Lasset die Kinder zu mir kommen!
Kindersegnung zum Muttertag
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Das war ein ganz heißes Eisen, das der hauptamtliche Pastor der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde in Niedernberg, Richard Spenst, da ausgerechnet am Muttertag anpackte und den bis dahin so harmonisch-gefühlvollen Feiergottesdienst auf den Kopf stellte! Levitikus, Altes Testament, die Anordnungen Gottes über Unreinheit und Opfer. Zum Muttertag die Erklärung der niedergekommenen Frau durch Gott als „unrein“ und das auch noch in Schriftlesung vorgetragen von einer hochschwangeren jungen Frau. Wer sich also für diesen Sonntag gemütlich im gepolsterten Stuhl zurücklehnen wollte, den hinreißend niedlichen Kinderchor genießen und über die fröhlichen Lieder der Kleinsten mit ihrem rührenden Charme Tränen verdrücken wollte, der mußte jetzt wohl erstmal einen Hops tun auf seinem Sitz. Und schon ruft der Pastor ganz unverschmitzt: Was sollen wir nun am Muttertag mit dieser frauenfeindlichsten Stelle aus der Bibel!
Ja, was wollen wir, wenn wir stets sagen und behaupten, Gott ist gut, dann müssen wir uns auch dem Wort stellen, das er uns gegeben hat. Und da steht schwarz auf weiß „unrein“. Wenn auch auf Hebräisch im Original. Das ändert nichts am Inhalt. Aber Gott ist gut. Er hat uns erschaffen aus Liebe und uns geliebt, bevor wir ihn geliebt haben. Und er liebt nach wie vor alle Menschen, das heißt auch Frauen. Auch Mütter! Gerade die: „Seid fruchtbar und mehret euch!“
Doch „unrein“ bedeutet nicht automatisch „in Sünde“, entwarnt der Pastor. Es hängt mit dem Blut zusammen. Blut ist das Zeichen für Opfer und Wiedergutmachung, zuletzt war es Jesus Christus, der sein kostbares Blut gab, um uns reinzuwaschen von aller Schuld. Wir brauchen nicht lange suchen oder überlegen, wir müssen keine Mediziner sein oder Wissenschaftler, daß eine Wöchnerin noch wochenlang blutet, wissen wir. Gehen wir zurück in die Zeit des Alten Testaments, ohne moderne Medizin, ohne Mutterschutz und Krankenversicherung… Gott schrieb hier die Krankmeldung für 40, bzw. sogar 80 Tage nach der Geburt eines Kindes! Mutterschutz auf dem Krankenschein Gottes, Diagnose „unrein“! Damit war die Frau unberührbar und konnte genesen, versorgt in dieser Zeit von allen, Familie, Nachbarn, Freunden. Ja, Gott ist gut! Und das verkünden wir!
Und natürlich läßt Er die Kinder zu sich kommen! Es waren dieses Jahr sechs Kinder, Neugeborene und Kinder von Eltern, die spontan der Einladung zur Kindersegnung gefolgt sind und vor der versammelten Gemeinde das Gebet und den Segen für ihre Kinder empfangen konnten. Ein sehr rührender Moment. Zumal zwei Jugendliche die Eltern mit ihren Kindern flankierten, die als Frühchen mit Komplikationen und niedrigster Überlebenschance keinen guten Start ins Leben gehabt hatten, aber durch das Gebet ein riesengroßes Ja von Gott für ein gesundes Leben erhalten durften. Ja, Gott ist gut!
Und wir dürfen dankbar sein, uns zu seiner Ehre und seinem Lob versammeln zu dürfen! Gott ist aber auch gut, wenn es anders ausgeht. Daran läßt Richard Spenst keinen Zweifel! Auch Christen bleiben nicht verschont von tragischen Verlusten, auch dem eines Kindes. Wir wissen die Antwort nicht auf vieles, was Gottes Wille ist, bekennt der Pastor als Tatsache, als Fakt im Leben eines Christen. Was wir wissen, muß reichen! Und wir wissen, daß in seiner Gemeinschaft, niemand verloren geht, daß er niemanden alleine läßt und daß er am Ende alle Tränen trocknen wird.
Ans Eingemachte, wie es so schön heißt, geht es mitunter in den Gottesdiensten der EFG-Niedernberg, einer Gemeinde, die treu ist gegenüber seinem Wort. Und die mit über 400 Mitgliedern aus der Fülle der Liebe Gottes lebt und wirkt. Wenn Du Dich angesprochen fühlst, dann schau vorbei!
Gottesdienste immer Sonntag, 10:00 Uhr, Christuskirche, Römerstraße 79, Niedernberg
Nicht vergessen: Gott ist gut!
Eure EFG-Niedernberg
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