Theaterstück des Seniorennachmittages der Nachbarschaftshilfe und der Seniorenbeauftragten des Marktes Kleinwallstadt Hannelore Kreuzer
"Onnas Middoachsdisch"

Die Darsteller von links nach rechts.
Fanziska Zahnleiter (Soffi), Elisabeth Jung (Bauwett), Maria Jakob (Onna), Hannelore Kreuzer (Cäcil)
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  • Die Darsteller von links nach rechts.
    Fanziska Zahnleiter (Soffi), Elisabeth Jung (Bauwett), Maria Jakob (Onna), Hannelore Kreuzer (Cäcil)
  • Foto: Alle Fotos von Hannelore Kreuzer
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„Woas frijer alles bassiert ist – Onnas Middoachsdisch“

Anlässlich des Seniorennachmittags wurde im „Wohnzimmer des Boischemosders, der Zehntscheier“ ein Theaterstück in Mundart (Kleinwallstadter Dialekt) aufgeführt. Die Moderation und Einführung des Stückes wurde von Peter Landwehr-Büttner vorgenommen. Er wies in seiner Ansprache darauf hin, dass dieses Theaterstück auf wahren Begebenheiten aus früheren Zeiten, überwiegend aus Kriegszeiten, beruhe und dies auch unbedingt im Kleinwallstadter Dialekt aufgeführt werden solle, damit das wertvolle der Sprache in seiner ursprünglichen Form erhalten bleibe. Die Darstellerinnen, alle waschechte Kleinwallstadterinnen wie Maria Jakob, die Seniorenbeauftragte des Marktes Kleinwallstadt Hannelore Kreuzer, Franziska Zahnleiter und Elisabeth Jung, konnten in ihren Rollen als „Onna, Bauwett, Cäcil und Soffie vor vollbesetztem Haus absolut überzeugen. Man traf sich zum Middoachesse bei de Onna. Diese servierte ihren Gästen den bewährten Krummbernstommbes mit gedärrde Quetsche und Saifissjen. Während des „gonzen Gebabbels“ kam heraus, dass der Mann der guten Nachbarin Cäcil, de Julius, den Holzscheid mit Schwarzpulver präpariert hatte, weil der „Holzschdous im Laufe der Zeit immer klener woarn is“ und man somit den Dieb finden wollte. Während des Middoachessens boi de Onna is donn des Holz boim Schiern des Oufens explodiert! „Sou jedzd hem märn vewischd de Dieb“ kreischd di Cecil verwunnerd. Dann begann man in der Küche zu diskutieren in der wunderbaren Sprache des Kleinwallstadter Dialektes. Natürlich war auch eine Zweiheimische dabei, di foi Soffi, die jetzt versuchte zu „dibbsche“(schlichten). Die 4 Laiendarstellerinnen konnten in brillanter Weise die Szenen auf der Bühne darstellen und ernteten großen Beifall von den Zuschauern. Geladen hatte zu diesem sehr imposanten Nachmittag die Nachbarschaftshilfe sowie die Seniorenbeauftragte Hannelore Kreuzer, die stets ihre Besucher mit einem besonderen Programmpunkt überrascht.Die Idee des Stückes wurde in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit der Darbietenden gefasst und niedergeschrieben. Vorher wurden viele Geschichten und Erzählungen, die auf wahren Begebenheiten beruhen in „Babbelnachmittagen“ in der Rohe schen Altenheimstiftung und in privater Runde von Mitgliedern des Heimat- und Geschichtsvereins und interessierten Bürgern zusammengetragen. Die Gespräche werden dabei vertont und anschließend nach Würzburg an die Universität zur Erhaltung der Sprache geschickt und dort im Dialekt verschriftet. Diese Fassung soll dann später in einem Dialektbuch dokumentiert werden. Von der Kleinwallstadter Mundartverfasserin Rita Lebert gibt es bereits eine Dokumentation, die sich im Bestand der Unibibliothek Würzburg befindet. Maria Jakob widmet sich seit Monaten der heimischen Mundart. Sie möchte das Begonnene von Rita Lebert fortsetzen und das neu Erarbeitete für nachfolgende Generationen erhalten. Für diese wertvolle Sache hat sie viele Unterstützer in der Bevölkerung gefunden. Auch das Mundarttheaterstück gehört zu diesem Refugium. Hannelore Kreuzer teilte mit, dass dieses Stück im Frühjahr nächsten Jahres in der Rohe`schen Stiftung nochmals aufgeführt wird.

(Verfasser des Artikels Hannelore Kreuzer)

Autor:

Hannelore Kreuzer aus Kleinwallstadt

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