Gründung
Pflegestützpunkt soll 2022 Betrieb aufnehmen

Den Errichtungsantrag für einen Pflegestützpunkt im Landkreis Miltenberg unterschrieben (vorne links) Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel und Landrat Jens Marco Scherf, beobachtet von Heinrich Almritter (stehend links, Vorsitzender der GbR) und Sozialamtsleiter Manfred Vill.
  • Den Errichtungsantrag für einen Pflegestützpunkt im Landkreis Miltenberg unterschrieben (vorne links) Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel und Landrat Jens Marco Scherf, beobachtet von Heinrich Almritter (stehend links, Vorsitzender der GbR) und Sozialamtsleiter Manfred Vill.
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Gute Nachricht für alle Menschen, die Unterstützung bei der Pflege benötigen: Im ersten Halbjahr 2022 soll ein Pflegestützpunkt im Landkreis Miltenberg die Arbeit aufnehmen, der an die Beratungsstelle für Senioren und pflegende Angehörige (BSA) angedockt wird. So kann man die Pflegeberatung von aktuell zwei auf künftig 4,5 Stellen aufstocken und sicherstellen, dass Hilfesuchende im Süd- und im Nordlandkreis umfassend und dauerhaft beraten werden. Landrat Jens Marco Scherf und Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel haben am Dienstag den Antrag auf Errichtung eines solchen Pflegestützpunktes unterschrieben, den die Bayerische Kommission Pflegestützpunkte nun prüft.
Derzeit sind die Fachstelle für pflegende Angehörige wie auch die Beratungsstelle Demenz Untermain und die Wohnberatung Teil der BSA. Die Fachstelle und die Wohnberatung werden aktuell von einer Arbeitsgemeinschaft regionaler Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) getragen. Diese GbR wird zurzeit in einen eingetragenen Verein umgewandelt – die Gründungsversammlung ist für den 29. November 2021 terminiert. Der aktuelle GbR-Vorsitzende Heinrich Almritter (Caritas) hat sich bereit erklärt, auch den Vorsitz im Verein zu übernehmen. Der Verein soll dann von den beiden kommunalen Trägern des Pflegestützpunkts, Bezirk und Landkreis, mit dem Betrieb des Pflegestützpunkts beauftragt werden. Alle Mitglieder der GbR wollen sich auch im Verein weiter beteiligen, weitere Pflegeeinrichtungen und Pflegedienst sollen dazukommen.

Als Träger des neuen Pflegestützpunkts zeichnen die Arbeitsgemeinschaft der Kranken- und Pflegekassen sowie der Bezirk Unterfranken und der Landkreis Miltenberg verantwortlich. Sie teilen sich auch die Kosten: Die Kassen übernehmen zwei Drittel der Kosten, Bezirk und Landkreis tragen jeweils ein Sechstel der Kosten – jeweils rund 40.000 Euro pro Jahr. Das Besondere am Miltenberger Pflegestützpunkt: Er wird organisatorisch und räumlich in die Beratungsstelle für Senioren und pflegende Angehörige eingegliedert, um eine enge Verzahnung mit den bereits bestehenden Angeboten zu erreichen. So werden Doppelstrukturen verhindert und es wird wie schon seither auch künftig „Beratung aus einer Hand“ geboten. Die Beratungsstelle bot sich auch deshalb an, weil sie laut Sozialamtsleiter Manfred Vill in den Jahren seit 2008 „ganz hervorragende Arbeit geleistet hat“, gut vernetzt ist und über sehr viel Erfahrung verfügt. „Umfassend, neutral und unabhängig“ sei das Beratungsangebot, stellte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel fest. Für Landrat Jens Marco Scherf bietet das neue Modell mit 4,5 Stellen die Möglichkeit, künftig auch dauerhaft Beratungen in Obernburg anbieten zu können. Als großen Vorteil empfindet er es, dass die Menschen künftig an einem Ort ein Paket von Leistungen wie die Wohnberatung oder die Demenzberatung in Anspruch nehmen können und dafür nicht verschiedene Stellen aufsuchen müssen.

Sobald das Personal für den Pflegestützpunkt gefunden ist, kann es losgehen – vermutlich im Laufe des ersten Halbjahres 2022. Bis dahin finden alle Ratsuchenden wie bisher ihre Ansprechpartner in der BSA in Miltenberg, Brückenstraße 19, Telefon: 09371/6694920, E-Mail: bsa@4main.de . Daneben werden weiterhin Sprechstunden in den Außenstellen in Erlenbach und Stadtprozelten angeboten.

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