergeben Sie Geld nie an unbekannte Personen. Setzen Sie beim Spenden auf Einrichtungen und Projekte, die Sie persönlich kennen. Informieren Sie sich im Zweifel in Ruhe und mit Bedacht über die Organisation, die Sie unterstützen möchten.
• Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen - weder beim Spenden noch in anderen Situationen. Sie müssen forsches oder gar bedrohliches Verhalten, z.B. durch Spendensammler nicht tolerieren. Informieren Sie bei aggressivem Vorgehen die Polizei unter der Notrufnummer 110.
• Besonders emotionale Appelle und angstmachende Botschaften seitens der Spendeneintreiber sollten jeden misstrauisch machen. Solches Verhalten ist typisch für unseriöse Organisationen.
Brand in Wohnung - Ursache mutmaßlich technischer Defekt
KREUZWERTHEIM, LKR. MAIN-SPESSART. Am späten Mittwochabend ist es zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus gekommen. Die Ursache dürfte bei einer defekten Spülmaschine zu suchen sein.
Polizei und Feuerwehr wurden gegen 23:00 Uhr zu dem Feuer in der Gäulsgasse alarmiert. Die Bewohner hatten sich gegenseitig gewarnt und bereits bei Eintreffen der Einsatzkräfte selbständig aus dem Mehrparteienhaus begeben.
Die Feuerwehr konnte den Brand im Erdgeschoss des Hauses schnell löschen. Betroffen war vor allem die dortige Küche.
Den bisherigen Erkenntnissen nach dürfte ein technischer Defekt an einer Spülmaschine das Feuer ausgelöst haben.
Die drei Bewohnerinnen des Hauses im Alter zwischen 22 und 72 Jahren haben leichte Rauchvergiftungen erlitten und mussten medizinisch behandelt werden.
Der Sachschaden wird derweil auf rund 25.000 Euro geschätzt. Die Polizei Marktheidenfeld ist mit den weiteren Untersuchungen zum Geschehen betraut.
Weitere Zeugenaufrufe
Polizeiinspektion Lohr
PARTENSTEIN, LKR. MAIN-SPESSART. Wie der Polizei erst aktuell bekannt wurde, hat ein Unbekannter zwischen Freitag, 20:00 Uhr, und Samstag, 10:30 Uhr, einen Mercedesstern von einer Motorhaube entwendet. Das Fahrzeug war im Sandweg auf einem Privatparkplatz abgestellt.
Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Lohr a. Main unter Tel. 09352/8741-0 entgegen.
Polizeiinspektion Marktheidenfeld
ROTHENFELS, LKR. MAIN-SPESSART. Auf der Staatsstraße 2315 zwischen Neustadt und Rothenfels ist es am Mittwochmorgen, gegen 09:00 Uhr, zu einer Spiegelberührung im Gegenverkehr gekommen. Der beteiligte Toyota Corolla hat einen Schaden davongetragen. Der weitere beteiligte Pkw ist davongefahren. Über das Fahrzeug ist bislang nur bekannt, dass es schwarz war.
Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Marktheidenfeld unter Tel. 09391/9841-0 entgegen.
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