Faschingsgottesdienst in Mömlingen
- "Hilfslektor" Guido Zengel bei der Verkündigung seiner 10 Gebote auf "mümlingerisch"
- Foto: Friedrich Frank
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Auch in diesem Jahr luden das Familiengottesdienstteam und der Mömlinger Carnevalverein (MCV) zu einem Faschingsgottesdienst ein. Elferrat, Garden, Prinzenpaar und Diakon Martin Höfer mit dem Altardienst zogen unter den Klängen der „Mümlinger Dunnerwädder“ über den Dorfplatz und gemeinsam in die Corpus-Domini-Kirche ein.
Der Diakon begrüßte die Gemeinde mit einem dreifachen „Mümling Helau“, bevor er mit dem gemeinsamen Kreuzzeichen deutlich machte: wir sind in einem Gottesdienst und bitten um Gottes Segen für die kommende Kampagne. „Wir können uns sicher sein, dass Gott uns seinen Segen dafür spendet, damit wir unsere Mitmenschen, unsere Nächsten, egal woher sie kommen, zum Lachen und Fröhlichsein bringen können.“
Die Bitten zum „Kyrie“ wurden vom Kinderprinzenpaar Raphael Wolf und Fiona Rauch vorgetragen. Nach dem Tagesgebet übernahm „Aushilfslektor“ Guido Zengel den Ambo und verkündete die 10 Gebote auf „mümlingerisch“. Dass diese in Mömlinger Sandstein gemeißelt waren, sei ihm schon klar, aber wie man diese auf den Berg Sinai geschmuggelt hat, blieb ihm dann doch ein Rätsel. Der anhaltende Applaus zeigte aber, dass die Mömlinger die 10 Gebote wohl verstanden haben.
Die Lesung aus dem 1. Korintherbrief wurde von Heike Rollmann vom FamGoTeam vorgetragen, die Antwortgesänge vom „Tonkreis Jubilate“, musikalisch unterstützt von der Ukulele-Gruppe mit Sabine Geis. Das Halleluja der Orgel vor dem Evangelium wurde mit wechselhaftem Aufstehen und Setzen der Gottesdienstbesucher bekräftigt. Nach dem Tagesevangelium nach Matthäus nahm der Diakon in seiner „Büttenpredigt“ das Geschehen in Kirche, MCV und Gesellschaft kritisch aufs Korn (siehe Homepage Pastoraler Raum Obernburg).
Die Fürbitten trugen das Prinzenpaar Heribert II. und Frauke I. selbst vor. Zum „Vater unser“ bildete man eine Gebetskette und zum Friedenslied nach der Melodie des „Heile Gänsje“ durfte auch geschunkelt werden. Alle Lieder des Gottesdienstes waren gut ausgewählt und dem Sinn entsprechend. Nach der Kommunion segnete der Diakon eine Kerze, die vom Prinzenpaar entzündet wurde und als Erinnerung an die diesjährige Faschingssaison erinnern soll. Prinz und Diakon dankten allen Besuchern und Mitwirkenden, bevor der Diakon den Segen gab und der Auszug mit dem Narrhalla-Marsch erfolgte. Der MCV lud anschließend zu einem Umtrunk auf dem Kirchplatz ein.
Alle Gottesdienstbesucher waren sich einig: es war ein schöner Gottesdienst mit heiteren und besinnlichen Teilen. Vielleicht hat Jesus am Kreuz sogar manchmal geschmunzelt, zumal er den einen oder anderen Besucher selten in seinem Haus sieht. Sein Motto zur Kampagne 2026 könnte sein: Ob Fasching oder Karneval – Christ bist Du in jedem Fall.
Autor:Friedrich Frank aus Mömlingen |
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