Zukunftstechnologie im Landkreis Miltenberg
AG Umwelt der Kreis CSU fordert Wasserstoff-Gipfel für die Region

Die Zukunftsmobilität wird einen gesunden Mix aus Wasserstoff- und Elektromobilität benötigen. Der Freistaat möchte in den nächsten Jahren bayernweit 100 H2 Tankstellen errichten. Die Arbeitsgruppe Umwelt des CSU Kreisverbandes sieht für die Region ein großes Potential und schlägt deshalb einen runden Tisch der beiden Landkreise Miltenberg und Aschaffenburg und der Stadt Aschaffenburg mit Vertretern aus der heimischen Wirtschaft vor. Mögliche Förderprogramme in Berlin und München müssen zielgerichtet angegangen werden. „Der Landkreis Miltenberg – wie jeder andere auch - benötigt schnellstens eine Wasserstofftankstelle“, erklärte Christian Schreck. Er sieht als langfristiges Ziel die Produktion von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien, welcher direkt vor Ort verbraucht werden könnte – so würde es sich um einen geschlossenen Wasserstoff-Kreislauf handeln. „Die Power-to-X-Technologie gilt als wichtiger Baustein einer erfolgreichen Energiewende“, erklärte Ralf Reichwein und unterstrich die Aussage mit den internationalen Investitionsvorhaben. So hat die US Regierung vergangene Woche beschlossen, alleine für dieses Jahr noch 64 Millionen Dollar in den Aufbau einer grünen Wasserstoffwirt zu investieren. Bis 2030 plant die Europäische Union, im Zuge des Green Deals, 145 Milliarden Euro in die Entwicklung von Zukunftstechnologie zu stecken.

Neben dem Bau von Wasserstoff-Tankstellen könnten auch LKWs, Busse und Züge umgerüstet werden. Sowohl die Wasserstoff - als auch die Batterietechnik sind hochinteressante Ansätze wie der Verkehr künftig emissionsfrei gestalten und noch mehr Nachhaltigkeit geleistet werden kann.
Seit September 2018 sind in Niedersachsen zwei Wasserstoffzüge zuverlässig unterwegs. Schon nach einem Jahr und ca. 100 000 km waren die Rückmeldungen sehr positiv. Nach Angaben des französischen Zugbauers „Alstom“ gab es bereits 2019 weltweite Anfragen - u.a. Japan, Russland, Indonesien, Kanada, England, Österreich, Norwegen – sowie entsprechende Bestellungen.

Aktuell sind noch Dieselzüge im Landkreis Miltenberg unterwegs, weil Oberleitungen fehlen. Brennstoffzellenzüge wären eine schnell umsetzbare Alternative zur Elektrifizierung. Die Anbindung an den RMV - der ab 2022 die weltweit größte Brennstoffzellenzug-Flotte im Personeneinsatz haben will – wird damit auch möglich. Aufgrund des Elektroantriebs gäbe es zugleich eine ruhigere Fahrt, davon würden auch die Streckenanwohner profitieren.

Autor:

Christian Schreck aus Eschau

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