Schule des Lebens auch im Landkreis Miltenberg
Kultusministerium fördert Alltagskompetenzen der Schüler

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Konzept „Schule fürs Leben“ ist in Bayern angelaufen. Praxisteile müssen wegen Corona noch warten
Kultusminister Michael Piazolo antwortet Dr. Hans Jürgen Fahn – Schulen im Landkreis Miltenberg können in der aktuellen Winterpause planen.
Jetzt haben die Schüler und auch Lehrer unterrichtsfreie Zeit. Und wir müssen auch an die Zeit nach Covid 19 denken. Daher ist genügend Zeit, die neuen Projekte zu planen.

Am 13.1. 2020 beschloss der Bayerische Ministerrat das Konzept „Schule fürs Leben“ mit dem Alltagskompetenzen und Lebensökonomie nachhaltig an den Schulen in Bayern verankert werden soll. Hier geht es um fünf Handlungsfelder Ernährung, Gesundheit, selbstbestimmtes Verbraucher- verhalten, Umweltverhalten und Haushaltsführung.
Geplant war, so Kultusminister Piazolo, dass ab dem aktuellen Schuljahr 2020/21 verpflichtende, projektorientierte Module in Projektwochen an den Schulen in Bayern umgesetzt werden. Hier geht es u.a. um Kooperationen mit Bauernhöfen, Initiativen für Nachhaltigkeit, Verbraucherschutz oder Gesundheits- präventionsprogramme. Hans Jürgen Fahn, Mitglied im landesweiten Arbeitskreis Bildung des Bundes Naturschutz unterstützt diese Initiative schon in seiner Zeit im Landtag, als die Freien Wähler noch ein eigenes Schulfach Alltagskunde forderte. Hier geht es vor allem auch die Einbeziehung qualifizierter Experten und die Nutzung von außerschulischen Lernorten. Die Schule soll sich stärker – auch fächerübergreifend - nach außen öffnen. Dies alles entscheiden die Schulen eigenständig. Wer nähere Informationen bekommen möchte (u.a. das Konzept des KM und die Antworten von M.Piazolo) kann sich an dr.fahn@onlinehome.de wenden.
Der Umfang beträgt mindestens eine fünftägige Projektwoche an den Grundschulen (Klasse 1-4) und eine fünftägige Projektwoche an den weiterführenden Schulen (Klasse 5-9). Erwünscht ist ein fünftägiger Block, es können aber auch mehrtägige Projekteinheiten durchgeführt werden. Dabei erhalten die Schüler am Ende dieses Projekts ein Zertifikat.
Wer können diese außerschulischen Experten sein ? Einige Beispiele (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).
  
• Verbraucherzentralen
.        Kreishandwerkerschaft
• Fachleute der Gesundheitsregion plus im Landkreis Miltenberg
• Bauernverband und Landfrauen, Biolandwirte, Aktionsbündnis Giftfrei im 3Ländereck e.V.
• Umweltverbände wie der Landesbund Vogelschutz, der Bund Naturschutz, ADFC, VCD, Spessartbund
• Vertreter der einzelnen Forstämter (u.a. Baumpflanzaktionen mit der Initiative „plant for the planet“)
• Verbraucherschutzinitiativen
• Klimaschutzexperten (Klimaschutzmanager im LRA MIL, Energieagentur, Energieforum, Friday for Future Schülerinitiativen)
• Umweltstationen (z.B. LBV Umweltstation in Kleinostheim, Umweltstation Hobbach)
Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass das Kultus- ministerium pro Klasse und Projektwoche jeweils 500 € zur Verfügung stellt.

Wie ist der aktuelle Stand ?
Aufgrund der Coronasituation hatte Fahn den Kultusminister gefragt, wie der aktuelle Stand ist .
Das Konzept steht nach wie vor lautet der Antwort aus München. Die Umsetzung lässt natürlich noch sich warten; z.B. sind mehrtägige Klassenfahrten vorerst bis Ende Januar 2021 nicht möglich. Eintägige/stundenweise Veranstaltungen sind schon möglich, so Piazolo, aber man müsse natürlich die aktuelle Realität beachten. Derzeit haben die Schulen damit zu tun, den Unterrichtsbetrieb den aktuellen Hygiene anforderungen anzupassen. Daher muss man davon ausgehen, dass die Schulen hier noch abwarten, bis die Coronaproblematik nicht mehr vorhanden ist. Dies wird sicher noch noch einige Monate dauern.
In der derzeit schulfreien Zeit besteht aber jetzt die Möglichkeit, solcher Projekte zu planen. Gerade nach Corona werden die Schüler sich freuen, endlich solche praxisorientierte Betriebserkundungen, Fachgespräche oder Exkursionen zu planen. Piazolo im Wortlaut: Ich hoffe sehr, dass das Infektionsgeschehen, das derzeit leider ungebrochen heftig ist, sich in absehbarer Zeit so beruhigt, dass es den Schulen möglich ist, den Projektwochen zu widmen“. Nähere Infos gibt es bei dr.fahn@onlinehome.de.

Autor:

Hans Juergen Fahn aus Erlenbach a.Main

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