Kindergelderhöhung
"Familien sollen um bis zu 558 Euro im Jahr entlastet werden“

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Leserbrief zu „Familien sollen um bis zu 558 Euro im Jahr entlastet werden“

Die Medien haben in diesem Beitrag über die Kindergelderhöhung ab Januar 2021 um 15 Euro je
Monat, = 180 Euro im Jahr, informiert und dass die Steuerfreibeträge „entsprechend“ um
576 Euro auf 8.388 Euro je Kind aufgestockt werden. Bei genauem Hinschauen erkennt man
aber, dass diese Erhöhung des Freibetrags beim Spitzenverdiener zu einer Entlastung von
273 Euro führt, damit also 93 Euro mehr als beim Normalverdiener. Auch bislang werden die
Besserverdienenden über den Steuerfreibetrag bereits mit bis zu 1.260 Euro stärker
entlastet. Damit erreicht die Begünstigung ab 2021 bis zu 1.353 Euro. Offensichtlich vertritt
unsere Regierung die Auffassung, dass Eltern für ihre Kinder mit steigendem
Einkommen auch „entsprechend“ höhere staatliche Leistungen erhalten müssen. Es
bekommen also genau diejenigen das meiste Geld, die die geringste Unterstützung
benötigen. Um eine Gleichstellung zu erreichen, wie sie unsere Verfassung ja vorgibt, müsste
das Kindergeld ab nächstes Jahr für Alle zwingend auf 332 Euro angehoben werden. Die
bestehende und sich ständig verstärkende asymmetrische Entlastung der Eltern ist im
konkreten Fall eines Sozialstaats unwürdig. Zudem wird der Grundsatz, dem Staat muss
jedes Kind gleich viel wert sein, immer gravierender missachtet. Natürlich benötigen wir für
die Mehrausgaben auch eine Gegenfinanzierung. Da müssen dann sämtliche
Familienleistungen auf den Prüfstand. Bei einem Kindergeld von 332 Euro könnte dabei das
jetzige Sammelsurium auf das Notwendigste zusammengestrichen werden, ohne soziale
Härten zu verursachen. Zudem wären damit erhebliche Verwaltungsvereinfachungen
verbunden. Es verwundert mich sehr, warum hier nicht schon längst ein Aufschrei von
Millionen benachteiligter Familien erfolgt ist. Kreisvorsitzender ÖDP Wolfgang Winter

Autor:

wolfgang winter aus Sulzbach a.Main

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