HSG nachhaltig
Italienaustausch
- hochgeladen von HSG Presse
Klima, Kultur, Cleanup: Italien nachhaltig
Erasmus-Austausch des HSG Erlenbach mit dem Liceo Vittorio Emanuele II. in Jesi
Nach dem erst vor wenigen Wochen erfolgten Besuch der Schülerinnen und Schüler aus Jesi bei
Ancona in Erlenbach machte sich eine Gruppe von insgesamt acht Mitgliedern der Schulgarten und
der Campus N-AG mit Frau Ühlein und Herrn Füller auf den Weg nach Italien in die Provinz Marken. „European Schools go green“ : Dem thematischen Schwerpunkt des Austauschs entsprechend fand die Reise, die aus Mitteln der EU kofinanziert wurde, nachhaltig mit der Bahn statt. Und auch vor Ort war der öffentliche Nahverkehr oder die eigene Beinkraft in der hügeligen Mittelalter-Stadt Jesi gefordert. Nach der Anreise über München und Bologna wurde die deutsche Gruppe am Bahnhof in Ancona von den Gastfamilien und den verantwortlichen Lehrerinnen Francesca Boccaccini und Alessia Alessandroni in Empfang genommen. Müde von der Fahrt waren alle froh, so schnell wie möglich „nach Hause“ und ins Bett zu kommen. Am nächsten Morgen stand gleich ein Besuch in der Schule, dem mitten in der Fußgängerzone gelegenen, altehrwürdigen Liceo Vittorio Emanuele II. mit seiner über 500-jährigen Geschichte an. Nach der Begrüßung durch die Schulleiterin wurden verschiedene Projekte (auch mit deutschen Schulen) in der Aula der Schule präsentiert, die nicht im Erdgeschoss, sondern unter dem Dach des klassizistischen Gebäudes untergebracht ist. Folie aus Bioplastik und Lavendelseife selbst herstellen: In einer Praxisphase belagerten die deutschen Schülerinnen und Schüler mit einer italienischen Chemielehrerin das Labor der Schule über den Dächern von Jesi.
In den weiteren Tagen standen im Wechsel Besuche im Unterricht der italienischen Schüler an, dazwischen wurde den deutschen Gästen die Kultur und Kunst der Stadt Jesi präsentiert.
Die Aktivitäten am Freitag und Samstag standen im ganz im Zeichen eines nachhaltigen
Umgangs mit der Natur. Bei der Besichtigung des Instituto Salvati, einer landwirtschaftlichen bzw. agrarwissenschaftlichen Schule, die auf dem Gelände eines alten Jagdschlosses junge Menschen auch inklusiv in Berufen im Umfeld der Lebensmittelerzeugung ausbildet, konnten die eigenen Weinberge, Aquaponikanlagen in Gewächshäusern, der schuleigene Weinkeller und einer Produktionsanlage für Marmeladen, Tomatensaucen usw. in Augenschein genommen werden. Neben der Optimierung der landwirtschaftlichen Erträge unter Bio-Bedingungen stehen auch die Herausforderungen durch die Klimakrise im Wein- und Landbau auf dem Lehrplan der Schule.
Am Samstag ging es aus den Hügeln um Jesi mit der Bahn ins nahe gelegene Ancona und dort trafen die Schüler sich mit zwei Volontären der Organisation „plasticfree“. Am Ende kamen 77 kg Müll zusammen, der dann von der Stadtreinigung Ancona fachgerecht entsorgt wurde.
Ausnahmslos alle konnten in Jesi am eigenen Leib erfahren, wie italienische Gastfreundschaft funktioniert und nach einer eindrucksvollen Woche mit bleibenden Erlebnissen für unseredeutsch-italienische Gruppe wurde am Sonntag der Rückweg von Jesi bzw. Ancona aus angetreten. Zehn erschöpfte, aber zufriedene HSGler erreichten spät in der Nacht den Bahnhof Aschaffenburg.
Text/Bilder: Anja Ühlein/Markus Füller
Autor:HSG Presse aus Erlenbach a.Main |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.