Das Gebet muss zur Tat werden - Männerwallfahrt des Dekanates Obernburg

Wallfahrer vor der St- Pius-Kirche
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Elsenfeld/Rück-Schippach. Es ist eine gute Tradition, dass Männer aus dem Dekanat Obernburg am Freitag vor dem Palmsonntag gemeinsam den Kreuzweg gehen. Durch die Zeitumstellung war es in diesem Jahr möglich, den Weg von der Christkönig-Kirche in Elsenfeld durch den Elsenfelder Forst zur St. Pius-Kirche im Hellen zu gehen und dadurch war das Mitbeten und Mitsingen leichter.
„Kreuzwegstationen sind eine Herausforderung und Ermutigung zugleich für unser Leben“, sagte Pfarrer Kilb aus Schmachtenberg bei der Begrüßung. Kreuze durchkreuzen unsere Träume und unser Glück. Kreuze werden errichtet in unserer Welt durch Gedankenlosigkeit und Lieblosigkeit oder aus Wut und Rache. Hasserfüllte Fanatiker verbreiten Angst und reißen unschuldige Menschen in den Tod. Beim Giftgasangriff in Syrien, beim Attentat in Stockholm, da werden unschuldige Menschen im übertragenen Sinn aufs Kreuz gelegt, da werden Menschen festgenagelt. In der Hoffnung auf Sicherheit und eine bessere Zukunft machen sich Menschen auf den Weg. Trotzdem geht die Bereitschaft zur Aufnahme von Asylsuchenden zurück, stellte er fest. Der Kreuzweg Jesu geht auch in unserer Zeit weiter in den Leidenden, den Kranken, den Abgeschobenen, Verachteten und Verspotteten. Vielen Menschen wird ein Kreuz aufgeladen, auch durch uns. Deshalb wurden in den 14 Stationen des MISEREOR-Kreuzweges die Geschehnisse zurzeit Jesu und der heutigen Zeit gegenübergestellt und Fürbitte gehalten.
„Einer geht mit uns und leidet mit. Es ist Jesus, auf ihn wollen wir schauen. Vielleicht kann uns das Motto der Wallfahrt Miteinander Kreuz tragen ermutigen, so tatkräftig mitzuhelfen wie Simon von Cyrene oder wenigstens ein kleines, aber wirksames Zeichen geben wie Veronika. Unser Gebet muss zur Tat werden. Jesus war deshalb ein Leidender, weil er ein Liebender war. Im Vertrauen darauf, dass die Liebe alles vermag, dürfen wir hoffnungsvoll den Aufbruch wagen“, sagte der Geistliche im Gottesdienst.
Nach der Eucharistiefeier konnten sich die Wallfahrer bei einem Imbiss im Pfarrsaal stärken, den der Pfarrgemeinderat Schippach in bewährter Weise vorbereitet hatte. Dabei gab Adolf Kraich aus Wörth bekannt, dass die Männerwallfahrt seit 1984 alljährlich durchgeführt wird.

Autor:

Friedrich Frank aus Mömlingen

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