Relevanz in Coronazeiten
Die Relevanz von menschlichen Verstands und unternehmerischen Aktivitäten – die Staatsretter in Corona-Zeiten

- Gedanken einer Liberalen Freiheitskämpferin -
03.05.2020. Mömlingen.

Die letzten 6 Wochen haben das gesellschaftliche und ökonomische Geschehen der letzten Jahrzehnte auf den Kopf gestellt. Galten jahrelanges gutes Wirtschaften, sprudelnde Steuer-Einnahmen und Geldgeschenke als Mittel für das Erreichen potenzieller Wählergruppen, zielt der Einsatz finanzieller Zuwendungen nun auf den Erhalt von Branchen, Gesellschaftsschichten und das Ruhighalten des Volkes. Der Lockdown, so leicht oder schwer er gefallen sein mag, hat den Fokus auf die Basis unseres Seins – den Menschen gelenkt.

Es ist noch gar nicht so lange her, da herrschte die Erwartung an den Staat, die ökologische Zeitenwende einzuläuten, die Globalisierung zu meistern und die Digitalisierung zu gestalten. Kaum bemerkt hat die Gesellschaft die Haltung eingenommen, der Staat müsse vorweggehen, um die Herausforderungen einer sich entwickelnden Gemeinschaft zu bewältigen. Und die Politik hat das Tempo vorgeben, nicht die Anforderungen unserer Zeit. Der Staat als Dienstleister der Gesellschaft ist verloren gegangen. Oder war er vielleicht gar nicht erst oder vielleicht sogar noch nie vorhanden?

Dieser Tage wird nun zunehmend deutlich, dass sich diese Haltung zu rächen beginnt. Noch nicht in allen Köpfen angekommen und noch nicht überall sichtbar, doch wer glaubt, dass die gute Finanzlage des Staates das Überleben von Deutschland über Monate hinweg gewährleisten kann, der irrt. Politiker und Regierungsparteien haben sich zu sehr in der Rolle des Gönners und der Wohltäter gesehen. Sie haben Gefallen daran gefunden, die Macht inne zu haben, wohin sich der Tanker Deutschland bewegt – ein Trugschluss in Zeiten von Agilität und Flexibilität, die gerade in Corona Zeiten so wichtig wären. Es ist so weit gekommen, dass Verbote ganze Branchen lahmlegen. Das der Staatsapparat darüber entscheidet, wo die Wirtschaft und das Miteinander atmen dürfen und wo nicht. Dabei wird der Schutz und die Gesundheit des Menschen an oberste Stelle gesetzt, die nur einzig durch die Isolation und Verbote gewährleisten werden können. Jeder Ansatz von Ideenvielfalt und Lösungsansätzen wird somit zunichte gemacht. Es wird gerade jetzt deutlich, dass die deutsche Politik nicht als Innovationstreiber und Zukunftsgestalter geeignet ist. Denn wäre dem so, würden sich in diesen Zeiten nicht die Mängel der u.a. fehlenden Digitalisierung so folgenschwer bemerkbar machen. Denn gerade jetzt braucht es Agilität, um unter dem obersten Ziel – die Gesundheit des Menschen – neue oder veränderte Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsformen zu kreieren. Doch wie sollen dies Politiker gestalten, die in hohem Maße abhängig von Lobbyisten und Beratern sind und der Haltung unterliegen, ohne sie geht es nicht. Die dem Anspruch unterliegen, zuerst alles regeln zu wollen, bevor die Erlaubnis für das Probieren und Testen gegeben wird. Dabei ist es so einfach ein Rahmenfeld zu definieren, indem Ideenreichtum möglich ist. Dazu zählt nicht, eine Branche darf und die andere nicht. Es wäre notwendig zu sagen, diese Parameter schützen den Menschen und diese nicht. Diese könnte sich im Verhältnis von Mensch zu Verfügung stehendem Platz, dies könnte sein, im Freien dieses Verhältnis und im geschlossenen Raum jenes.

Doch das ist nur möglich, wenn die Politik erkennt, dass unsere Gesellschaft zu vielschichtig geworden ist und sie nicht jede gleichermaßen berücksichtigen kann. Es ist die Demut und das Vertrauen, dass kleine Einheiten unter Anwendung dieser Regeln zu neuen Konzepten führen. Und es ist die Erkenntnis, dass nicht die Großen die Lösungen bringen, sondern dass es vielmehr die kleinen, kreativen und wenigen Einheiten sind. Unternehmen haben an vielen Stellen erkannt, dass freier Ressourceneinsatz von Mensch und Zeit für Innovationen sorgen. Es ist der neue Mix in Teams und frei zur Verfügung stehenden Zeit, um neu zu denken.

Die Ideen kommen vom Menschen in Wirtschaft und Gesellschaft und hier gilt es von Politikerseite im Austausch, die Rahmenparameter so zu setzen, dass aus dem schwerfälligen Tanker viele kleinere Schnellbote entstehen, die im Verbund zu neuen Ufern aufbrechen. Dazu gehört das Selbstverständnis, dass Politik und der Staatsapparat der Dienstleister von Wirtschaft und Gesellschaft ist – und nicht umgekehrt. Dazu zählt, dass Wirtschaft und Gesellschaft den Wunsch hegen, selbst aktiv zu werden, sich einzubringen und gemeinsam das Leben neu zu definieren. Impulse kommen da nicht von starren Konzernen oder aus der statischen Politik, sondern von kleinen Einheiten, agilen Unternehmen und wendigen Unternehmenseinheiten.

Haben wir doch Vertrauen in das Denken den Menschen unter Einsatz von Werten, Respekt, Wertschöpfung und Bewusstsein, denn nur so ist ein Leben 4.0 morgen noch möglich. Und nur so werden wir es schaffen die Corona Krise als Chance zu sehen, sie zu meistern und weiterentwickelt aus ihr hervorzugehen.

Autor:

Nicole M. Pfeffer aus Mömlingen

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