Tag der offenen Gartentür
Inspirierende Gartenvielfalt erleben
- Stefanie Schneider öffnet am Tag der offenen Gartentür ihren Naturgarten im Sulzbacher Ortsteil Dornau für Gäste.
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Tag der offenen Gartentür am Sonntag, 14. Juni von 10 bis 17 Uhr – Zu Besuch bei Gartenbesitzern in unserer Region
Am 14. Juni findet wieder der Tag der offenen Gartentür statt. Gartenliebhaberinnen und -liebhaber, Pflanzeninteressierte und alle, die Freude am Gärtnern haben, bekommen an diesem Tag von 10 bis 17 Uhr die Gelegenheit, die ganze Vielfalt von Gärten zu erleben. Sie erhalten Einblicke in Privatgärten, können Impressionen sammeln, mit Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzern ins Gespräch kommen und Anregungen für den eigenen Garten mitnehmen.
Insgesamt sieben Gärten aus unserer Region, darunter zum ersten Mal auch ein Garten im benachbarten hessischen Breuberg im Odenwaldkreis, öffnen in diesem Jahr ihre Gartenpforten und freuen sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Die sechs geöffneten Gärten im Landkreis Miltenberg befinden sich in Kirchzell-Buch, Faulbach, Mömlingen, Obernburg, Sulzbach und Sulzbach-Dornau.
Broschüre in den Gemeinden erhältlich
Ausführliche Beschreibungen der Gärten und Informationen sind unter: www.bezirksverband-gartenbau-unterfranken.de/veranstaltungen/tag-deroffenen-gartentuer/ im Internet zu finden. In einer Broschüre, die in den Rathäusern ausliegt, sind zudem weitere Gärten aufgeführt in den Landkreisen Aschaffenburg und Main-Spessart liegen.
Den eigenen Garten für Gäste öffnen
Jeder, der schon einmal beim Tag der offenen Gartentür teilgenommen hat, weiß: Dieser Tag mit Gästen im eigenen Garten ist jede Mühe und Anstrengung wert, denn er belohnt mit neuen Erfahrungen, intensiven Gesprächen und schönen Erlebnissen. Wenn auch Sie sich im nächsten Jahr beim Tag der offenen Gartentür beteiligen möchten, dann können Sie sich an Gabriel Abt, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Miltenberg wenden. Er ist unter Telefon 09371/501-582 bzw. E-Mail gabriel.abt@lra-mil.de erreichbar und berät und informiert Sie gerne.
Kleines Naherholungsgebiet für die Seele in Kirchzell-Buch
- Anita Hofmann hat im Kirchzeller Ortsteil Buch ein kleines Naherholungsgebiet für die Seele geschaffen, das sie am Tag der offenen Gartentür für Gäste öffnet.
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Anita Hofmann hat im Kirchzeller Ortsteil Buch, Haus Nr. 8, ein kleines Naherholungsgebiet für die Seele geschaffen. „Ich gehe mit offenen Augen durch die Welt und bin sehr daran interessiert, vieles selbst zu machen. Das spiegelt sich in unserem Garten wider. Mit Holz aus dem eigenen Wald und den Steinen auf unserem Grundstück haben wir einen ländlichen Garten geschaffen. Wie in einem Bauerngarten blüht es hier das ganze Jahr hindurch. Ich hole mir Ideen und Inspirationen aus dem, was ich sehe oder was mir begegnet und versuche dann, dies in meinem Garten umzusetzen. So habe ich viele alte Dinge verwertet und im Garten verbaut. Etwas herausfordernd ist die Bodenbeschaffenheit unseres Gartens. Der lehmige, sehr feuchte Boden hat dazu geführt, dass wir im Laufe der Zeit vieles in die Höhe gebaut haben. So haben wir den Sitzplatz, der zuerst bodeneben angelegt war, um eine Stufe erhöht oder auch verschiedene Beete höher gesetzt. Auch der Pool ist nicht im Boden eingelassen.“ Der Lieblingsplatz von Anita Hofmann ist ihr Philosophenbänkchen an der Hecke. „Hier kann ich sitzen, meinen ganzen Garten mit den vielen liebevoll gestalteten Details überblicken und mich an der wechselnden Blütenpracht erfreuen, die sich das ganze Jahr durch den Garten zieht.“
Großer Naturgarten zum Verweilen in Dornau
- Stefanie Schneider öffnet am Tag der offenen Gartentür ihren Naturgarten im Sulzbacher Ortsteil Dornau für Gäste.
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„Beim Betreten meines Gartens lässt man sich auf eine wohltuende Wildnis ein.“ Mit diesem Satz beschreibt Stefanie Schneider sehr treffend ihren Garten in der Sulzbacher Str. 10 in Dornau, einem Ortsteil von Sulzbach. „Die Gartengestaltung war ein längerer Prozess. Im Jahr 2005 habe ich damit angefangen und hatte den Anspruch, dass ich bestimmte Stauden an bestimmten Standorten haben möchte – komme, was da wolle. Die Natur hat mich aber gelehrt, dass das nicht der richtige Weg ist. So habe ich mich im Laufe der Jahre auf die Natur eingelassen und gesehen, dass das ein guter Weg ist, dass man mit der Natur sehr viel besser arbeitet und dass man das, was sich selbst über Samen verbreitet, zunächst wachsen lassen und beobachten sollte. Als ich den Garten übernommen habe, war noch ein Altbestand an Bäumen da, beispielsweise eine Hängebirke und eine große Hasel, die ich gut in die Gestaltung integrieren konnte.“ Gleich über mehrere schöne Ecken zum Sitzen freut sich Stefanie Schneider, wenn sie durch ihren Garten geht. „Da ist zunächst die Holzterrasse unter der Weinpergola, dann gibt es eine runde Steinterrasse, die von schönen Wildsträuchern und Stauden umgeben ist, und dann ist da noch eine schöne große Bank unter mittlerweile sehr hohen Bäumen, die wohltuenden Schatten spenden. Und wenn der Sommer so richtig beginnt, ziehe ich mich am liebsten unter die Hängebirke in den Schatten zurück.“
Wohlfühlort mit großzügigem Schwimmteich in Faulbach
- In Faulbach öffnen Inge und Stephan Richter am Tag der offenen Gartentür ihren Garten mit großzügigem Schwimmteich.
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In der Gartenstraße 7 in Faulbach haben Inge und Stephan Richter ihren Traumgarten angelegt. Zentrales Element des Gartens ist ein großzügiger Schwimmteich. „Es war uns sehr wichtig, das Element Wasser in unseren Garten zu holen. Denn wir lieben es, die vielen Insekten wie Libellen, Hummeln und Wildbienen oder auch Molche und andere am und im Wasser lebende Tiere zu beobachten. Die Tierwelt des Wassers fasziniert uns. Unseren Teich haben wir ursprünglich als Gartenteich angelegt. Erst später haben wir ihn zu einem Schwimmteich umgestaltet. Eine Herausforderung war es für uns, freien Zugang zu den vorhandenen Fahrzeugen zur Pflege der Grundstücke zu gewährleisten aber auch den Garten ansprechend und harmonisch zu gestalten.“ Besonders am Herzen liegen Inge und Stephan Richter neben den Tieren die Pflanzen an ihrem Teich. „Es ist einfach schön, die Blumen wachsen zu sehen. Die Bepflanzung um den Teich herum, der Ufergraben mit Wasser und entsprechenden Pflanzen, der sich anschließende Steingarten – all das erfreut uns, wenn wir durch unseren Garten gehen.“
Bienen- und insektenfreundlicher Staudengarten in Mömlingen
- Kerstin und Martin Hohm öffnen am Tag der offenen Gartentür ihren bienen- und insektenfreundlichen Staudengarten.
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Kerstin und Martin Hohm haben in der Memelerstr. 4 in Mömlingen entlang des Radweges und Amorbach einen bienen- und insektenfreundlichen Staudengarten angelegt. „An unserem Grundstück kommen sehr viele Menschen vorbei. Unser Vorgarten ist bewusst offen gestaltet, so dass jeder, der vorbeikommt, sich den Garten anschauen kann. Wir sind zudem sehr naturverbunden und möchten Insekten, Bienen und Schmetterlinge unterstützen. Daher haben wir Pflanzen ausgesucht, die biologisch sind und von den Tieren angenommen werden. Da der Garten nach Süden ausgerichtet ist, mussten die Pflanzen auch hitze- und trockenheitsresistent sein. Entstanden ist eine vielfältige bunte Mischung von Pflanzen, so dass das ganze Jahr hindurch immer irgendetwas blüht. Das war uns sehr wichtig. Zudem haben wir großen Wert daraufgelegt, überwiegend heimischen Pflanzen und Stauden den Vorzug zu geben. Ursprünglich war unser Garten großflächig mit einer Folie ausgelegt, auf der Schotter lag. Als wir 2005 in unser Haus eingezogen sind, haben wir schon viele Stauden gepflanzt, aber die Folie hat uns große Probleme gemacht, so dass wir das Ganze nochmal in die Hand genommen, die Folie entfernt und den Garten natürlich angelegt haben.“ Kerstin und Martin Hohm freuen sich heute über ihren einsehbaren Vorgarten. „Direkt hinter unserem Haus ist das Seniorenheim. Wir freuen uns, wenn Spaziergänger oder Radfahrer vorbeikommen, die Freude an unserem Garten haben und mit denen wir ins Gespräch kommen können.“ Und auch die Verbindung zur Kunst ist Familie Hohm wichtig. Kerstin Hohm ist Bildhauerin und öffnet am Tag der offenen Gartentür mit der Künstlerin Suzanne Lawerentz ihr Atelier für eine Ausstellung.
Wunderschöne, verträumte Gartenoase mitten in der Obernburger Altstadt
- Mitten in der Altstadt von Obernburg liegt Karin Ledvinkas romantischer Stadtgarten.
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Mitten in der Altstadt von Obernburg, verborgen hinter dem Geschäft „CREATIV – Wohnlust & Gartenliebe“ in der Lindenstraße 9, liegt Karin Ledvinkas romantischer Stadtgarten. „Unser Garten ist nicht von heute auf morgen entstanden“, erzählt Karin Ledvinka. „Ich hätte mir nie vorstellen können, alles auf einmal zu gestalten. Deshalb ist er Stück für Stück gewachsen.“ Über die Jahre entstanden so verschiedene kleine Gartenräume, die dem Garten seinen besonderen Charme verleihen. Verwinkelte Wege, liebevoll arrangierte Pflanzen und geschützte Ecken machen ihn zu einem Ort, der immer wieder neue Blickwinkel eröffnet und zum Entdecken einlädt. Der Garten, der bereits seit Generationen in Familienbesitz ist, bietet ideale Voraussetzungen für üppiges Wachstum. Bei der Pflanzenauswahl legt Karin Ledvinka großen Wert auf heimische Arten und eine harmonische Vielfalt. So finden sich hier unter anderem eine große Kastanie, verschiedene Rosen sowie zahlreiche weitere heimische Pflanzen, die dem Garten seine natürliche und zugleich romantische Atmosphäre verleihen. Besonders am Herzen liegen ihr die sorgfältig gepflegten Buchshecken und Buchskugeln, die sie selbst aus Stecklingen herangezogen hat. Umso größer ist die Freude, dass sie diese durch aufmerksame Pflege und mühsames Absammeln bislang erfolgreich gegen den Buchsbaumzünsler schützen konnte. Wer den Garten besucht, darf sich auf viele liebevolle Details, Inspirationen und eine ganz besondere Atmosphäre mitten im Herzen der Altstadt freuen.
Idyllischer Wohl- und Rückzugsort in Sulzbach
- Der Kater von Anja und Stefan Schwarzkopf aus Sulzbach ist sehr gerne im Garten und begrüßt die Gäste.
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In der Hauptstraße 47 in Sulzbach haben Anja und Stefan Schwarzkopf nach eigenen Vorstellungen einen kleinen, gut angelegten Wohl- und Rückzugsort zum Entspannen geschaffen. „Es mag vielleicht auf den ersten Blick etwas unordentlich wirken, aber das ist so gewollt. Das, was wir damals vorfanden, war ein Nutzgarten mit Hügelbeeten. Diesen wollten wir in eine bunte blühende Spielwiese verwandeln. Wir haben sehr viel ausprobiert und beobachtet, um zu erkennen, was wo am besten wächst, denn der Boden ist recht trocken und es gibt viele Steine. Anregungen für die Gestaltung haben wir uns aus verschiedenen Gartenzeitschriften geholt. So konnten wir durch Zufall ein altes Zugangstor aus einem Weinberg bekommen, das entrostet und nun als Rankhilfe eingesetzt wurde. Wir lieben Hortensien und Rosen und so rankt auf der einen Seite des Tores eine Kletterrose, auf der anderen eine Kletterhortensie empor. Eine alte Hecke aus Thujastauden musste weichen und auch dem Bambus geht es demnächst noch an den Kragen, denn wir möchten den Garten zu einem Naturgarten umgestalten.“
Üppiger, bunter Staudengarten in Hanglage in Breuberg
- Am Tag der offenen Gartentür gewähren Michelle und Wenzel Wellenbeck Einblicke in ihren Hanggarten mit üppigen, farbenfrohen Stauden.
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Einen Hanggarten mit üppigen, farbenfrohen Stauden öffnen Michelle und Wenzel Wellenbeck in den Schadenhecken 11a in Breuberg in der Nähe von Mömlingen am Tag der offenen Gartentür. „Wir wollten keinen klassischen Garten mit viel Rasen, sondern einen blütenreichen Garten. Das war unser Leitmotiv. Daher haben wir viele bunte Stauden gepflanzt, der Rest hat sich entwickelt. Entstanden ist ein üppig gewachsener Garten mit spannenden Blickachsen und verschiedenen Räumen, die Struktur geben.“ Bei der bunten Farbenpracht war die Hanglage des Grundstücks die größte Herausforderung für Familie Wellenbeck. „Das Gärtnern in Hanglage ist körperlich viel anstrengender, als man denkt. Man kann nicht einfach mit der Schubkarre Material von A nach B fahren, die Logistik ist oft eine Herausforderung. Aber auch die Auswahl der Pflanzen will gut überlegt sein. Vor allem bei der Gartenneuanlage spielte die Erosion eine Rolle, denn wenn der Hang nicht bepflanzt ist, spült es die Erde bei Starkregen einfach weg. Generell ist die Bewässerung herausfordernd, denn durch den Hang fließt Regenwasser schnell ab, statt zu versickern. Und letztendlich muss man auch in mehreren Ebenen denken und die Pflanzen gezielt im Hang platzieren, damit der Garten auch aus der Perspektive von unten harmonisch wirkt und nicht nur die Stängel sichtbar sind – anders als z. B. bei ebenen Gärten, die meist von oben betrachtet werden. All das waren neue Erfahrungswerte für uns, aus denen wir viel gelernt haben.“ Heute freuen sich Michelle und Wenzel Wellenbeck über ihren bunten Hanggarten. „Unser Lieblingsbeet an der Terrasse begeistert uns das ganze Jahr: Frühblüher, Stauden und Gehölze sorgen stets für üppige Farbenpracht und schöne Ausblicke.“
Autor:Andrea Kaller-Fichtmüller aus Miltenberg |
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