Initiative „Christsein und Handeln“
Weitere Flächenversiegelung
- hochgeladen von Rudi Großmann
Erlenbach. Bei einem Treffen der Initiative „Christsein und Handeln“ wurden die Entwicklungen zur Süderweiterung des ICO diskutiert. Der runde Tisch hat einen Empfehlungsbeschluss an den Stadtrat zur „Einleitung der Beteiligung für den Bebauungsplan ICO Süderweiterung …“ mehrheitlich verabschiedet. Der Flächenverbrauch und die Bodenversiegelung sind damit auf dem Weg. Die Bayerische Staatsregierung hat einen täglichen Flächenverbrauch von 5 Hektar proklamiert. Zurzeit liegen wir bei einer Flächenversiegelung von täglich über 10 Hektar. Durch die geplante Süderweiterung kommen 28 Hektar hinzu. Das ist die Größe von 42 Fußballplätzen.
Unklar bleiben immer noch welche Alternativen zu diesem „Bebauungsplan“ diskutiert wurden. Er stellt einen gravierenden Eingriff in die Natur dar und versiegelt nach wie vor eine riesige Fläche. Unserem Ziel „Bewahrung der Schöpfung“ und der Änderung unseres Lebensstiles wie es Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato Si“ beschreibt kommen wir damit nicht näher. Im Gegenteil es werden Lebensgrundlagen zerstört. Die Natur als gleichberechtigten Partner findet keine Anerkennung. Dadurch nehmen wir zukünftigen Generationen Entfaltungsräume. Wir müssten auf vieles verzichten, um unseren Kindern und Enkeln nichts wegzunehmen. Aber das blenden wir aus, um unseren Wohlstand nicht nur zu erhalten, sondern noch zu vergrößern. Nicht nachzuvollziehen ist, dass keine Gebäudebestands-analyse auf dem jetzigen ICO-Gelände vorliegt und welches Erweiterungspotenzial hier vorhanden ist. Auf diesem Gelände waren einmal 7.000 Menschen beschäftigt, heute sind es noch 2.000 Beschäftigte.
Der Club of Rome, viele Wissenschaftler weisen uns fast täglich daraufhin, dass wir über unsere Verhältnisse leben und endlich die von uns verursachten Auswirkungen bekämpfen müssen. Jedoch die breite Bevölkerung sieht hier keinen Handlungsbedarf. Auch wir Christen, unsere Verbände und die Kirchen haben dies nicht ausreichend erkannt. Es liegt an uns Menschen das „Ruder herumzuwerfen“ und zur „Bewahrung der Schöpfung“ beizutragen. Es gibt immer Alternativen – wir können/müssen HANDELN!!!
Autor:Rudi Großmann aus Erlenbach a.Main |
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