Schlüsselbund symbolisiert gemeinsamen Bund mit der Pfarreiengemeinschaft

Dekan Markus Lang begrüßt Pfarrer Kycia
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  • hochgeladen von Susanne Kiesel

Sulzbach. Zusammen mit den Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine, fast 50 Ministranten aus den drei Ortschaften Sulzbach, Soden und Dornau und sechs Priester- bzw. Diakonkollegen ist am ersten Sonntag im Februar der neue Pfarrer Arkadius Kycia zum festlichen Einführungsgottesdienst in die Kirche St. Margareta in Sulzbach eingezogen. Das Gotteshaus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Denn dieses wichtige Ereignis wollten natürlich viele mitfeiern.

Mit dem fröhlichen Lied „Komm herein und nimm Dir Zeit für Dich“ begrüßte der aktuelle Kommunionjahrgang den neuen Pfarrer. Dekan Markus Lang eröffnete den Gottesdienst und beglückwünschte die Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft dazu, dass die nach dem Wechsel von Pfarrer Norbert Geiger in den Ruhestand eingetretene Vakanz auf der Pfarrstelle nicht einmal ein Jahr gedauert habe. In seiner kurzen Ansprache erinnerte er die Gemeinde, dass sicherlich nach der großen Begeisterung aller auch der Alltag einkehren wird, der nicht alle Erwartungen erfüllen kann. Es liegt nun am Wollen und Mittun aller, dass die Gemeinschaft tragfähig und lebendig ist, denn alleine kann der Pfarrer gar nichts ausrichten. Anschließend verlas er die Ernennungsurkunde von Bischof Hofmann und nahm Pfarrer Kycia in Erinnerung an sein Weihegelöbnis das Versprechen ab, aus tiefstem Herzen seine Aufgabe als Mitarbeiter des Bischofs zuverlässig auszuüben, die Gemeinde unter der Führung des Heiligen Geistes umsichtig zu leiten, das Evangelium treu und gewissenhaft zu verkünden und die Sakramente mit der Gemeinde zum Lobe Gottes und zum Heil der Menschen ehrfürchtig zu feiern.
Die Kirchenpfleger der drei Ortskirchen übergaben danach Pfarrer Kycia die Schlüssel der Kirchengebäude, für die er nun auch verantwortlich ist. An einem gemeinsamen Ring hängend seien sie, wie Kirchenpflegerin Regina Krebs betonte, wie die Pfarreiengemeinschaft selbst, miteinander eng verbunden. Die drei Pfarrgemeinden seien in den vergangenen neun Jahren eng zusammengewachsen und bildeten nun eine lebendige Gemeinschaft, die mit dem neuen Pfarrer gemeinsame Wege gehen will.
Pfarrer Kycia führte in seiner Predigt die für diesen Sonntag vorgesehenen und auf unterschiedliche Weise auf menschliches Leid bezogenen Texte der beiden Lesungen und des Evangeliums zusammen. Er wünschte den Gläubigen, Leiderfahrungen auch positiv zu erleben, sei es im Ertragen, wie bei Hiob, im Aufbauen, wie bei Paulus, und im Heilen, wie bei Jesus. Er ermunterte alle dazu, immer wieder neu dem Sinn des Glaubens nachzuspüren, indem sie die Frage stellen, was Gott von ihnen als Christ bzw. Christin im Hier und Jetzt erwarte. . Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass alle gemeinsam mit anpacken und sich gegenseitig helfen und unterstützen. Betonte auch, dass er sich auf das tolle Team an haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern sehr freue. Ergreifender Moment des Gottesdienstes war, als er die neue Gemeinde im Rahmen einer Schweigeminute um ihren stillen Segen bat.
Als Mitzelebranten standen am Altar Pfarrer Martin Wissel aus Leidersbach und dessen Ruhestandspfarrer Karl Schüßler, ferner der Sulzbacher Diakon Karl-Heinz Klameth, der aus Sulzbach stammende Dekan von Lohr, Pfarrer Hermann Becker, sowie Pfarrer Frank Mathiowetz, gebürtig aus Obernau und künftiger Pfarrer von Alzenau, sowie Diakon Erhard Lang aus Großwallstadt.
Herausragend war die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes durch Paul Merz an der Orgel und dem Sulzbacher Gesangverein „Sängerkranz“ unter der Leitung von Olga Bohn-Kaliakina, die mit ihren Stücken und Interpretationen den Einführungsgottesdienstes zusätzlich zu einem besonderen Erlebnis werden ließen, so z.B. beim innigen Ave Verum oder dem freudig jubelnden „Preiset froh den König“.
In einer Kirchenparade, angeführt durch die Blasorchester aller drei Ortsteile, zog die Gemeinde mit ihrem neuen Pfarrer und seinen Familienangehörigen zur Gemeindehalle in der Braunwarthsmühle, wo Vertreter aus Kirche, Politik und Vereinen ihn aufs herzlichste begrüßten und ihm ihre Wünsche für eine gute Zusammenarbeit übermittelten. So hießen ihn Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, Bürgermeister Peter Maurer, Norbert Elbert - als Vorsitzender vom Johanniszweigverein, Andreas Bergmann vom Sozialkreis, Hermann Spinnler vom Vereinsring sowie Martin Preu - Vorstand der evangelischen Kirchengemeinde - an der neuen Wirkungsstätte willkommen. Die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden der drei Ortschaften überreichten ihm das Willkommenspaket der Pfarreiengemeinschaft St. Christophorus, das alle Sulzbacher Neubürger bekommen, und mit allem Wissenswerten über Sulzbach-Soden-Dornau aufwartet. Dazu bekam er einen hölzernen Wanderstab und einen gut gefüllten Rucksack als Ausstattung für eine gemeinsame Erkundungswanderung im April auf dem Pfarreiengemeinschaftsweg, der alle kirchlichen Einrichtungen der Pfarreiengemeinschaft miteinander verbindet. Kirchenpflegerin Regina Krebs begrüßte Pfarrer Kycia in seinem neuen Amt als Vorsitzenden der Kirchenverwaltungen der drei Ortschaften, dem nunmehr auch die Verantwortung für die finanziellen und vermögensrechtlichen Belange der Pfarrgemeinden obliege. Deren dringlichstes Projekt sei im letzten Jahr die Generalsanierung des Pfarrhauses gewesen, die trotz enormen Termindrucks unter Federführung des Bauausschusses rechtzeitig bewältigt worden sei. Sie bedankte sich bei allen, die durch ihren hohen Einsatz dazu beigetragen und damit das Einführungsfest am heutigen Tage ermöglicht hätten.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Pastoralreferent Christof Gawronski. Die musikalische Gestaltung mit modernen Lobpreisliedern übernahm die Sulzbacher Band „Spirit Kitchen“.

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