Latein lebendig
Kabarett am HSG
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„Es war das erste lateinische Theater und es war cool!“ – „Das Kabarett war witzig und wir haben viele Sachen über die Römer erfahren.“ – „Es war eine gelungene Mischung aus Kabarett und Theater. Es war schön, dass dieses Theater mit nur einer Person gearbeitet hat und wir zu Beginn etwas über den Darsteller erfahren haben. Und die Beschreibungen des antiken Rom waren sehr lebendig. Man konnte sich die Umgebung dadurch sehr gut vorstellen.“ – „Ich fand das Kabarett schön, weil es lustig war, schön war, toll war, super war und weil Latein eine schöne Sprache ist.“
Diese begeisterten Rückmeldungen unserer Lateinschüler sprechen für sich und zeigen, dass der Besuch von Björn Puscha Ende Januar am Hermann-Staudinger-Gymnasium in Erlenbach ein tolles Erlebnis war.
Björn Puscha hat nach seinem Lateinstudium seine Leidenschaft für die lateinische Sprache und die Kultur der Römer zu seinem Beruf gemacht, aber nicht als Lehrer, sondern als Kabarettist und Bühnenlateiner. Seit vielen Jahren steht er mit verschiedenen Soloprogrammen auf den schönsten Kleinkunstbühnen des deutschsprachigen Raums. Gleichzeitig ist er dem ein oder anderen vielleicht noch aus dem Bayerischen Fernsehen bekannt, wo er in der Sendung „Vereinsheim Schwabing“ die Zuschauer durch seine Beiträge für die lateinische Sprache begeisterte. Seit einigen Jahren tourt Björn Puscha mit einem eigens für Schulen entwickelten Bühnenprogramm durch Deutschland, Österreich und Südtirol. Sein Programm „Schlechte Karten für Jupiter“ spielte er nun auch für die Lateinschüler des HSG Erlenbach.
Im ersten Teil seiner Vorstellung thematisierte Herr Puscha auf humorvolle Art und Weise seine eigenen Erfahrungen mit der Sprachenwahl, dem Lateinunterricht und der Sprache Latein an für sich. Die Schüler erkannten sich in seinen Schilderungen wieder und so gelang es ihm wunderbar, die Zuschauer in ihrer eigenen Lebenswelt abzuholen. Nach einer kurzen Pause betrat Björn Puscha dann in eine Toga gehüllt die Bühne und entführte die Schüler in das Jahr 44 v. Chr., genauer gesagt zum 15. März, dem Tag, an dem Caesar ermordet worden war. Lediglich mit Worten, unterschiedlichem Sprechtempo, verschiedenen Stimmfarben, Gesten und Mimik gelang es ihm auf beeindruckende Art und Weise, die Welt des antiken Roms vor den Augen der Schüler lebendig werden zu lassen. Gebannt lauschten sie den Ausführungen und waren so bei einem Rundgang durch die wenig einladenden und beengten insulae, den Wohnblöcken im alten Rom, über das Forum bis zum Circus Maximus dabei, wo sie Zeuge eines rasanten Wagenrennens wurden. Auch einen lateinischen Grammatiklehrer konnten sie bei seiner Arbeit belauschen, bevor sie im Theater des Pompeius ankamen. Dort wurden sie schließlich Zeuge der Ermordung Caesars – wobei Caesar gar nicht gestorben ist, weil er von Jupiter, genannt „Jupi“, höchstpersönlich gerettet wurde. Der hatte nämlich gegen Caesar beim Schafkopf verloren und musste ihn fortan beschützen. Eine Wendung, die das Potential hat, die Weltgeschichte zu verändern…
Nach diesem außergewöhnlichen Erlebnis fasste ein Schüler unserer 6. Klasse den gelungenen Vormittag so zusammen: „Ich fand es schön, weil es mal was anderes war und sehr unterhaltsam. Außerdem haben wir gemerkt, dass wir in den letzten Monaten in unserem Lateinunterricht schon ganz schön viel über die Welt der Römer gelernt haben. “
Aber nicht nur Schüler und Lehrer waren begeistert! Auch Björn Puscha hat den Vormittag genossen und war von der angenehmen Atmosphäre an unserem HSG sehr angetan. Ein extra großes Lob von ihm erntete unser absolut professionell agierendes Technikteam, das unter der Leitung von Martin Lange nicht nur für einen guten Ton sorgte, sondern mit einem tollen Bühnenlicht auch ein wunderschönes Ambiente zauberte. Martina Ruft
Autor:HSG Presse aus Erlenbach a.Main |
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