Gerd Bayer im Gespräch mit Sozialarbeiter*innen
Unruhen auf Europas Straßen – Was bewegt unsere Jugend vor Ort?
- hochgeladen von Horst Berger
Gerd Bayer, Bündnis 90/Die Grünen MdL im Gespräch mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern über Zukunftsängste, gesellschaftliche Spaltung und die Lebensbedingungen junger Menschen.
Termin: Freitag, 30. Oktober 2026, um 15 Uhr im Brunnencafé in Buchen.
Buchen. Klimakrise, steigender Leistungsdruck, soziale Ungleichheit und gesellschaftliche Konflikte: Viele junge Menschen wachsen in einer Zeit auf, in der Zukunftsversprechen zunehmend infrage stehen. Welche Sorgen beschäftigen Jugendliche heute? Wie erleben sie die gesellschaftlichen Veränderungen – und was muss sich ändern, damit junge Menschen Perspektiven entwickeln und ihren Platz in der Gesellschaft finden können?
Diesen Fragen widmet sich ein öffentliches Gespräch mit Gerd Bayer MdL, dem Betreuungsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen für den Neckar-Odenwald-Kreis. Die Moderation übernimmt Horst Berger, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Buchener Gemeinderat.
Mit den Sozialarbeitenden Dustin Hartman, Anna Garcia-Mora, Franziska Nachtmann und Lorenz Hamberger sollen Erfahrungen aus dem unmittelbaren Alltag junger Menschen zur Sprache kommen. Sie sind über den Caritas Verband in zahlreichen Buchener Schulen aktiv. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich globale Krisen und gesellschaftliche Entwicklungen vor Ort bemerkbar machen – und welche Antworten Politik und Gesellschaft darauf geben können.
Zwischen digitalem Perfektionsdruck und unsicherer Zukunft
Soziale Medien vermitteln häufig das Bild eines perfekten Lebens. Gleichzeitig wächst bei vielen jungen Menschen der Druck, in Schule, Beruf und Freizeit erfolgreich sein zu müssen. Hinzu kommt die Krise des Zukunftsversprechens für junge Menschen: Kann man aus der Perspektive der Jugendlichen noch hoffen auf ein besseres Leben, auf ein Abwenden der Klimakatastrophe, auf eine sichere Rente?
Auch die zunehmende Spaltung der Gesellschaft soll Thema sein: die Kluft zwischen Arm und Reich sowie der Umgang mit Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen: Mobbing, Stigmatisierung bis hin zu Remigrations Phantasien. Was empfinden dabei betroffene Jugendliche? Was bedeutet das für junge
Menschen, wenn gleichzeitig bei Leistungen wie der psychotherapeutischen Versorgung gespart werden soll?
Welche Verantwortung tragen Kreis, Land und Kommune?
Das Gespräch soll ausdrücklich auch konkrete Handlungsmöglichkeiten in der Region beleuchten. Auf Landesebene stehen die Bedingungen an Schulen im Fokus – von Unterrichtsausfall und sanierungsbedürftigen Schulgebäuden bis zur Frage, wie Jugendliche aus den Dörfern zuverlässig mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein können. Auf Kreisebene soll es um die Förderung der Jugendarbeit und die Aufgaben des Jugendamts gehen.
Und was braucht die Jugend in Buchen selbst? Diskutiert werden sollen attraktive Jugendtreffs und Aufenthaltsbereiche, die Bedeutung von Vereinsarbeit und gelingender Integration sowie die Frage, wie dörfliches Leben für junge Menschen lebenswert bleibt.
Zuhören, Erfahrungen teilen, Lösungen diskutieren
Die Veranstaltung möchte die Perspektiven der Sozialarbeit mit politischen Handlungsmöglichkeiten in Kontakt bringen. Es geht darum, Herausforderungen nicht nur zu benennen, sondern auch darüber zu sprechen, welche Unterstützung junge Menschen tatsächlich benötigen und wie ihre Anliegen in kommunalen und politischen Entscheidungen stärker berücksichtigt werden können.
Alle interessierten Bürger und Bürgerinnen sind dazu eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Autor:Horst Berger aus Buchen |
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