Untersee zu wenig Wasser
Bodensee soll reguliert werden
- Am 01.04.2025 findet eine Konferenz zur Regulierung der Wasserstände des Bodensee in Stein am Rhein statt
- Foto: Frei von Rechten Dritter
- hochgeladen von Sebastian Steffen Hauser
(01.04.2025) Bodensee/Schweiz: Angesichts der langanhaltenden Trockenperioden, die in den letzten Jahren die Wasserstände des Bodensees, insbesondere im Bereich des Untersees, erheblich gesenkt haben, hat sich heute eine Expertengruppe aus den drei Anrainerstaaten des Bodensees – Deutschland, Österreich und der Schweiz – in Stein am Rhein zu einem Gedankenaustausch getroffen. Ziel ist es, mögliche bauliche Maßnahmen zur Regulierung der Wasserstände zu erörtern. Die Gruppe wird nun ein Konzept entwickeln, das später in den politischen Gremien beschlossen werden kann.
Ein möglicher Standort für eine flexible Schleuse, die sich harmonisch in die Landschaft des Untersees einfügen soll, befindet sich in der Nähe von Stegen bei Öhningen. Auf der Schweizer Seite wird noch darüber diskutiert, wie Naturschutzaspekte mit den geplanten baulichen Maßnahmen in Einklang gebracht werden können. Auch für die Schifffahrt bei Niedrigwasser soll es eine Lösung geben.
Sebastian Unterseher von den Konstanzer Wasserwerken ist zuversichtlich, dass eine langfristige Lösung zur Regulierung des Abflusses des Bodensees gefunden werden kann: „Bereits im 19. Jahrhundert gab es Überlegungen, solche Maßnahmen umzusetzen, die damals jedoch wieder verworfen wurden. Die Klimaveränderung zwingt uns nun, das Thema erneut anzugehen. Mit moderner Technologie wäre es möglich, eine nahezu unsichtbare Regulierung des Wasserstands, beispielsweise bei Öhningen/Stegen, umzusetzen. Denkbar wären eine abflussregelnde Schleuse oder auch eine Sielanlage, wenn diese sich gut in die Landschaft einfügt.“
Die Experten sind sich einig, dass ein gewisser Abfluss stets gewährleistet bleiben muss, um zu verhindern, dass der Rheinfall bei Schaffhausen trocken fällt.
Autor:Sebastian Steffen Hauser aus Freudenberg |
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