Kreisel Kleinheubach
Mit Riesenschritten voran

So sieht der beeindruckende Kreisverkehrsplatz in Kleinheubach derzeit aus der Vogelperspektive aus.
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  • So sieht der beeindruckende Kreisverkehrsplatz in Kleinheubach derzeit aus der Vogelperspektive aus.
  • Foto: News Creativ / Dominik Stapf
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Kreisverkehrsplatz in Kleinheubach nimmt sichtbar Gestalt an – Baumaßnahmen gehen jetzt in einschneidende Phase – geänderte Verkehrsführung ab 2. Oktober

Jeder, der täglich die Großbaustelle in Kleinheubach passiert, kann es sehen: Die Baumaßnahmen für den fünfarmigen, zweispurigen Kreisverkehrsplatz gehen mit Riesenschritten voran. Riesig sind auch die Dimensionen, die das künftige Drehkreuz im südlichen Landkreis haben wird: Ganze 105 Meter wird der Durchmesser nach der Fertigstellung betragen.

Startschuss für das Megaprojekt war bereits im April 2017. Seit 14. Juli 2019 ist der provisorische Kreisel fertig, der seitdem den Verkehr um die Großbaustelle herumführt. „Diese Umfahrung funktioniert problemlos“, so Dipl.-Ing. Klaus Gernhart. Er ist Sachgebietsleiter und einer der verantwortlichen Planer des Staatlichen Bauamts Aschaffenburg (STBAAB), das mit seinem Amtsleiter Klaus Schwab für Planung und Bauausführung zuständig ist. „Das freut uns als Planer natürlich sehr, denn das Provisorium ermöglicht uns den zeitgleichen Weiterbau in der derzeitig laufenden Bauphase I.“ Bisher sind unter anderem drei Brückenbauwerke entstanden. Die beiden Auf- und Abfahrtsrampen von und nach Großheubach mit den dazugehörigen Stützmauern werden in Kürze fertig sein.

Änderung der Verkehrsführung ab Freitag, 2. Oktober

Etwas kniffelig wird es ab dem kommenden Wochenende wohl aber doch. „Jetzt gehen die Baumaßnahmen in eine einschneidende Phase für die Verkehrsteilnehmer, die den Bereich passieren müssen“, so Klaus Gernhart weiter. „Denn ab Freitag, 2. Oktober wird die Verkehrsführung geändert. Der Verkehr läuft dann fünf Wochen lang einspurig in Fahrtrichtung Aschaffenburg durch die Ortsdurchfahrt Kleinheubach. Das wird mit Einschränkungen verbunden sein.“

Im Detail sehen die Verkehrsänderungen wie folgt aus: Der Verkehr von Amorbach in Richtung Großheubach kann die bereits fertiggestellte neue Unterführung des Kreisverkehrsplatzes befahren, passiert dazu aber weiterhin den provisorischen Kreisel. Das Provisorium, derzeit vierarmig, wird dreiarmig. Das ist notwendig, um den Lückenschluss der St 2310 vom Kreisel in Richtung Miltenberg herzustellen. Der bestehende Anschluss an das Gewerbegebiet Seehecke wird zurückgebaut. Das Gewerbegebiet ist dann über die neu geplante Zufahrt erreichbar, die derzeit bereits einspurig funktioniert. Weiterhin wird auf der St 2441 der Deckenbau im Bereich der Bahnüberführung durchgeführt.

Erneuerung des Asphaltbelags auf der B 469

Die größten Änderungen betreffen den Verkehr von und nach Aschaffenburg. Der Verkehr aus Richtung Aschaffenburg läuft wie bisher auf der B 469, allerdings einspurig. Das ermöglicht die Erneuerung des Asphaltbelags auf der Ortsumgehung Kleinheubach im Bereich zwischen der Anschlussstelle Kleinheubach-Nord bis zum Beginn des dreispurigen Bereichs.

Einspurig durch Kleinheubach nach Aschaffenburg

Der Verkehr nach Aschaffenburg wird durch Kleinheubach geführt. Die Umleitungsstrecke führt dabei durch die Straße Im Steiner und die Hauptstraße. In der gesamten Ortsdurchfahrt von Kleinheubach gilt dann Tempo 30 und beidseitiges absolutes Halteverbot, wozu auch Verkehrskontrollen durchgeführt werden.

Zusammenfassung von zwei Bauphasen möglich

Diese ab 2. Oktober beginnenden Maßnahmen laufen zeitgleich. „Ursprünglich waren die Bauphasen II und III zeitlich voneinander getrennt“, erläutert Klaus Gernhart. „Sie werden jetzt zu einer Bauphase II/III zusammengefasst, die insgesamt fünf Wochen lang dauert.“

Seehecke nach wie vor gut erreichbar

Auch wenn der bisherige Anschluss an das Gewerbegebiet Seehecke zurückgebaut wird, bleiben die dort ansässigen Betriebe und Einzelhandelsgeschäfte weiterhin gut erreichbar. Mit der neuen Zufahrt ist gewährleistet, dass Kunden das Gewerbegebiet bequem anfahren und nach dem Einkauf auch wieder verlassen können. Die Gewerbetreibenden und Einzelhändler freuen sich über Kundschaft und werden den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten.

Abbruch der Brücke über die B 469 vom 6. bis 8. November

Am Wochenende von Freitag, 6. November bis Sonntag, 8. November kommt es zu weiteren weitreichenden Änderungen. „Nach Beendigung der Bauphase II/III am Freitag, 6. November treten wir in die Bauphase IV ein“, so Klaus Gernhart weiter. „An diesem Wochenende von Freitag, 6. November, bis Sonntag, 8. November, wird die Brücke, das Überführungsbauwerk der Kreisstraße Mil 4 – Rüdenau-Miltenberg, abgebrochen.“ Hierzu wird die B 469 von und nach Amorbach von Freitagabend bis Sonntagnachtmittag komplett gesperrt. Gleichzeitig wird am Freitag, 6. November der neue Kreisel für den Verkehr freigegeben.

Umleitung durch Miltenberg-West

Verkehrsteilnehmer, die in Richtung Amorbach fahren wollen, fahren über den Kreisel auf der St 2310 bis zur Baumschule Koschwanez, wo sie rechts abbiegen. Von dort aus geht es weiter über die Kreisstraßen Mil 4 und Mil 5 bis zum Anschluss Miltenberg/Mainbullau, wo sie wieder auf die B 469 geführt werden. Wer aus Richtung Amorbach kommt, wird an der Anschlussstelle Miltenberg/Mainbullau abgeleitet und fährt über die Breitendieler Straße bis zur Einmündung Kleinheubacher Straße/Mainzer Straße. Hier ist für Linksabbieger die Weiterfahrt über die St 2310 zum neuen Kreisel in Richtung Aschaffenburg oder für Rechtsabbieger nach Miltenberg möglich.

Finale Bauphase ab 8. November

In die finale Bauphase V, die ab Sonntagnachmittag eingerichtet wird, geht es dann ab 8. November. „In dieser Bauphase werden wir die beiden Auf- bzw. Abfahrtsrampen des Kreisels aus und nach Amorbach bauen“, legt Klaus Gernhart dar. Hierbei wird der Verkehr in Fahrtrichtung Amorbach analog der Bauphase IV über den neuen Kreisel, die St 2310, die Mil 4 und die Mil 5 zur Anschlussstelle Miltenberg/Mainbullau und von dort wieder auf die B 469 geführt. Verkehrsteilnehmer aus Richtung Amorbach werden in dieser Phase einspurig unter dem neuen Kreisel hindurchgeführt und müssen, falls sie nach Aschaffenburg, ins Gewerbegebiet Seehecke oder nach Rüdenau möchten, an der Anschlussstelle „Kleinheubach Im Steiner“ abfahren. Von dort werden sie an der Auffahrtrampe zur St 2441 wieder in Richtung Kreisel geleitet. Auf dem neuen Kreisel verteilt sich der Verkehr in die jeweils gewünschte Fahrtrichtung.

Planmäßiger Abschluss Ende Juni 2021

„Sobald die zuerst gebaute Auffahrtsrampe aus Fahrtrichtung Amorbach kommend fertiggestellt ist, werden wir diese bereits für den Verkehr freigeben“, sagt Klaus Gernhart. „Die Verkehrsführung über die Anschlussstelle ´Kleinheubach Im Steiner´ entfällt dann. Nach Fertigstellung der Abfahrtsrampe vom Kreisel in Fahrtrichtung Amorbach, nach Rückbau sämtlicher provisorischer Baustraßen und nach Fertigstellung der noch fehlenden Radwege wird die Gesamtbaumaßnahme planmäßig Ende Juni 2021 abgeschlossen sein.“

Autor:

Andrea Kaller-Fichtmüller aus Miltenberg

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