Ehemalige bringen Quantencomputer
Hochtechnologie am HSG
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Mit einer besonderen Spende kehrten die beiden ehemaligen Schüler Dr. Christian Zimmermann und Sebastian Deuser an das Hermann-Staudinger-Gymnasium (HSG) zurück: Die Mitbegründer des Quantencomputing-Unternehmens neQxt überreichten der Schule zwei Experimentierkästen zur Quantenphysik für den Unterricht im Leistungsfach Physik. Die Schülerinnen und Schüler können damit künftig grundlegende quantenphysikalische Phänomene selbst erforschen – ein Angebot, das sonst vor allem Universitäten vorbehalten ist.
Die Gründer freuten sich, den Kontakt zu ihrer alten Schule wieder aufzunehmen. Dass Zimmermann und Deuser sofort begeistert waren, überrascht ihre ehemaligen Lehrkräfte kaum: Schon zu Schulzeiten prägte sie eine große Leidenschaft für Technik. Sebastian Deuser verbrachte damals viele Stunden im Serverraum des Gymnasiums, wo er programmierte und das Schulnetzwerk betreute.
Neben der Spende luden die beiden Unternehmer die Oberstufenkurse zu einer Besichtigung ihrer Produktionsanlage in Weiterstadt ein. „So bekommen die Jugendlichen die Möglichkeit, echten Quantencomputern einmal ganz nah zu kommen“, erklärte Dr. Zimmermann.
Die neQxt GmbH ist ein junges Hightech-Unternehmen, das aus der Quantenforschung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hervorgegangen ist. Als sogenanntes Full-Stack-Quantencomputing-Unternehmen entwickelt neQxt sowohl die Hardware als auch die Software, die für Quantencomputer benötigt werden. Zudem bietet das Unternehmen Rechenzeit auf eigenen Systemen, Beratung sowie Basistechnologien für Forschung und Industrie an. Kurz gesagt: neQxt entwickelt und betreibt Quantencomputer – und liefert gleichzeitig alles, was man braucht, um sie praktisch einzusetzen.
Schulleiter Michael Lummel zeigte sich beeindruckt von den Werdegängen der beiden Ehemaligen: „Das ist genau das, was wir uns für unsere Schülerinnen und Schüler wünschen: Sie sollen hinausgehen, forschen, Neues wagen – und mit ihren Erfahrungen wieder zurückkommen.“ MdL Martin Stock ergänzt mit einem Augenzwinkern: “... und kommt dann zurück an den Untermain. Wir unterstützen eure Ideen und ermöglichen, dass sich Hightech-Unternehmen hier in der Region ansiedeln.“
Auch die MINT-Beauftragte des HSG, Elisabeth Kapeller, begrüßt die neue Verbindung zwischen Schule und Wirtschaft ausdrücklich: „Es ist immer bereichernd, wenn ehemalige Schülerinnen und Schüler eine Brücke zur Hightech-Welt schlagen. Für unsere Jugendlichen ist das unglaublich motivierend. Sie sehen, wie weit man mit Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik kommen kann – und dass dieser Weg direkt von hier aus möglich ist.“
Für die beiden Gründer war der Besuch am Hermann-Staudinger-Gymnasium mehr als eine formelle Übergabe. Sie kehrten an einen prägenden Ort ihrer Jugend zurück – und gaben den Funken technologischer Begeisterung an die nächste Generation weiter. Dirk Simon
Autor:HSG Presse aus Erlenbach a.Main |
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