Gott und das Schifffahrtsmuseum Wörth
Der Anker
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Was tun wir Deutschen gern, um den Alltag hinter uns zu lassen? Rausgehen in die Natur! Was tun wir, wenn ein Fluß oder ein See oder gar das Meer in der Nähe sind? Natürlich dort hingehen! Wir verweilen dort und bekommen das Gefühl, dass unsere Gedanken gereinigt werden. Etwas zieht uns an diese Orte. Eine Sehnsucht nach Frieden und Freiheit, heraus aus allen Lasten und Belastungen. Ich bin das Wasser des Lebens, sagt Jesus.
Die vergangene Predigt in der Christuskirche entstand auf einem Spaziergang in Wörth am Main, als der Prediger auf einmal vor den Ankern des Schifffahrtsmuseums zu stehen kam. Tief ergriffen davon, wie unverankert das Leben geworden ist, wie alles scheinbar möglich, dafür aber nichts mehr sicher ist. So kam ihm sein Text für den Sonntag in den Sinn. Es ist völlig unerheblich, welche Schwierigkeiten, Sorgen, Ängste, Eigenwilligkeiten uns im Leben umtreiben. Wenn wir sie alleine meistern oder einfach nur unseren Willen durchsetzen wollen, werden wir scheitern. Über kurz oder lang. Die Bibel gibt in ihrer belegten Historie zahlreiche Beispiele für dieses Scheitern. Das eigene Leben, die Geschichten aus dem eigenen Umfeld, die Nachrichten aus Deutschland und aus aller Welt - belegen sie etwas anderes? Da müssen wir uns nichts vormachen. Wo ist die Hoffnung? Wo ist der Halt? Wo ist der Anker? Die Antwort kam poetisch, in dem sehr gefühlvollen Vortrag des Liedtextes „Mein ganzes Hoffen ruht allein…“ von Edward Mote aus dem Jahr 1834. Hier zum Nachlesen: (My Hope ist Built on Nothing Less)
Mein ganzes Hoffen ruht allein
auf Christi Blut und Kreuzespein;
ob jede andre Stütze bricht,
der ew'ge Fels betrügt mich nicht!
Umgibt mich Zweifel dann und wann,
doch Seine Treu nicht ändern kann.
Ob Sturm auf Sturm das Herz mir presst,
der Fels hält meinen Anker fest.
Sein Wort, Sein Bund, Sein teures Blut
bewahren mich trotz jeder Flut.
Auf Christum bau ich ganz allein,
wer sollte so nicht glücklich sein?
Christus, der Fels, allein hält stand!
Wer anders baut, der baut auf Sand!
Gott ist treu, er ist der Anker unseres Lebens. Er kennt uns und weiß, dass wir alle unseren eigenen Kopf haben und alles besser wissen. Er lässt zu, dass wir scheitern, um unseretwillen. Wie bricht man lebensverneinenden Hochmut? Wir können Gott nur freiwillig erkennen und nur freiwillig verstehen, warum er am Kreuz für dich und mich die Verantwortung für alle unsere Fehlentscheidungen und deren Konsequenzen trug. Er liebt uns und möchte mit uns den Weg der Vergebung gehen. In alle Ewigkeit.
Herzliche Einladung zu unseren Gottesdiensten: Sonntag, 10:00 Uhr, Christuskirche Niedernberg, Römerstraße 79
Nicht vergessen: Gott ist gut!
Eure EFG-Niedernberg
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