Vortrag
Vortrag von Pfarrer Jan Kölbel über Tugenden-verstaubt oder modern?

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Pfarrer Jan Kölbel sprach, unter Einhaltung der Coronaeinschränkung, bei der gut besuchten Veranstaltung des Frauenbundes Bürgstadt und Gästen aus Miltenberg und Breitendiel in der
Pfarrkirche zu diesem sehr aktuellen Thema.
Der heute eher unattraktive und scheinbar altmodische Begriff Tugend, der früher sehr einseitig
„jungferlich“ benutzt wurde(z.B. Auf Grabinschriften: „Hier ruht die tugendhafte Jungfrau....“)
bedeutet, aus dem Griechischen übersetzt, soviel wie tauglich, tüchtig= Tauglichkeit, Tüchtigkeit.
Am Beispiel des röm. Politikers und Schriftstellers Marcus Tullius Cicero machte der Referent
deutlich: nicht der Adel der Herkunft bringt den Adel eines Menschen zum Vorschein, Cicero z.B.
verdankte seine Karriere zum Konsul seiner Tüchtigkeit, seiner Tugend. Wichtige und hoch lobens-
werte Charaktereigenschaften adeln und befähigen Menschen auch heute noch zu großen Taten......

Pfarrer Kölbel teilte die Tugenden auf in
1. die 3 „göttlichen Tugenden“, weil sie von Gott kommen
Glaube als die Anerkennung eines göttlichen Wesens in 3 Personen und die Ausrichtung des
eigenen Lebens auf ihn hin und als Grundlage aller Tugenden
Hoffnung als Grundlage für den Glauben, „für Gott ist kein Ding unmöglich“
Liebe als das höchste Gut, denn Gott selbst ist die Liebe. Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, vergl. 1 Kor. 13,1-13
2. die 4 „Kardinaltugenden“ - Haupttugenden
Weisheit: zu ihr führt die Lernwilligkeit und Lernfähigkeit
Gerechtigkeit: Gott und den Menschen gerecht werden wollen und Gott das letzte Wort zugestehen
Tapferkeit: der tapfere(nicht tollkühne!!) Mensch handelt aus Verantwortung
Mäßigung: sein eigenes Maß finden, ohne andere darauf festlegen
3. die 7 „himmlischen Tugenden“
Demut: als Mut, Gott und den Menschen zu dienen und sich dabei richtig einzuschätzen.
Mildtätigkeit:= Caritas: als tätige christliche Nächstenliebe, im Nächsten Gott erkennen.....
Keuschheit: Sexualität als Geschenk Gottes erkennen, d.h. Verantwortungsvoll damit umgehen
Geduld: auch mit sich selbst, ist ein lebenslanger Prozess, Gegenteil ist Zorn
Mäßigung: Maßhalten, Gegenteil ist Gier, Habgier
Wohlwollen: kann die Überlegenheit anderer aushalten, Gegenteil ist Neid
Fleiß: ist Ausdauer und Zuverlässigkeit, Gegenteil ist Faulheit= „Vergraben der Talente“

Fazit er sich dem Vortrag anschließenden Diskussion:
Weil Tugenden = Tauglichkeit und Tüchtigkeit Normen und Ziel allen menschlichen Handelns sein müssen, für das wir in unserem Tun auch selbst verantwortlich sind, müssen sie für ein gelingendes Leben zu allen Zeiten angestrebt werden. Dem Christen kommt darin eine besondere Verpflichtung zu.
Tugenden sind unverzichtbar im menschlichen Zusammenleben. Sie müssen besonders auch von jenen
Menschen erwartet und eingefordert werden die Verantwortung übernommen haben in Politik,
Wirtschaft, Gesellschaft, Erziehung, Kirche.......

Beendet wurde der interessante Vortrag sehr schön mit einer dem Thema entsprechenden Andacht mit
Texten und Liedern zu den Tugenden: Glaube – Hoffnung – Liebe und mit einem herzlichen Dank der Vorsitzenden Hildegard Bucher an Pfarrer Kölbel.

Text: Judith Herweg
Foto: Juliane Reichert

Autor:

Juliane Reichert aus Bürgstadt

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