Gegen das Vergessen
Jette Marx – Das Schicksal der letzten Jüdin in Eschau
- Filmvortrag im EHRE-Haus
- Foto: Markt Eschau
- hochgeladen von Markt Eschau
„Das Wachhalten der Erinnerung ist heute wichtiger denn je“ – mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister
Gerhard Rüth rund 50 Besucher im EHRE-Haus am Nachmittag des 9. November, dem Datum der Reichsprogromnacht1938. Der konkrete Anlass für restlos besetzten Raum im stilvoll gestalteten „Haus der Begegnung und der regionalen Entwicklung“: Joachim Pfeifer hat mit viel Empathie und Sorgfalt die jüdische Geschichte seines Heimatortes erforscht. In zwei selbst erstellten Filmen, die mit Hilfe der KI und mit zahlreichen Dokumenten das Schicksal von Jette Marx – der letzten Jüdin von Eschau – anschaulich und berührend dargestellt wurde.
Eindrucksvoll wurde die zunehmende Isolation der alten Frau gezeigt, wurden Mechanismen der Diskriminierung offengelegt, wurde gezeigt, wie die um und nach 1933 noch korrekte Polizei spätestens 1938 zum Werkzeug der Diktatur verkommen war. Der Markt Eschau ist bemüht, mit dem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte offen umzugehen. Dr. Gerrit Himmelsbach vom Archäologischen Spessartprojekt
legt aktuell an das Buch über die jüdische Leben in Eschau letzte Hand an. Es soll im kommenden Jahr erscheinen.
Autor:Markt Eschau aus Eschau |
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