Gemeinsamer Gottesdienst der Pfarreiengemeinschaft „Lumen Christi entlang der Mömling“

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Himmelfahrt und Abschied, Vergehen und Neu-Werden, diese Thematik zog sich bei Prozession und Gottesdienst wie ein roter Faden durch Lesung, Evangelium und Predigt.

Anschauliche Beispiele waren auf der Prozession von der Kulturhalle bis zum Löwenparkplatz nicht nur die aufblühende Natur, sondern auch der Gedenkstein für die deutsch-französische Städtepartnerschaft nach dem Dunkel des Krieges, der renaturierte Amorbach, dessen Wasser munter sprudelnd über die Steine fließt und ein Rohbau, als Sinnbild für Wohnraumschaffung und Integration von Flüchtlingen.

In einer gemeinsamen Predigt von Pfarrer Jarosch, Pfarrvikar Kowalski, den Diakonen Höfer und Seibert, sowie dem Pastoralreferenten Riebel wurde das Thema „Abschied“ von verschiedenen Seiten beleuchtet, mit persönlichen Erlebnissen bereichert und in Verbindung mit der Himmelfahrt Jesu und den neuen Anforderungen der Pastoral gebracht. Abschied hat immer zwei Seiten: Schmerz und Freude. Auch die Kirche hat sich im Laufe ihrer Geschichte immer wieder schmerzhaft von festgefahrenen Glaubenssätzen verabschiedet, aber dafür neue Chancen eröffnet. Das 2. Vatikanische Konzil ist ein gutes Beispiel dafür. Statt der reinen Orientierung auf den Priester haben Laien als Getaufte und Gefirmte die Glaubensweitergabe und die Arbeit in der Gemeinde in die Hand genommen. Das war und ist nicht immer einfach.

Auch im Evangelium von der Himmelfahrt Jesu stehen die Jünger staunend, vielleicht auch unsicher da. Doch der Abschied ist im Grund keiner, denn Jesu Wirken ist nicht mehr beschränkt auf Ort und Zeit und er verheißt den Jüngern den Heiligen Geist als Kraft, um selbst tätig zu werden und Zeugen für seine Botschaft zu sein. Sicher gibt es auch Ängste in Bezug auf die neuen Pastoralplanungen. Wir müssen aber zur Kenntnis nehmen, dass es in der bisherigen Form nicht weitergehen wird. Wie dieser Plan auch ausgehen wird, es gilt die Zusage Gottes, wie es beim Propheten Jeremias geschrieben steht: „Ich kenne meine Pläne, die ich für euch habe, Pläne des Heils und nicht des Unheils, denn ich will euch Zukunft und Hoffnung geben“. Wir müssen Abschied nehmen vom Vergangenen im Vertrauen, dass Gott mit uns geht.

Vertreter aller 3 Gemeinden sprachen die Fürbitten. Die Gläubigen bekräftigten singend die Bitten mit „Sende aus deinen Geist und das Angesicht der Erde wird neu“. . Nach der Kommunion verlas der PGR-Vorsitzende von Obernburg Harald Müller das Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse, das gut zum Thema passte.

Im Anschluss an den Gottesdienst konnten sich die Besucher bei Kaffee, Kuchen, Getränken und belegten Stangen zu lebhaften Gesprächen zusammenfinden, kennenlernen und austauschen.

Autor:

Friedrich Frank aus Mömlingen

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