Kräuterwanderung Mariä Himmelfahrt
Kräuterwanderung Mariä Himmelfahrt

Kräuterwanderung Gesundheitsverein
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Kräuterwanderung der Gesellschaft zur Förderung der Gesundheit am Untermain (GfG) zur Kräuterweihe Mariä Himmelfahrt

Am Samstag den 14. August trafen sich 15 Kräuterinteressierte in Kleinwallstadt an der Wallstadthalle um an einer vom Gesundheitsverein angebotenen Kräuterwanderung teilzunehmen.
Das Thema drehte sich rund um den Kräuterbüschel, der traditionell am 15. August zum Fest Maria Himmelfahrt geweiht wird. Die Begrüßung erfolgte durch die 1. Vorsitzende Hannelore Kreuzer. Durch die Pandemie war es nicht möglich Aktivitäten zuzulassen, so dass diese Veranstaltung die erste in den letzten eineinhalb Jahren war. Deshalb freute man sich um so mehr, dass diese Führung so viel Akzeptanz in der Bevölkerung fand.
Geführt wurde die Wanderung entlang des Streuobsterlebnisweges von Kräuterführerin Annette Horn aus Kleinwallstadt.
Während der Wanderung entlang des Weges konnte auch sehr gut der Unterschied zwischen einer natürlich gewachsenen und einer angelegten Blumenwiese erkannt werden. Beides hat für die Tier – und Pflanzenwelt eine besondere Bedeutung.
Auf einer Wiese konnte die Königskerze bewundert werden, die üblicherweise die Mitte des Würzbüschels ziert und zu früheren Zeiten gerne eingetaucht in Harz oder Wachs als Kerze sowie auch als Fackel verwendet wurde. Im Kräuterbüschel steht sie symbolisch für Kraft Stärke und Schutz.
Zu sehen war auch das Johanniskraut, aus dessen Blüten und Blättern das bekannte Johanniskrautöl hergestellt werden kann. Es ist ein wichtiger Bestandteil des Kräuterbüschels und wurde in früheren Zeiten beim Aufkommen eines Gewitters auf den Fensterbänken verstreut oder im Ofen verbrannt um das Unwetter abzuwehren.
Auch die Schafgarbe, ein typisches Frauenkraut, deren Blätter sehr gut an die Form einer Augenbraue erinnert, wurde bestaunt. Man nennt sie deshalb auch „Augenbraue der Venus“.
Direkt daneben befand sich Dost, wildwachsender einheimischer Majoran, eine Pflanze, die mit ihren Blüten eine Vielzahl von Schmetterlingen und Insekten anzieht und mit dem Duft an einen Urlaub am Mittelmeer erinnert.
An einem schön gestalteten Sitzplatz machte die Gruppe Halt. Hier hatte die Kräuterführerin bereits einen gebundenen Kräuterbüschel an einem Apfelbaum aufgehängt, den sie dann präsentierte und die einzelnen Pflanzen, welche an verschiedenen Standorten gesammelt wurden erklärte. Wie bereits erwähnt, ziert die Königskerze die Mitte des Büschels. Dazu gesellt sich auch eine Rose, welche die heilige Maria symbolisiert und Schutz bieten soll. In früherer Zeit gehörten nur Wildpflanzen in den Kräuterbüschel, später kamen auch Gartenpflanzen hinzu. So ist auch die Ringelblume, die ihren Namen durch den geringelten Samen erhielt, darin enthalten. Eine wichtige Wund – und Heilpflanze, die zusammen mit dem Johanniskraut im Kräuterbüschel für Glück und Liebe steht.
Die Teilnehmer erfuhren u.a. , wie die „ magische“Anzahl an verschiedenen Pflanzen zustande kommt, die in einem Kräuterbüschel enthalten sein sollten. So sind dies sieben, neun, zwölf, oder gar 33, 72 oder 99 verschiedene Pflanzen. Die Zahl sieben steht für die Schöpfungstage, zwölf für die zwölf Apostel. Die Kräuterführerin wies darauf hin, dass es wichtig wäre sich beim Sammeln der Kräuter von seinem Gefühl leiten zu lassen und jene Pflanzen einzubinden, zu denen man eine besondere Beziehung hat. Wie viele Pflanzen man sammelt ist dabei nebensächlich. Wichtig ist es der Natur mit Respekt zu begegnen und sie nicht als selbstverständlich hinzunehmen.
Auch die auf dem Weg befindliche Insektenorgel wurde von den Teilnehmern bestaunt.
Ein besonderes Highlight stellte eine Wiese dar, auf der wilder Thymian wuchs, der sicherlich vielen als beliebtes Küchenkraut bekannt ist. Auf dieser Wiese war emsiges Brummen der Insekten zu vernehmen und der Anblick des lila blühenden Thymians stellte eine Augenweide für Herz und Seele dar.
Am Ende der Veranstaltung bedankten sich die rundum zufriedenen Teilnehmer bei den Veranstaltern. Einige wollten am Nachmittag noch ein Kräuterbüschel sammeln.
(A.Horn/H.Kreuzer)

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Königskerze
Autor:

Hannelore Kreuzer aus Kleinwallstadt

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