Ein Herzensprojekt wird Wirklichkeit
Spatenstich für inklusiven Spielplatz beim TV Trennfurt
- Foto: Heiko Sackenreuther
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Am 17. Mai 2026 wurde beim Turnverein Trennfurt ein bedeutender Meilenstein gefeiert: der Spatenstich für einen neuen inklusiven Spielplatz. Zahlreiche Gäste, Vertreter der Stadt Klingenberg, Unterstützer sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um gemeinsam den Start dieses besonderen Projekts zu begehen. Musikalisch begleitet wurden die Feierlichkeiten vom Musikzug des TV Trennfurt.
Im Mittelpunkt stand dabei ein lang gehegter Wunsch: Ein Spielplatz, auf dem alle Kinder – unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen – gemeinsam spielen können. Dieses Vorhaben geht maßgeblich auf das Engagement des Ehrenvorsitzenden Horst Heuss zurück, der das Projekt mit viel Leidenschaft und Ausdauer vorangetrieben hat.
Ein langer Weg bis zum Spatenstich
Die Idee für den inklusiven Spielplatz entstand bereits im Jahr 2023 im Zuge einer Begehung der Spielplätze in Trennfurt. Damals wurden erste Verbesserungswünsche formuliert, die zunächst auf wenig Resonanz stießen. Doch der Wille, etwas zu bewegen, ließ die Initiatoren nicht los. Statt aufzugeben, machten sie sich auf die Suche nach Lösungen und Fördermöglichkeiten.
Mit großer Eigeninitiative wurden Programme recherchiert, Gespräche mit Anbietern geführt und zahlreiche Planungsvarianten durchdacht. Ziel war es, einen Spielplatz zu schaffen, der nicht nur barrierefreie Spielgeräte bietet, sondern vor allem auch echte Zugänglichkeit für alle gewährleistet. So wurde besonders Wert auf befestigte Wege gelegt, damit auch Menschen mit Einschränkungen die Spielgeräte problemlos erreichen können.
Der Weg zur Umsetzung gestaltete sich jedoch länger und schwieriger als ursprünglich erwartet. Förderanträge verzögerten sich oder konnten nicht umgesetzt werden, notwendige Unterlagen fehlten zeitweise, und wichtige Entscheidungen zogen sich über Jahre hin. Erst im März 2026 konnte mit dem Abschluss eines entscheidenden Vertrags die Grundlage für den Baubeginn geschaffen werden.
Gemeinschaftsleistung als Schlüssel zum Erfolg
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Projekts ist das außergewöhnliche Engagement der gesamten Gemeinschaft. Der Turnverein, zahlreiche Spender sowie Unterstützer aus Trennfurt und den umliegenden Orten haben gemeinsam eine beeindruckende Summe an Spenden gesammelt. Die Finanzierung setzt sich aus vielen kleinen und größeren Beiträgen zusammen – ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in der Region.
Auch Eigenleistungen spielen eine wichtige Rolle: Durch tatkräftige Mithilfe soll ein erheblicher Teil der Arbeiten selbst erbracht werden. Diese Mischung aus finanzieller Unterstützung und persönlichem Einsatz zeigt eindrucksvoll, wie viel erreicht werden kann, wenn viele Menschen an einem gemeinsamen Ziel arbeiten.
Ein besonderes Zeichen der Wertschätzung für dieses Engagement setzten auch der neue Bürgermeister der Stadt Klingenberg, René Wolf, sowie der ehemalige Bürgermeister von Klingenberg und heutige stellvertretende Landrat des Landkreises Miltenberg, Ralf Reichwein. Beide ließen es sich nicht nehmen, in kurzen Ansprachen das außergewöhnliche Engagement aller Beteiligten zu würdigen und den Einsatz der vielen Unterstützer hervorzuheben.
Besonderes Engagement verdient besondere Anerkennung
Im Rahmen seiner Ansprache hob Horst Heuss besonders das Engagement einzelner Mitstreiter hervor. An erster Stelle nannte er Ingeborg Wolf, deren unermüdlicher Einsatz eine tragende Säule des Projekts darstellt. Sie habe nie nachgelassen, neue Ideen eingebracht und das Vorhaben immer wieder vorangetrieben. Gerade in schwierigen Phasen habe sie motiviert und wichtige Impulse gegeben.
Ebenfalls gewürdigt wurden Florian Völker, der für die Planung verantwortlich war, sowie Frank Zimmermanns, der mit seiner Erfahrung die richtigen Entscheidungen unterstützte und beim Ausbau der Anlage eine zentrale Rolle spielt. Ohne das Zusammenspiel dieser engagierten Personen wäre der aktuelle Fortschritt nicht möglich gewesen.
Blick in die Zukunft
Mit dem Spatenstich beginnt nun die sichtbare Phase des Projekts. Bereits im Juni sollen die ersten Spielgeräte aufgestellt werden, sodass der Spielplatz im Laufe des Sommers eröffnet werden kann.
Der neue inklusive Spielplatz wird nicht nur ein Ort der Begegnung sein, sondern auch ein starkes Symbol für gelebte Gemeinschaft, Zusammenhalt und ehrenamtliches Engagement. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn viele Menschen gemeinsam an eine Idee glauben und diese mit Herzblut verfolgen.
Autor:Heiko Sackenreuther aus Trennfurt |
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