Volles Haus am HSG
Furioses Theater

Der Plan von Toinette scheint aufzugehen bei "Der eingebildet Kranke" von Voliere
  • Der Plan von Toinette scheint aufzugehen bei "Der eingebildet Kranke" von Voliere
  • Foto: Lange
  • hochgeladen von Dirk Simon

„Toinette, Toinette“ – so klingt klagend und immer drängender der Ruf durch die Aula des Hermann-Staudinger-Gymnasiums.
Argan ist krank, sehr krank. Oder sie macht alle Welt glauben, sie sei krank. Köstlich gespielt von Carla Hein, vermag es Argan, ihr Leiden auszubuchstabieren. Toinette wiederum, gespielt mit großem komödiantischem Talent von Finja Lange, verfolgt zum Wohle aller eigene Pläne. Ein angehender Arzt soll Argans Tochter ehelichen – aber sich mehr um das gesundheitliche Wohl der Mutter kümmern. Der Kandidat Thomas Diafoirus, der herrlich überzeichnet von Elias Albouchi gespielt wird, stößt auf wenig Gegenliebe bei ihrer ältesten Tochter, Angélique (in echter Aufruhr: Eslem Alkan). Diese hat sich bereits unsterblich in Cléante (wunderbar träumerisch: Leonard Jaschke), der sich als Gesangslehrer ausgibt, verliebt. So nimmt der Familienirrsinn seinen Lauf, indem es Béralde, der Schwester Argans (lässt sich von keiner gespielten Maskerade beirren: Lilly Stahl), und Toinette gelingt, einen Plan zu schmieden, der alle glücklich machen wird.
Mit viel Verve und Amüsement zeigt das Oberstufentheater „Der eingebildet Kranke“ von Moliére unter der Leitung von Martin Lange ein kurzweiliges Schauspiel vor vollem Haus. Mit viel Spielfreude, getragen von den beiden Hauptrollen, agieren die Schauspieler und können den eingefädelten Plan von Toinette geschmackvoll in Szene setzen.
Hinter der Bühne arrangieren und beleuchten Felix Ackermann, Elias Astraschewsky, Benjamin Engel und Lion Schulte unterstützt von Sky Hellwig, Anna Hohm, Laura Thiel, Luca Choinowski, Elias Hensel und Louis Rachor das ganze Schauspiel und geben den richtigen Rahmen für das komödiantische Spektakel, das dem Publikum sichtlich gefällt.
„Es liegt am parenchymium splinicum, nicht am pylorus“, doziert die als Ärztin verkleidete Toinette Argan, um Argan den Zahn zu ziehen, endlich nicht alle unter seiner eingebildeten Hypochondrie leiden zu lassen. Daher entlässt Argan die bisherige Ärztin (Halbgott in Weiß: Fiona Hohm) und begibt sich in die Hände der neuen Frau Doktor. So stellt sich Argan tot, um herauszufinden, wie der Rest der Familie darauf reagiert. Seine Frau Béline, die kalt getroffen von Fabienne Becker gespielt wird, wie seine Tochter Louison, von Gina Braun treffend dargestellt, interessiert der vermeintliche Tod herzlich wenig, Angélique hingegen zeigt tiefe Trauer. Dieses Finale öffnet allen die Augen und lässt das epische Ereignis mit einem Happy-End ausklingen.
Das Theaterensemble rief zu Spenden auf, die den Menschen in der Ukraine zugute kommen sollten und sammelten insgesamt 1200 Euro ein. Dirk Simon

Autor:

Dirk Simon aus Erlenbach a.Main

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