Aktion Gemeinsinn
Doppeljubiläum: Sozialer Helferkreis und Aktion Gemeinsinn

Das Foto zeigt die Beteiligten bei der Gründung der Aktion Gemeinsinn vor 10 Jahren.
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  • hochgeladen von Ralf Kern

Freudenberg. Eigentlich wollte die Kath. Kirchengemeinde Sankt Laurentius das diesjährige Jubiläum der beiden Gruppierungen in einer würdigen Feier begehen: Der Soziale Helferkreis besteht seit 25 Jahren und Aktion Gemeinsinn wurde vor 10 Jahren gründet. Wegen der derzeitigen Corona-Pandemie hoffen die Verantwortlichen, dies im nächsten Jahr nachholen zu können.

Die Aufgaben des Sozialen Helferkreises wurden bis in die neunziger Jahre von den in Freudenberg wohnenden Ordensschwestern übernommen. Nach Auflösung des Schwesternwohnheims habe man im Pfarrgemeinderat gemerkt, dass die Unterstützung der Schwestern fehlte, so berichtete Diakon Michael Baumann in einer Gesprächsrunde. Durch die Gründung des Sozialen Helferkreises am 25. April 1995 habe man diese Lücke schließen wollen, weiß das langjährige Mitglied Otto Keck. Die Leitung übernahmen Gertrud Pfeifer und Roswitha Knapp, die seither in dieser Funktion agieren. Zum Angebot des sozialen Helferkreis gehören Besuchsdienste im Otto-Rauch-Stift, im Krankenhaus Wertheim und von Kranken zu Hause. Außerdem bietet man einen Einkaufsservice, der wegen Corona aktuell vom Einkaufsservice der Stadt Freudenberg übernommen wurde. Zudem bieten die ehrenamtlichen Helfer zeitweise zur Überbrückung einer Situation ihre Hilfe an oder sie vermitteln an professionelle Hilfen weiter. Dazu gehören Hilfen im Haushalt, bei der Betreuung und Pflege sowie Fahrdienste zum Arzt.

Über ein Jahr lang wurde auf Initiative von Mitglied Ralf Kern in mehreren Sitzungen des Helferkreises darüber diskutiert, wie man in finanzielle Not geratenen Bürgern von Freudenberg mit seinen Ortsteilen und Kirschfurt helfen könnte. Laut Familienbericht des Landkreises kam man auf rund 150 bedürftige Menschen. Nach Abwägung verschiedener Möglichkeiten wurde beschlossen, einen Fahrkostenzuschuss von zehn Euro pro Monat zum Einkauf in den Tafelläden in Wertheim und Miltenberg zu gewähren. Zur notwendigen Bescheinigung der Bedürftigkeit konnte man die Zusammenarbeit mit dem Caritasverband im Tauberkreis gewinnen, weitere Partner sind die Stadt Freudenberg und die katholische und evangelische Kirchengemeinde, unterstützende Unternehmen und eine stetig wachsende Anzahl aktive Mitglieder. Am 09. Dezember 2010 kam es dann im Beisein aller Beteiligten im Amtszimmer des damaligen Bürgermeisters Heinz Hofmann zur Gründung der Aktion Gemeinsinn. Der Name soll die Mitbürger für verantwortliches Miteinander und Zusammenhalt sensibilisieren. Als weitere Angebote kamen hinzu: Einkauf von Schulbedarf, Direkthilfe in Notfällen oder im Krankheitsfall, zu Weihnachten und Ostern ein Lebensmittelpaket aus dem REWE-Markt, ein kostenloses Sparkochbuch, Hilfe beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen. Seit 2015 erhalten in Freudenberg angekommene Geflüchtete eine Willkommenstüte mit Lebensmitteln. Bereits zwei Mal wurde das „Café International“ als gemeinsamer Treffpunkt veranstaltet. Zudem wurde unter dem Motto „Abendland trifft Morgenland“, ein Abend mit Asylbewerbern und einheimischen veranstaltet, bei dem gemeinsam gekocht, gemeinsam gegessen und miteinander geredet werden konnte. Ansprechpartner für die Aktion Gemeinsinn sind Ralf Kern und Peter Hügle.

Autor:

Ralf Kern aus Freudenberg

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