Klimaschutzkonzept im Kreis Miltenberg
ÖDP: Verzicht auf Ortsumgehungen
- hochgeladen von Hans Juergen Fahn
Priorisierung Maßnahmenkonzept. Stellungnahme von Dr.Hans Jürgen Fahn (ÖDP)- ÖDP möchte ein Klimaschutzkonzept, das den Verkehr reduziert
Der von Baum Consult vorgeschlagene Maßnahmenkatalog ist grundsätzlich zu akzeptieren (Ausnahme Bereich Verkehr und Mobilität). Allerdings sind verschiedene Bereiche anders zu gewichten.
1)Bereich klimafreundliche Mobilität
Hier erfolgt eine Stellungnahme zum Handlungsfeld „klimafreundliche Mobilität“.
Wir wünschen folgende mittelfristige Zielsetzungn (und keine langfristige Zielsetzung).
- Verlagerung des Verkehrs vom Pkw auf das Fahrrad und den ÖPNV
- Senkung der THG-Emissionen im Verkehrssektor
Das vorgeschlagene Maßnahmenpaket ist für den Bereich Verkehr und Mobilität völlig unzureichend. Die Umsetzung von Radverkehrskonzepten und die Verbesserung des Taktverkehrs im Regionalverkehr sind sinnvoll und notwendig. Zum Thema Straßenverkehr findet sich leider nichts.
- Das Remosi-Gutachten ist kompakt und kommt zu einer CO2-Emissionen von 164000 t, was nicht ausreichend ist und nicht zur einer Klimaneutralität führt. Wir müssen also noch mehr tun.
- Die CO2-Emissionen sind seit 1990 nur um 3% gesunken-
- Die Luftbelastung ist am Untermain auch durch die große Zahl von Ein-und Auspendlern (sehr hohe PKW-Dichte) sehr hoch (sehr hohe Ozonbelastung, z.T. mehr als 180 Mikrogramm).
Wir orientieren uns u.a. an dem Remosikonzept als wichtige Grundlage; dies hat aber noch einige Defizite, die angegangen werden müssen:
- Dort heißt es. Die Projekte des vordringlichen Bedarfs gelten als gebaut. Dies ist fundamental falsch, weil dadurch neue Verkehrsströme entstehen
- Alle geplanten Ortsumgehungen müssen also noch einmal auf den Prüfstand, z.B. die OUG in Sulzbach und Stadtprozelten. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass eine gleichzeitige Stärkung von Schienen- und Straßenverkehr in der Summe den Schienenverkehr schwächt.
- Nicht einzelkommunale Lösungen machen einen Sinn, sondern Wir brauchen am Untermain ein Gesamtverkehrskonzept.
- Wir brauchen keinen Ausbau der B 469 von Stockstadt nach Großostheim. Die ÖDP fordert eine Umplanung, die die Klimaschutzziele und die Biodiversität berücksichtigt.. Die ÖDP unterstützt eine Klage des Bundes Naturschutz. Es geht um eine Verletzung des Gebots der sparsamen und wirtschaftlichen Mittelverwendung. Dadurch können ca.17 Mio. € eingespart werden.
- Wir brauchen endlich die Zweigleisigkeit der Bahnstrecke Aschaffenburg-Miltenberg und die Elektrifizierung der Maintalbahn.
- Wir brauchen möglichst bald ein Schnellbahnkonzept mit zusätzlichen Brücken für den Rad- und Fußverkehr (vor allem Niedernburg-Sulzbach,Miltenberg West, Großwallstadt-Kleinwallstadt)
- Der geplante Kreuzungsbahnhof in Sulzbach darf auf keinen Fall mit der OU Sulzbach „gekoppelt“ werden
- Wir brauchen flächendeckend (auch kurzfristig) den On Demand Verkehr und das Car Sharing (nicht nur in Laudenbach und Erlenbach) und zumindest mittelfristig ein flächendeckendes Bikesharing,
- Optimierung der Radinfrastruktur durch Stärkung des Alltags und Berufsverkehrs durch eine neues Modellprojekt des Freistaates „Förderung der Lastenfahrräder“
- Fahrradforum nicht nur in der Stadt Aschaffenburg, sondern uach im Landkreis Miltenberg einführen
- Am Untermain müssen flächendeckend Elektrobusse eingesetzt werden (keine Dieselbusse wie in jetzt aktuell in Aschaffenburg).Wasserstoffbusse und Wasserstofftankstellen (wie in Aschaffen- burg sind derzeit nicht wettbewerbsfähig)
- Laut integr. Klimaschutzkonzept trägt der CO2-Verbrauch am Untermain 11t/Einwohner und Jahr (dagegen Bayern:6 t)
- Fazit: Wir fordern, dass die verkehrliche Anbindung der Region in das überregionale Verkehrsnetz weiter verbessert, die Verkehrsverzahnung der Verkehrsverbünde intensiviert und Engpässe beseitigt werden müssen. Dies ist ein Beitrag zur Klimaneutralität.
2) Klimaneutrale Kommunalverwaltung
Hier fordern wir einen mittelfristigen Zielbeitrag (keinen langfristigen Zielbeitrag, sondern z.B.:
-Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung und Stärkung kommunaler Energieautarkie
-Motivation dritter durch Wahrnehmung der Vorbildfunktion
-Schulungen zu klimafreundlichen Nutzungsverhalten (Mitarbeiter, Hausmeister, aber Schulung von Schülern zu sogn. Energiewarten, z.B. pro Klasse ein Energiewart). Motto: Energieeinsparung beginnt im Kopf)
Autor:Hans Juergen Fahn aus Erlenbach a.Main |
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