Interesse wecken und Perspektiven aufzeigen
27 Aussteller bei der zweiten Messe für soziale Berufe „Karriere mit Herz“ in Kleinheubach
- Melanie Adam und Simone Kienleitner vom BRK-Freiwilligendienst freuten sich über das große Interesse.
- hochgeladen von Marlene Deß
Viele Besucher informierten sich am Samstag, 24. Oktober, bei der Messe „Karriere mit Herz“ im Hofgarten Kleinheubach über berufliche Perspektiven im sozialen und gesundheitlichen Bereich. 27 Aussteller stellten Berufe, Ausbildungswege und Studienmöglichkeiten vor. Veranstaltet wurde die Messe vom Landratsamt Miltenberg gemeinsam mit der Gesundheitsregionplus Miltenberg und dem PflegeNetz Miltenberg.
Landrat Björn Bartels, selbst Notfallsanitäter, betonte bei der Eröffnung:
„Ohne die Menschen, die in sozialen und gesundheitlichen Berufen arbeiten, würde in unserer Gesellschaft vieles nicht funktionieren.“
Die Region biete attraktive Ausbildungsplätze und Entwicklungschancen.
Auch Bürgermeister Thomas Münig, auf dessen Idee die Messe zurückgeht, freute sich über die Fortsetzung.
„Ich freue mich, dass diese zarte Pflanze, die Idee einer Messe für soziale Berufe, inzwischen richtig Knospen treibt“,
sagte er. Neue Aussteller seien hinzugekommen, andere hätten sich nach der Premiere im Vorjahr erneut beteiligt.
Die Projektleitung übernahm Nicole Meschkov, Koordinatorin des PflegeNetzes Miltenberg. Bartels dankte ihr, den beteiligten Organisationen und den Sponsoren Sparkasse Aschaffenburg-Miltenberg, BRK-Kreisverband Miltenberg-Obernburg und BKK Akzo Nobel.
Interesse, das über den Messetag hinausgeht
Dass die Messe konkrete berufliche Perspektiven eröffnen kann, zeigt die Erfahrung von Katja Konrad, Sachgebietsleitung Pflege und Betreuung beim BRK-Kreisverband Miltenberg-Obernburg.
"Wir sind zum zweiten Mal da. Die Messe ist für junge Leute sehr interessant, insbesondere um zu sehen, was es für eine Vielfältigkeit in sozialen Berufen gibt",
sagte sie. Das Interesse sei groß, sowohl am Rettungsdienst als auch an der Pflege und am Bundesfreiwilligendienst.
"Die Ausbildungsmesse ist eine gute Idee, eine super Veranstaltung und eine tolle Möglichkeit, sich zu präsentieren."
Die Teilnahme mache sich auch bei der Nachwuchsgewinnung bemerkbar:
"Wir werden in Bewerbungen oft darauf angesprochen, dass wir auf der Messe gesehen beziehungsweise entdeckt wurden und Interesse geweckt haben."
Auch Michaela Schwarz, Schulleiterin der BRK-Pflegeschule Untermain und Mitglied der Arbeitsgruppe „Karriere mit Herz“, zog eine positive Bilanz:
„Wir sind bereits zum zweiten Mal mit dabei. Die Resonanz ist wieder sehr gut. Es kommen viele Interessierte und wir haben schon sehr viele gute Gespräche geführt.“
Sie wünsche sich, dass sich mehr Menschen für soziale Berufe entscheiden und sich bewerben. Dass die Messe dazu beitragen kann, zeige eine aktuelle Auszubildende, die die Schule im vergangenen Jahr dort kennengelernt habe. Einen weiteren Vorteil sieht Schwarz darin, Vorurteile abzubauen:
„Die Messe hilft uns auch, gegen gängige Klischees anzuarbeiten, denn die sind im persönlichen Gespräch schnell beseitigt.“
Melanie Adam und Simone Kienleitner vom BRK-Freiwilligendienst sehen den Freiwilligendienst als gute Möglichkeit für junge Menschen, die noch nicht wissen, welchen Beruf sie ergreifen möchten, oder für bestimmte Ausbildungsberufe noch nicht alt genug sind.
„Man bekommt bei uns viele Einblicke in das, was das BRK so macht“,
erklärten sie. Die Messe sei eine gute Gelegenheit, sich jungen Menschen vorzustellen. Es seien bereits einige Interessierte vorbeigekommen. Insgesamt zogen beide ein positives Fazit.
Leonie Müller und Philipp Hessler von Optik Hessler waren zum ersten Mal bei „Karriere mit Herz“ dabei.
„Wir sind hier die Exoten, weil wir in unserem Beruf Handwerk mit Sozialem vereinen“,
stellten sie fest. Das komme bei den Besuchern sehr gut an.
„Die Messe ist gut angelaufen, wir konnten schon einige interessante Gespräche führen“,
lautete ihre erste Bilanz.
Sarina Hilden vom Institut für Pflegewissenschaft des Universitätsklinikums Würzburg stellte den Bachelorstudiengang Pflegewissenschaft (B.Sc.) der Julius-Maximilians-Universität Würzburg vor. Das Studienangebot gibt es erst seit zwei Jahren.
„Die Messe ist eine gute Chance für uns, den Studiengang auch außerhalb von Würzburg bekannt zu machen“,
erzählte sie. In den Gesprächen gehe es vor allem darum, zu erklären, was Pflegewissenschaft ist und wie der Studiengang aufgebaut sei. Auch die Berufsaussichten seien ein wichtiges Thema.
„Wir haben auf jeden Fall viel positives Feedback erhalten.“
Autor:Marlene Deß aus Miltenberg |
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