Seniorennachmittag in Großheubach
Wichtige Tipps gegen Enkeltrick-Betrüger

Das Team des Seniorenkreis Großheubach, gemeinsam mit Kriminalhauptkommissarin Katja Heinz von der Kriminalpolizeiinspektion Aschaffenburg | Foto: Renate Wolf
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  • Das Team des Seniorenkreis Großheubach, gemeinsam mit Kriminalhauptkommissarin Katja Heinz von der Kriminalpolizeiinspektion Aschaffenburg
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Der Seniorennachmittag in Großheubach stand ganz im Zeichen von Geselligkeit – aber auch von Aufklärung über ein Thema, das aktueller kaum sein könnte. Nach einem gemütlichen Start bei Kaffee und selbst gebackenen Kuchen nutzten die über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit zu regen Gesprächen und Austausch, bevor es in den inhaltlichen Teil des Nachmittags ging.
Im Mittelpunkt stand ein brisantes Thema mit hoher Relevanz: „Der Enkeltrick und Co.“. Hierzu begrüßte die Leiterin des Seniorenkreises, Waltraud Schönborn, Kriminalhauptkommissarin Katja Heinz von der Kriminalpolizeiinspektion Aschaffenburg. Mit anschaulichen Beispielen aus der Praxis gelang es der Expertin eindrucksvoll, die verschiedenen Betrugsmaschen darzustellen und zugleich wichtige Hinweise zum richtigen Verhalten zu geben.

Dreiste Maschen – echte Fälle

So berichtete Kriminalhauptkommissarin Heinz unter anderem von Fällen, in denen sich Betrüger am Telefon als nahe Verwandte ausgaben. Mit Sätzen wie „Rate mal, wer dran ist“ bringen sie die Angerufenen dazu, selbst Namen zu nennen – ein erster Schritt, um Vertrauen aufzubauen. Anschließend schildern die Täter angebliche finanzielle Notlagen, um schnell an Bargeld zu kommen.

Eine weitere Masche seien sogenannte Schockanrufe

Hierbei wird sehr emotional Ihnen erzählen, das Familienmitglied habe einen schweren Unfall verursacht und sitze jetzt schon festgenommen bei der Polizei. Nur durch die Zahlung einer hohen Kaution könne eine Haft verhindert werden. Die emotionale Belastung führe dazu, dass Betroffene oft unüberlegt handeln.
Weiteres Themengebiet waren auch die Warnung vor falschen Polizeibeamten. Ebenso warnte Frau Heinz vor Handwerkern oder Dienstleistern an der Haustür, sog. Haustürgeschäfte.
So schützen Sie sich: Die wichtigste Botschaft des Nachmittags: Skepsis und Ruhe bewahren.

Kriminalhauptkommissarin Heinz gab konkrete Tipps:

  • Keine persönlichen Daten preisgeben. Keine Informationen über Vermögen sollten am Telefon genannt werden.
  • Gespräche beenden. Im Zweifel einfach auflegen und selbstständig bei Angehörigen nachfragen.
  • Rückruf unter bekannter Nummer. Niemals die Rückwahltaste nutzen, sonst ist man wieder mit dem Betrüger verbunden.
  • Keine Übergabe von Geld oder Wertsachen. WICHTIG: Die Polizei verlangt niemals Bargeld oder Schmuck!
  • Nachbarn oder Familie einbeziehen. Im Zweifel immer eine Vertrauensperson hinzuziehen.
  • Auf Haustürbesuche achten. Unbekannte Personen nicht in die Wohnung lassen und im Zweifel die Polizei verständigen.

Die Beispiele zeigten deutlich, wie professionell und zugleich skrupellos die Täter vorgehen – und wie wichtig Aufklärung ist.

Gemeinsam wachsam bleiben

Die Zuhörerinnen und Zuhörer zeigten großes Interesse und beteiligten sich aktiv mit eigenen Erfahrungen und Fragen. Viele berichteten, bereits ähnliche Anrufe erhalten, aber richtig reagiert zu haben.
Den gelungenen Abschluss bildete ein gemeinsames Abendessen, bei dem die Eindrücke des informativen Nachmittags noch einmal vertieft wurden. Neben aller Ernsthaftigkeit des Themas blieb so auch genügend Raum für Gemeinschaft und den wichtigen Austausch.

Das Team des Seniorenkreis Großheubach, gemeinsam mit Kriminalhauptkommissarin Katja Heinz von der Kriminalpolizeiinspektion Aschaffenburg | Foto: Renate Wolf
Kriminalhauptkommissarin Katja Heinz während ihres Vortrages. | Foto: Renate Wolf
Autor:

Renate Wolf aus Großheubach

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