SPD-Kreistagsfraktion traf sich mit Ernst Bäppler vom Fahrgastbeirat der Westfrankenbahn
Sozialdemokraten setzen sich für Optimierung des ÖPNV ein

Die neue Lackierung der Westfrankenbahn.
  • Die neue Lackierung der Westfrankenbahn.
  • Foto: Wikipedia commons, Westfrankenbahn
  • hochgeladen von Ruth Weitz

Das hohe Interesse der Bevölkerung an der Westfrankenbahn spiegelt sich im Kontakt mit dem Fahrgastbeirat wider. Ein Streckennetz von Schöllkrippen bis Heilbronn wird von der Westfrankenbahn bedient, der längste Teilabschnitt liegt in Baden-Württemberg. Wie komplex die Gesamtsituation ist, erläuterte Ernst Bäppler (Obernau), eines der 16 Beiratsmitglieder, den Mitgliedern der SPD-Kreistagsfraktion im FC-Sportheim in Kleinwallstadt.

Einen ganzen Packen an Presseveröffentlichungen hatte Fraktionsvorsitzender Roland Weber dabei, die positive, aber in der Mehrzahl negative Inhalte über Fahrplangestaltung und Zugausfälle enthielten. Nach den Ausführungen Bäpplers waren Personalengpässe und ein Mangel an Fahrzeugen in der Hauptsache der Grund für die Probleme im letzten Halbjahr. »Wir vom Fahrgastbeirat können da eigentlich gar nicht viel machen«, sagte der Beamte im Ruhestand, der als langjähriger früherer Berufspendler fundierte Kenntnisse hat. Wie er erläuterte, bringt er gemeinsam mit seinen Mitstreitern konstruktive Vorschläge für eine Verbesserung ein, die den Bahnkunden zugute kommen sollen. Wo es zusätzlich hakt, seien die Verknüpfungen mit den Anschlusszügen der hessischen Landesbahn und des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV).
Problematisch sei in dieser Hinsicht der geplante Jahresfahrplan 2019/2020. Wenn der so in Kraft trete, würden die Fahrgäste aus Frankfurt bei Ankunft in Aschaffenburg den Anschlusszug an die Regionalbahn nach Miltenberg um gerade einmal um wenige Minuten verpassen und müssten dann manchmal sogar bis zu 50 Minuten warten, monierte Bäppler.
Laut späterer Nachfrage bei Landrat Jens Marco Scherf steht das Fahrplankonzept ab Dezember 2019 noch nicht endgültig fest. Die bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) arbeiteten derzeit an optimalen Anschlüssen in Aschaffenburg.Weiterhin kritisierte der Vertreter des Fahrgastbeirats, dass die Fahrradmitnahme im Netz der Westfrankenbahn zu gewissen Zeiten kostenpflichtig sei, beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) aber durchweg kostenfrei.
Die SPD-Kreistagsmitglieder waren sich einig, dass insgesamt eine Erleichterung für Bahnfahrer zwischen den Landesgrenzen erfolgen müsse, gerade auch, was den Fahrkartenkauf an den Automaten betrifft. Um auf der Strecke von Aschaffenburg nach Wertheim die Fahrzeiten zu verkürzen, sind laut Bäppler weitere Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen. Möglichkeiten bestünden in Form einer Doppelspurinsel parallel zum Unternehmen Hofmann in Elsenfeld und in Hasloch, wo sich entsprechendes Gelände für ein Kreuzungsgleis im Besitz der Bahn befinde.
Um den öffentlichen Personennahverkehr attraktiver zu gestalten, sei nicht nur eine effizientere Gestaltung des Westfrankenbahnnetzes erforderlich, so die einheitliche Meinung der Sozialdemokraten. Für den Verkehrsverbund VAB (Verkehrsgemeinschaft bayerischer Untermain) mit den jeweiligen Buslinien wünschten sie sich ebenfalls einen Fahrgastbeirat, der die Interessen der Kunden vertritt.
Im November beim SPD-Dreiländertreffen in Buchen mit den Kreistagsfraktionen aus dem Neckar-Odenwaldkreis, aus dem Kreis Bergstraße, dem Kreis Miltenberg und dem Odenwaldkreis soll das Thema ÖPNV noch einmal explizit aufgegriffen werden. »Wir sollten auch die Kreistagskollegen aus dem Main-Tauber-Kreis dazu einladen«, meinte Roland Weber.

Autor:

Ruth Weitz aus Obernburg am Main

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